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Bewertung

Tolle Konzepte auf dem Papier, aber Kultur der Angst und chronische Überlastung in der Realität

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Fröbel Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH in Freiburg im Breisgau gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Leider nichts

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Dass die wirtschaftlichen Interessen und die Außenwirkung des Trägers über die Gesundheit der Mitarbeiter*innen und das Wohl der Kinder gestellt werden.
- Die absolute Ausbeutung der pädagogischen Fachkräfte (8 Stunden am Kind ohne Verfügungszeit, Burnout-Gefahr nach nur einem halben Jahr).
- Die fahrlässige Unterbesetzung im U3-Bereich (teilweise 17 Kinder für 1–2 Kräfte), die die Aufsichtspflicht massiv gefährdet.
- Die "Vorbereitungs-Falle": Man bekommt sowohl für das Machen als auch für das Nicht-Machen von Vorbereitungen Ärger.

Verbesserungsvorschläge

- Gesetzliche Vorgaben einhalten: Den Personalschlüssel des Landes endlich konsequent umsetzen und akzeptieren, anstatt die Unterbesetzung systematisch zu ignorieren.
- Kritik ernst nehmen statt abzuwerten: Berechtigte Beschwerden über Personalmangel nicht länger mit Verweisen auf andere Bundesländer herunterspielen oder als Jammern abtun. Die Realität vor Ort muss zählen
- Mitarbeitergesundheit ernst nehmen: Den Ernst der Lage erkennen (hohe Fluktuation, Burnout-Gefahr) und Entlastungsstrukturen schaffen, statt Warnsignale aus der Praxis zu ignorieren.
- Reale Verfügungszeiten schaffen: Feste, geschützte Zeiten für Vorbereitung und Dokumentation im Dienstplan verankern, anstatt unlösbare Erwartungen zu stellen.
- Krisenmanagement im Sinne des Kindeswohls: Bei akutem Personalmangel im U3-Bereich pragmatische und sichere Notlösungen zulassen (z. B. verkürzte Öffnungszeiten), anstatt die Aufsichtspflicht und die Gesundheit des Teams zu gefährden.
- Echte Mitsprache ermöglichen: Ideen, Feedback und fachliche Einwände der pädagogischen Fachkräfte ernst nehmen und aktiv in Entscheidungen einbinden.
- Transparenz statt Willkür: Kündigungen und Personalentscheidungen transparent kommunizieren, um das Vertrauen im Team wieder aufzubauen.

Arbeitsatmosphäre

- Belastend und angespannt: Die Stimmung im Team war dauerhaft angespannt, was sich auch negativ auf den Kita-Alltag auswirkte.
- Herablassender Ton: Kein respektvoller Umgang auf Augenhöhe durch die Leitung/den Träger.
- Zweck-Zusammenhalt: Die Kolleg*innen hielten zwar stark zusammen, allerdings primär aus gemeinsamem Frust über die Missstände („Zweckgemeinschaft gegen die Zustände“).
- Mangelnde Wertschätzung & Isolation: Keine Anerkennung für den täglichen Einsatz; bei Personalmangel oder Problemen in den Gruppen wurde man komplett alleingelassen.
- Extrem hohe Fluktuation: Ständige Personalwechsel sorgten für dauerhafte Unruhe im Team und machten einen geregelten Kita-Alltag unmöglich.
- Keine Kontinuität: Durch das „Kommen und Gehen“ von Mitarbeiter*innen gab es keine Beständigkeit, was die psychische Belastung für das verbleibende Personal (und die Kinder) massiv erhöht hat.

Kommunikation

- Reine Top-down-Kommunikation: Ansagen und Infos kommen vom Träger ausschließlich „von oben herab“, ohne Raum für Dialog.
- Einbahnstraße statt Austausch: Ideen, Praxiseindrücke und die Expertise der pädagogischen Fachkräfte werden ignoriert.
- Kritikunfähigkeit: Konstruktives Feedback aus dem Kita-Alltag wird vom Träger überhaupt nicht wahrgenommen oder blockiert.
- Kein Gehör für die Praxis: Man fühlt sich mit den realen Problemen vor Ort nicht ernst genommen.

Kollegenzusammenhalt

Im Kleinteam:
- Starke Zweckgemeinschaft: Der Zusammenhalt im Team war sehr gut, basierte aber primär auf dem gemeinsamen Frust über die Missstände.
- Gemeinsames Durchhalten: Man hat sich gegenseitig unterstützt, um den Kita-Alltag trotz der schlechten Rahmenbedingungen für die Kinder irgendwie zu meistern.
- Geteiltes Leid schweißt zusammen: Gutes Miteinander unter den Fachkräften, weil es allen mit dem Träger und der Atmosphäre ähnlich ging.
Im Großteam:
- teils ähnlich zum Kleinteam wenn auch in schwächerer Ausführung
- Zusammenhalt jedoch im Großteam auch teilweise nicht vorhanden

Work-Life-Balance

- Extreme Erschöpfung: jeden Tag 8 Stunden reine Arbeitszeit direkt am Kind, 30 min Pause am tag
- Keine Rücksicht auf Belastungsgrenzen: Sturheit des Trägers bei den Öffnungszeiten (keine Verkürzung bei Notstand) führte zu chronischer Überlastung, die man mit nach Hause genommen hat.
- Druck statt Ausgleich: Durch den ständigen Druck und den Ärger bei Überstunden war ein Abschalten nach Feierabend kaum möglich.

