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Starke Kolleginnen und Kollegen, schwache Organisation

2,6
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei FRISTO GETRÄNKEMARKT GmbH in Höchstadt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorheben möchte ich den Zusammenhalt im Team. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich gegenseitig unterstützt und waren auch in stressigen Situationen hilfsbereit. Dadurch ließ sich der Arbeitsalltag oft besser bewältigen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Zu den negativen Aspekten des Arbeitgebers zählt aus meiner Sicht vor allem die unzureichende Einarbeitung. Nach kurzer Zeit wurde erwartet, dass ich als stellvertretende Marktleitung einen Markt weitgehend eigenständig führe, obwohl ich mich noch nicht ausreichend eingearbeitet fühlte.

Die interne Kommunikation empfand ich als verbesserungswürdig. Teilweise waren mehrere Führungskräfte gleichzeitig im Markt anwesend, während von den Mitarbeitenden erwartet wurde, den laufenden Betrieb sowie das Auffüllen der Waren im Lager zu bewältigen. Durch die hohen Erwartungen und die häufige Kritik empfand ich die Arbeitsatmosphäre als belastend und hatte den Eindruck, dass dadurch ein erheblicher psychischer Druck auf die Mitarbeitenden ausgeübt wurde.

Aus meiner Sicht verbrachten Führungskräfte bei ihren Besuchen zudem viel Zeit damit, den Verkaufsraum und das Lager zu kontrollieren und Unordnung oder Verschmutzungen zu bemängeln. Gleichzeitig hätte ich mir mehr praktische Unterstützung im Arbeitsalltag gewünscht.

Außerdem habe ich erlebt, dass Auszubildende zwar ihre Pausen erhalten haben, diese jedoch teilweise zeitlich verschoben werden sollten. In einem Fall wurde ein Auszubildender angewiesen, seine Kasse erst später zu zählen, wodurch Überstunden entstanden sind.

Nach meiner Erfahrung kam es außerdem vor, dass bei Personalmangel in anderen Filialen Mitarbeitende auch an freien Tagen, während des Urlaubs oder trotz Berufsschule kontaktiert wurden, um kurzfristig auszuhelfen. Zudem habe ich mehrfach erlebt, dass Kolleginnen und Kollegen Arbeitstage von bis zu zwölf Stunden leisteten. Dies empfand ich als hohe Belastung für die Mitarbeitenden.

Ein weiterer Punkt betrifft die Geldeinzahlungen. Nach Ladenschluss wurde erwartet, dass Mitarbeitende die Einnahmen der letzten zwei Tage selbstständig zur Bank bringen. Dabei konnten sich größere Bargeldsummen ansammeln, was ich aus Sicherheitsgründen als problematisch und als zusätzliche Belastung empfunden habe.

Verbesserungsvorschläge

Eine bessere Personalbesetzung würde den Arbeitsalltag erheblich verbessern. Eine 1:1-Besetzung ist auf Dauer sehr belastend und führt aus meiner Sicht zu unnötigem Druck auf die Mitarbeitenden.

Statt einer Besetzung mit jeweils nur einer Person in der Früh-, Mittel- und Spätschicht wäre eine Besetzung mit mindestens zwei Mitarbeitenden pro Schicht sinnvoll. Dadurch könnten Kundenservice, Warenverräumung und organisatorische Aufgaben besser bewältigt werden.

Eine strukturiertere und längere Einarbeitung, insbesondere für Mitarbeitende in Führungspositionen, würde mehr Sicherheit geben und Fehler vermeiden.


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.