Ihr Unternehmen?

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Fresh 
Solutions 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Zwischen Engagement & Ego – Kultur im Wandel: Ein Versuch, konstruktiv zu kritisieren - und ernst genommen zu werden.

3,7
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Fresh Solutions GmbH in Bremen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Flexible Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten schaffen eine gute Balance zwischen Job und Privatleben (nicht an allen Standorten/in allen Funktionen möglich).

- Eine sehr engagierte Geschäftsführerin, die menschlich überzeugt und sich aktiv um die Weiterentwicklung des Unternehmens und deren MitarbeiterInnen bemüht – unterstützt von ein paar fachlich sehr kompetenten, jedoch wenig menschlich starken KollegInnen in ihrem direkten Umfeld. Sie ist jederzeit für persönliches Feedback offen und nimmt dies sehr ernst.

- Viele engagierte Teams und KollegInnen, die mit Herzblut und Verantwortungsbewusstsein arbeiten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Im letzten Jahr wurden viele neue KollegInnen eingestellt, bei denen Fachwissen oft durch Auftreten ersetzt wurde. Es entsteht der Eindruck, dass das Ego mehr zählt als Expertise.

- Die Führung im Bereich People & Culture wirkt nicht zugänglich. Es fehlt an Empathie und an echter Kommunikation auf Augenhöhe.

- Insgesamt entsteht ein Klima, das weniger auf Zusammenarbeit und mehr auf Selbstdarstellung ausgerichtet ist. Der ursprüngliche, kollegiale Spirit geht dadurch verloren.

- Dass der erste Entwurf dieser Bewertung gemeldet wurde und gewisses Feedback zu P&C als „unwahr“ dargestellt wurde. Dies ist enttäuschend und bestätigt den Eindruck der meisten KollegInnen zu dem Bereich. Es ist weiterhin ein Versuch, dass die Geschäftsführung dieses Feedback ernst nimmt und die derzeitigen Dynamiken kritisch hinterfragt.

Verbesserungsvorschläge

- Stärkerer Fokus auf kulturellen Fit und fachliche Eignung bei Neueinstellungen: Persönlicher Charakter, Teamfähigkeit und echte Kompetenz sollten wieder stärker in den Mittelpunkt rücken – nicht nur die Außendarstellung.

- Eine echte Feedbackkultur etablieren, in der auch leise, sachlich fundierte Stimmen gehört werden – nicht nur die derjenigen, die sich am besten verkaufen. Fachliche Substanz verdient genauso Gehör wie lautstarke Präsenz.

- Führungskräfte und Kulturbeauftragte sollten als authentische Vorbilder auftreten: Das bedeutet aktiv zuhören, transparent kommunizieren, vermitteln und ansprechbar sein. Persönliche Meinungen und Sympathien sollten nicht hinter den Kulissen Einfluss auf Entscheidungen nehmen – Leadership beginnt beim Denken fürs Team und das Wohl für die Organisation, nicht bei der Eigenprofilierung und Besserstellung eines Individuums.

Arbeitsatmosphäre

Alles in allem herrscht eine angenehme und meist zielorientierte Arbeitsatmosphäre. Für alle operativ involvierten Mitarbeitenden steht die rechtzeitige Bearbeitung der Aufträge im Fokus – mit dem klaren Ziel, die Frische der Ware sicherzustellen und die Kundenzufriedenheit hochzuhalten. Besonders erfahrene KollegInnen und Vorgesetzte zeigen Verständnis für die Prioritäten im Warenfluss und agieren entsprechend verantwortungsbewusst.

In letzter Zeit leidet die Atmosphäre jedoch zunehmend unter personellen Fehlbesetzungen auf Schlüsselpositionen. Viele Themen könnten mit einer aktiveren, praxisnäheren Herangehensweise deutlich effizienter gelöst werden. Stattdessen wird oft rein delegiert, während die tatsächliche Umsetzung anderen überlassen bleibt – was nicht selten zu Frust im Team führt, insbesondere wenn Erfolge anschließend nicht fair anerkannt werden.

Kommunikation

Die Geschäftsführerin arbeitet sichtbar und aktiv an einer Verbesserung der internen Kommunikation – das ist positiv und wird im Unternehmen auch wahrgenommen. Leider setzt sich dieser Fortschritt nicht konsequent auf allen Ebenen sowie zwischen den Fachabteilungen fort.

Insbesondere im direkten Managementumfeld fehlt es teilweise an offener Kommunikation über Hierarchieebenen hinweg. Wenn Führungskräfte nur im eigenen Kreis kommunizieren, zu anderen Bereichen Fingerpointing betreiben und der Austausch mit operativen Teams/Leads ausbleibt, gehen wertvolle Informationen und Perspektiven verloren.

Zudem ist es wenig hilfreich, wenn einzelne Führungspersonen E-Mails nur einmal pro Woche lesen oder verspätet bzw. gar nicht reagieren – gerade in einem dynamischen Umfeld, in dem schnelle Entscheidungen gefragt sind. Hier wäre mehr Verbindlichkeit und Präsenz im Alltag wünschenswert.

Kollegenzusammenhalt

Im den meisten Bereichen ist der Zusammenhalt stark ausgeprägt – viele erfahrene KollegInnen arbeiten engagiert zusammen, unterstützen sich gegenseitig und halten auch in stressigen Phasen zusammen. Der Wille, gemeinsam Lösungen zu finden, ist deutlich spürbar.

Trotzdem fehlt es bei neuen KollegInnen dagegen häufiger an teamübergreifendem Denken und echter Zusammenarbeit. Einzelinteressen oder politische Überlegungen stehen teilweise über dem Miteinander. Hier wäre mehr Transparenz und gemeinschaftliches Handeln wünschenswert.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist insgesamt gut. Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten ermöglichen es, berufliche und private Verpflichtungen gut miteinander zu vereinbaren. Wer verantwortungsbewusst mit seiner Zeit umgeht (und nicht zu viel Zeit in privaten Gesprächen verbringt), kann hier in der Regel sehr eigenverantwortlich innerhalb der verfügbaren Arbeitszeit arbeiten.

Wie in jeder dynamischen Organisation braucht es dafür eine gute Abstimmung im Team sowie eine transparente Kommunikation – dann funktioniert es . Einzelne Herausforderungen lassen sich immer finden und sind sicherlich branchenüblich, insgesamt gibt es aber an diesem Punkt wenig zu beanstanden.

Vorgesetztenverhalten

Führung bedeutet mehr als Hierarchie – mehr Bodenhaftung, Präsenz und echtes Zuhören ist in den meisten Teams dringend erforderlich. Manche Führungskräfte managen dies jedoch sehr gut und können Themen fachlich/menschlich korrekt einordnen und leiten die richtigen Schritte ein.
Einzelne Vorgesetzte zeigen wenig Empathie und agieren oft distanziert. Gespräche finden selektiv statt, Rückmeldungen bleiben aus oder erfolgen verspätet. Verantwortung wird nach unten weitergereicht, Anerkennung aber gerne selbst in Anspruch genommen.
Die aktuelle Kündigungsquote bestätigt ein fehlendes menschliches Einfühlungsvermögen in gewissen Bereichen. Menschen verlassen das Unternehmen nicht von heute auf morgen.


Interessante Aufgaben

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Umgang mit älteren Kollegen

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.