Vorgesetztenverhalten

- Kultur der Angst und Einschüchterung: Kolleg*innen wurden extrem kurzfristig (einen Tag vorher) in die Geschäftsstelle zitiert und kamen nicht mehr wieder.
- Willkürliche Kündigungen: Entlassungen erfolgten für das verbleibende Team völlig grundlos und ohne Transparenz.
- Klima der Angst: Durch diese unberechenbaren Aktionen des Trägers und der Leitung hatte man durchgehend Angst, den Mund aufzumachen oder Probleme anzusprechen, da man jederzeit mit plötzlichen Konsequenzen rechnen musste.
- Psychischer Druck: Die ständige Ungewissheit und das Gefühl, der Willkür des Trägers schutzlos ausgeliefert zu sein, haben die psychische Belastung massiv verstärkt

Interessante Aufgaben

- Theorie vs. Praxis: Die pädagogischen Konzepte klingen auf dem Papier toll, im Kita-Alltag ist davon aufgrund des extremen Personalmangels und ständiger Wechsel aber nichts spürbar.
- Keine Zeit für Qualität: In der Theorie gäbe es viele interessante Aufgaben, die Umsetzung scheitert jedoch an der reinen Aufbewahrung und dem täglichen Überlebenskampf in den Gruppen.
- Sinnleere Aufgaben: Viele der geforderten Aufgaben bieten keinen echten Mehrwert für die eigene Weiterentwicklung oder das persönliche Wachstum.
- Schein-Aufstiegschancen: Höhere Positionen werden strategisch angeboten, um pädagogische Fachkräfte (pFK) im Unternehmen zu halten. Nach meinem Empfinden hat man in diesen Rollen aber keinerlei echten Handlungs- oder Gestaltungsspielraum, was extrem schade ist.

Gleichberechtigung

Spürbare Grüppchenbildung: Es herrschte keine neutrale oder faire Behandlung aller Mitarbeitenden; stattdessen waren deutliche Gruppierungen spürbar.
Ungleichbehandlung / Bevorzugung: Bestimmte Fachkräfte wurden vom Träger oder der Leitung offensichtlich bevorzugt behandelt, während andere das Nachsehen hatten.
Keine objektive Fairness: Entscheidungen und die Vergabe von Privilegien oder Positionen wirkten oft willkürlich und hingen stark von Sympathien ab

Umgang mit älteren Kollegen

Kann ich kein Feedback geben, aufgrund von hoher Fluktuation nur neue junge mitarbeitende

Arbeitsbedingungen

- Kritischer Personalschlüssel im U3-Bereich: Bei Krankheitsausfällen waren teilweise nur 1 bis 2 Fachkräfte den gesamten Tag mit bis zu 20 U3-Kindern komplett allein. Akute Gefährdung der Aufsichtspflicht.
- Keine Verfügungszeiten: Vorbereitungszeiten, Entwicklungsberichte und Dokumentationen mussten ohne dafür vorgesehene Arbeitszeit im Alltag geleistet werden.
- Die Vorbereitungs-Falle: Blieb man länger, um Dinge vorzubereiten, gab es Ärger; bereitete man die Dinge aufgrund von Zeitmangel nicht vor, gab es ebenfalls Ärger.
- Verbot von Notlösungen: Bat man Eltern wegen akuter Unterbesetzung, ihre Kinder früher abzuholen, gab es massiven Ärger vom Träger – die Außenwirkung war wichtiger als der Schutz von Team und Kindern.
- Organisatorisches Chaos durch Fluktuation: Eine extrem hohe Personalfluktuation sorgte für ständige Unruhe; das verbleibende Personal war dauerhaft mit Selbstorgamisierter Einarbeitung neuer Kolleg*innen belastet, eine Einarbeitung durch die Leitung, den Träger oder eine zugewiesene peson gibt es nicht.
- Fehlender Austausch: Teambesprechnungen und päd. Austausch fanden so gut wie nie statt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird darauf Wert gelegt wobei es gleichzeitig auch keine Müllrennung gibt

Gehalt/Benefits

Bezahung unter Tvöd sue

Image

Klassischer Fall von Außen hui innen pfuii
- Homepages zudem unglaublich veraltet


Karriere/Weiterbildung

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.