Gute Ansätze, jedoch zu viele und lange Entscheidewege
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nettes Kollegium, faire Bezahlung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vorgesetztenverhältnis und Rückendeckung.
Verbesserungsvorschläge
Teamstruktur stärken, auf Personen mehr eingehen, mehr Zutrauen schenken.
Arbeitsatmosphäre
Lob und Kritik hängen stark von der jeweiligen Person ab.
Einerseits gab es regelmäßig positives Feedback sowie berechtigte und gut formulierte Kritikpunkte zur Verbesserung.
Andererseits fehlten solche Rückmeldungen teilweise komplett oder wurden über Dritte weitergegeben, anstatt direkt an die betroffene Person. Das hinterlässt schnell einen faden Beigeschmack.
Image
Das ist tatsächlich interessant. So einen festen Zusammenhalt zur Firma habe ich kaum bis nicht bemerkt. Einige Teams fühlten sich von anderen Teams innerhalb des selben Standortes beleidigt oder nicht verstanden. Leider zogen auch wenige Ausnahmen über andere Kollegen her und kamen nicht aufeinander zu bzw. mussten dann durch die Niederlassungsleiter zu ihrem Glück gezwungen werden, was leider auch nicht zur Besserung beitrug.
Bei Firmen- oder Standortveranstaltungen hatten sich aber gefühlt alle in den Armen, auch die Streithähne. Am Ende bin ich mir nicht sicher, ob man sich wegen der Arbeit nicht mochte.
Work-Life-Balance
Es schwankte stark.
Es gab Tage und Wochen mit regulären 8-Stunden-Schichten, aber auch Phasen, in denen Arbeitszeiten von über 10 Stunden am Stück normal waren.
Zusätzlich kamen teilweise lange Autofahrten hinzu, da das Team aufgrund seiner damaligen bzw. aktuellen Größe nur eingeschränkt verteilt werden konnte. Das Fachwissen war/ist auf 1-2 Köpfe nur verteilt gewesen.
Karriere/Weiterbildung
Neben den typischen Fortbildungen, war es auch möglich sich spezifische Fortbildungen auszusuchen und wahrzunehmen.
Wer Verantwortung und auch den gewissen Druck mag, der bekommt bei der Frigosped schnell ein Angebot.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war fair bzw. für mich in Ordnung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine "aggressive" Klima oder Sozialpolitik, es gibt aber die üblichen Solarpanel an den Lagerhallen. Aktiv wird das vermutlich eher durch einzelne Personen geführt und dann nach Mithilfe gefragt. Es gibt auf jeden Fall keine mir bekannten Umweltvergehen und sozial war soweit alles in Ordnung.
Kollegenzusammenhalt
Aus meiner Sicht waren wir ein gut eingespieltes Team. Ich persönlich hatte zwar einige Punkte mit meinem Teamleiter, der ebenfalls Teil des Umsetzungsteam war, aber insgesamt waren die Kollegen füreinander da.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Kollegen hatten insgesamt einen sehr guten Umgang miteinander. Es wurden altersbedingte Handicaps berücksichtigt und von der anderen Seite auch geschätzt, dass sich Mühe gegeben wird.
Vorgesetztenverhalten
Von zwei Vorgesetzten war einer hilfsbereit, hatte stets ein offenes Ohr und brachte eigene Ideen ein. Der andere hörte zwar ebenfalls zu, knickte jedoch gegenüber der Geschäftsführung ein.
Die Ziele wurden oft einfach nur weitergereicht, ohne klare Umsetzungsvorgaben. Die praktische Ebene musste sich damit arrangieren, wusste aber häufig nicht, wie.
Unklare Anforderungen oder Anweisungen in der Software sowie aufgestaute Updates machten ein Vorankommen teilweise unmöglich. Kritik dazu wurde frühzeitig geäußert, aber lange nicht ernst genommen.
Besonders markant war eine Situation, in der das Team dem Teamleiter seine Bedenken schilderte. Der Teamleiter stimmte zu und wollte sich für eine alternative Lösung einsetzen – doch bereits am nächsten Morgen wich er komplett von dieser Position ab, vermutlich weil die Kritik die Geschäftsführung nicht eindeutig erreicht hatte. Leider hatte ich ab und an Eindruck, dass man regelrecht Angst hatte der GF eine ehrliche Meinung zu äußern. Vielleicht spielte das noch eine Rolle, ich weiß es nicht.
Arbeitsbedingungen
Je nach Gebäude, mal gut und mal weniger gut. Da war irgendwo alles mit bei. Ist in Ordnung bis hin zu gut.
Kommunikation
Es fanden zu viele Meetings statt, teilweise unkoordiniert und spontan, was eine rechtzeitige Vorbereitung erschwerte.
Die Themen wurden zum Teil vermischt, falsch oder mehrere gleichwertig priorisiert, die z.T. zeitlich nicht umsetzbar waren.
Besonders die Kommunikation auf höherer Hierarchieebene wirkte zunehmend weniger verstanden oder gehört.
Kritikpunkte und potenzielle Risiken wurden gelegentlich nicht ernst genommen – oder erst zu spät.
Gleichberechtigung
Ich denke, dass jede Person die gleichen Chancen bei Frigosped bekommen kann und auch wird, wenn sie geäußert werden.
Interessante Aufgaben
Durch die Anzahl von nur ein paar Mitarbeitern war die Aufgabenkonzentration pro Person recht hoch. Dadurch gab es viel und immer zu tun, was an sich ein gutes Zeichen ist. Jedoch wurden die Themen stets mehr und knapper reingedrückt. Ein Hinterherkommen für alle Aufgaben wird so schwierig.