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Bewertung

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Pädagogische Konzepte wunderbar - Kinderrechte im Fokus - Nur Führungskraft darf man hier nicht sein.

2,5
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Ex-FührungskraftHat bis 2024 im Bereich Administration / Verwaltung bei Fröbel Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH in Berlin gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das pädagogische Konzept, wenn es so gelebt werden würde, wie es auf dem Papier steht. Leider ist durch ständige Unterbesetzung und der Fokus auf der schwarzen Null, das kaum möglich. Das frustriert alle, auch Familien und Kinder. Im Grunde steht Fröbel für das richtige.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Als weibliche Führungsperson wird man nicht ernst genommen. Wahlweise zeigt man zu viel oder zu wenig Emotion. Bringt sich zu viel oder zu wenig ein. Ist wahlweise überfordert oder unterfordert, je nachdem was gerade ins Narrativ passt. Aufstiegsmöglichkeiten über die Einrichtungsleitungsebene hinaus, ist nicht gegeben. Strategien, Konzepte, pädagogische Dokumente in Hülle und Fülle, die alle gut durchdacht sind, aber an der Basis nicht angewandt werden können, weil der Alltag alle Zeit auffrisst.

Verbesserungsvorschläge

Raus aus dem Modus nur noch in Zahlen und Belegungen zu denken. Personal ernst nehmen. Überlastungen nicht negieren, sondern offen ansprechen und Lösungen gemeinsam suchen, was weggelassen werden kann. Weibliche Führungskräfte suchen und binden. Zu Führung gehört auch eine gesunde Führungskultur, die nicht nur auf Druck ausgelegt ist.

Arbeitsatmosphäre

Im eigenen Team gut, als Führungskraft, konnte ich das immer mit steuern. Nach oben sah das anders aus. Aktiv mitarbeiten ist ungern gesehen, auf Ebene der Geschäftsleitungen. Man ist dann schnell unangenehm, weil man Ideen hat. Super ist das man im Haus des Lehrers immer Ansprechpartner findet, die auch helfen können.

Image

Nach Außen wird viel gemacht - die eigene Marketingabteilung, macht wirklich eine gute Arbeit. Hinter die Kulissen sollte man dann aber nicht so genau schauen. Fröbel Standards gibt es zwar ob man sie umsetzt ist optional. Mein Tipp, weniger Marketing, mehr auf die Mitarbeitenden schauen, gerade auf die Einrichtungsleitungen, dann kommen auch die Familien wieder und die Häuser sind voll.

Work-Life-Balance

Als Leitung bei Fröbel, kann man Life vergessen. Wenn man 8 Stunden Kinderdienst geschafft hat, muss man sich für fehlende Reporte, oder Zuarbeiten rechtfertigen und hier noch eine Zertifizierung erledigen, oder da noch eben schnell einen Bericht verfassen. Zehn Stunden Arbeitstage sind nicht selten, wobei man ständige Überstunden sammelt, die man dann kaum wieder wegbekommt. Ich kam sehr oft völlig übermüdet und kaputt nach Hause.

Karriere/Weiterbildung

Fortbildungen sind immer Top gewesen, ob E-Learning oder Weiterbildungen, da konnte man immer viel mitnehmen.

Gehalt/Benefits

Als ich gewechselt habe, habe ich 300 Euro mehr verdient, auf gleicher Position. Gut ist die Benefitkarte und das Job Ticket (Deutschlandticket)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird viel über BNE gesprochen, gelebt wurde es bei uns im Haus nur an den Punkten, wo ich als Leitung darauf geachtet habe.

Sozialbewusstsein: Als ich ausgestiegen bin, fing es an das in Leitungsrunden darüber gesprochen wurde, welche Mitarbeitenden man kündigen möchte, da es zu viele Personalstunden gibt.

Kollegenzusammenhalt

In der Not, steht man eben zusammen. Da die Personaldecke so dünn ist, bleibt nur im ständigen Krisenmodus zu überleben. Leitungen die im pädagogischen Dienst sind, sind Alltag.

Umgang mit älteren Kollegen

Tatsächlich super, da es Stundenreduzierungen gibt und man schon versucht, auch ältere Kollegen im Unternehmen zu halten.

