Hohe Kollegialität, interessante Aufgaben, aber leider stagnierende Perspektiven.
Arbeitsatmosphäre
Fazit: Die Arbeitsatmosphäre ist als exzellent zu bewerten.
Ich habe durchweg eine herausragend positive Stimmung erlebt. Kolleginnen und Kollegen waren stets hilfsbereit und freundlich. Besonders hervorzuheben ist, dass auch der Chef in stressigen Phasen immer ansprechbar war. Das hat für mich die Arbeitsatmosphäre durchweg sehr positiv geprägt.
Kommunikation
Die Kommunikation war durchgehend vorbildlich.
Es wurde stets offen und ehrlich kommuniziert. Monatliche Mitarbeiterbesprechungen haben diesen Austausch gefestigt. Insbesondere auf der Niederlassungsebene habe ich die Kommunikation als sehr gut empfunden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war außergewöhnlich. Besonders die langjährigen Kolleginnen und Kollegen sprangen in stressigen Phasen ein, waren hilfsbereit und gingen die Extrameile. So wurden weniger optimale Strukturen auch in widrigen Umständen aufgefangen. Das habe ich als sehr kollegial und beeindruckend empfunden – dafür ein großes Dankeschön!
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist auf dem Papier vorhanden, praktisch jedoch oft nicht realisierbar.
Zwar hat man alle Freiheiten in der Zeiteinteilung, doch der Workload und die komplexen Aufgaben, die für den Kunden gelöst werden müssen, sind ohne ausreichende Unterstützung kaum in acht Stunden machbar. Der Druck der Kunden ist hoch, und die Fachabteilungen bieten zu wenig Rückhalt. Das ist ein klarer Punkt, der verbessert werden sollte, da gerade engagierte Kolleginnen und Kollegen darunter leiden.
Vorgesetztenverhalten
Mein ehemaliger Vorgesetzter war ein Vorbild im „Führen, ohne zu führen“. Er verzichtete auf autoritäre Strukturen und leitete mit Subtilität, Menschlichkeit und fachlicher Stärke. Diese Art hat mich vollends überzeugt, weshalb ich ihn als Chef und Mensch außerordentlich geschätzt habe.
Interessante Aufgaben
Mein Aufgabenfeld war äußerst interessant, mit Kunden von Mittelstand bis Konzern. Die Komplexität war herausragend: Vom Vertrieb bis zur Schadenbegleitung, von der Kundenbetreuung über Ausschreibungen bis zu versicherungstechnischen Gesprächen – alles war abwechslungsreich.
Gleichberechtigung
Ja!
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit den älteren Kolleginnen und Kollegen, die aufgrund des höheren Altersdurchschnitts zahlreich waren, war sehr gut. Ihre Erfahrung wurde stark gefordert, doch genau darin lag auch die Herausforderung: Man spürte, dass bei ihnen eine hohe Arbeitsmoral und Tugenden vorhanden waren, was teils zu Überlastung führte. Gleichzeitig waren einige jüngere Kolleginnen und Kollegen – mit Ausnahmen – nicht ganz so produktiv.
Arbeitsbedingungen
Alles da was man braucht- gibt nix zu meckern
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ja!
Gehalt/Benefits
Gehalt und Benefits bewegten sich auf marktdurchschnittlichem Niveau. Allerdings war die Möglichkeit, im Vertrieb signifikant dazu zu verdienen, eingeschränkt – insbesondere, wenn man im Vertriebsaffinen Umfeld tätig war.
Image
Das Image am Markt ist aus meiner Sicht hervorragend. Funk genießt eine starke Reputation, die jedoch maßgeblich auf den Leistungen der Mitarbeitenden beruht. Diese mussten immer wieder mangelhafte Qualität durch persönlichen Einsatz kompensieren. Oftmals wirkte es daher mehr nach außen als es tatsächlich war.
Karriere/Weiterbildung
In den Niederlassungen gibt es leider keine klaren Karriereschritte. Es fehlen Entwicklungsmöglichkeiten, da alle Positionen auf Jahre besetzt sind. Weder gehaltlich noch auf der Karriereleiter ist dann Weiterentwicklung greifbar. Zudem sind Karrierepfade undurchsichtig, da es keine Zielvereinbarungen gibt, die nächste Schritte abbilden. Das war letztlich auch der Grund, weshalb ich langfristig nach neuen Perspektiven gesucht habe.