Vorgesetztenverhalten

Geschäftsleitungen sind angeblich in "Gesund Führen" geschult worden. Davon habe ich nichts gemerkt. Druck, Druck, Druck - Alles wird weitergegeben, als Leitung hat man so viele Aufgaben, das ist nicht zu bewältigen. Die Basis wird schon lange nicht mehr mit einbezogen oder gefragt. Leitungsrunden, wenn sie stattfinden, werden immer mehr zu Arbeitsübertragungsrunden. Wertschätzung, wie zu Beginn meiner Zeit bei Fröbel gibt es nicht mehr. Es zählt nur noch Leistung und wer sein Haus vollbelegt hat. Sozialraumumstände etc. zählen dabei nicht. Man muss sich ständig rechtfertigen, wenn man auch nur fünf Plätze nicht belegt hat.

Arbeitsbedingungen

Ständige Überlastung, Überlastungsanzeigen werden als unprofessionell abgestempelt. Es gibt keine richtigen Notfallpläne, bei Personalmangel. Die Ausstattung für Leitungen dagegen ist technisch auf hohen Niveau. Hilft nur nicht, wenn man nie die Zeit hat überhaupt im Büro zu sein. Die schwarze Null steht über allem. Hat man freie Plätze im Kindergarten, wird Personal abgezogen bzw. bekommt es nicht wieder.

Kommunikation

Es wird von oben entschieden, was wie gemacht wird. Was in einem Fröbel Haus gilt, sieht man noch lange nicht im anderem. Die Kommunikation auf Leitungsebene ist beherrscht von Neid und Missgunst. Es wird viel gelästert. Informationen bekommt man, wenn man einen guten Geschäftsleiter (Leiterin) hat, wenn man hier Pech hat, dann weiß man gar nichts mehr. Geschäftsleiter entscheiden sehr willkürlich, wer gute Arbeit macht und wer nicht. Es werden Versprechungen gemacht, die nicht gehalten werden: z.B. das man Gesprächstermine bekommt.

Gleichberechtigung

Meine Erfahrung war keine Gute in der Hinsicht. Als weiblich gelesene Person ist man im Unternehmen, maximal auf Einrichtungsleitungsebene gerne gesehen. Die meisten Geschäftsleiter sind Männer und so wird auch geführt, Zahlen, Belegung, Zahlen, Belegung. Pädagogische Werte sind null und nichtig, was so schade ist denn Fröbel hätte hier gute Konzepte. Weibliche Kompetenzen, werden nicht gefördert, die Guten Mitarbeiterinnen sind nach und nach alle gegangen.

Interessante Aufgaben

Ich konnte als Leitung, immer auch meine Ideen in den Arbeitsalltag vor Ort im Kindergarten einbringen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Mathias WendlandtLeiter Personalgewinnung / Head of Recruiting

Liebe Ex-Kollegin, lieber Ex-Kollege,

vielen Dank für Ihre ausführliche Bewertung zu Ihrer Zeit als Einrichtungsleitung bei uns. Es tut uns leid zu hören, dass Sie sich in zentralen Bereichen wie Work-Life-Balance und Führungsverhalten nicht wohl gefühlt haben.

Ihre Kritik nehmen wir sehr ernst und nehmen diese zum Anlass, über wichtige Bausteine für ein kooperative und unterstützendes Miteinander zu sprechen.

Gleichzeitig freut es uns, dass Sie unsere Fortbildungsangebote und den Umgang mit älteren Mitarbeitenden positiv bewerten konnten. Auch dass Sie Ihre Ideen in den Arbeitsalltag vor Ort einbringen konnten, zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.

Zum Thema Gleichberechtigung möchten wir ergänzen, dass 56% unserer Geschäftsleitungspositionen von Frauen besetzt sind. Ihre Wahrnehmung, dass die meisten Geschäftsleitungen Männer sind, überrascht mich.

Ihre konkreten Verbesserungsvorschläge zur Führungskultur und zum Umgang mit Arbeitsbelastung sind wertvoll für uns. Für eine ausführliche Betrachtung lade ich Sie ein, sich für einen direkten Austausch bei mir unter mathias.wendlandt(at)froebel-gruppe.de zu melden.

Herzliche Grüße,
Mathias Wendlandt

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.