Der Fisch stinkt vom Kopf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation mit HR war engmaschig und professionell. Regelmäßige größere Teamevents kamen bei der Belegschaft stets gut an. Das Weiterbildungsangebot ist groß und vielfältig. Auf vielen Ebenen wird versucht eine angenehme flache Hierarchie vorzuleben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Als Führungskraft ist es bei den Reichweitenportalen ein Kampf gegen Windmühlen. Stress-Level ist gewaltig. Unterstützung erhält man von anderen Führungskräften, aber leider nicht von der einen Person, die die gesamte Redaktions-Gemeinschaft führen sollte. Keine genaue Kommunikation, was Erwartungshaltung betrifft. Kein Coaching von ihr. Kein inhaltlicher Input. Besuche der einzelnen Redaktionen finden quasi nie statt. Wöchentliche Jour Fixe werden häufig spontan abgesagt und wenn sie staffinden, werden sie nur alibimäßig geführt, nebenbei schreibt sie mit anderen Personen. Am Ende sind es vereinzelte andere Führungskräfte, die diese Redaktion formen, nur nicht die eine Person ganz oben. In meiner gesamten Zeit dort stammte nicht ein nennenswerter redaktioneller Fortschritt von ihr. Niemand in der Mannschaft kann das verstehen. Weder Führungskräfte noch Mitarbeiter. Das sorgt für ein Klima von Frust und Wut im ganzen Team. Erst recht, wenn mal wieder in launiger Manier unprofessionell rumgepampt wird. Das ist mir in den vielen Jahren redaktioneller Arbeit in dieser Form noch nicht untergekommen.
Verbesserungsvorschläge
Teams (und hierbei im Besonderen das Führungspersonal) müssen bei größeren Entscheidungen früher ins Boot geholt werden. Durch Geheimniskrämerei entsteht große Verunsicherung. Und auch Wertschätzung sieht deutlich anders aus.
Arbeitsatmosphäre
Unter Kollegen ist der Umgang sehr freundlich und hilfsbereit. Auf der Kommunikations-Schiene Vorgesetzter -> Mitarbeiter ist das genaue Gegenteil der Fall
Image
Boulevardmedien genießen hinlänglich nicht den besten Ruf
Work-Life-Balance
Ständige Erreichbarkeit wird mehr oder weniger vorausgesetzt.
Karriere/Weiterbildung
Hier landet man schnell in Sackgassen.
Gehalt/Benefits
Guter Branchen-Durchschnitt
Kollegenzusammenhalt
Kollegen helfen sich permanent gegenseitig und sind quasi "Leidensgenossen".
Umgang mit älteren Kollegen
Wirklich "ältere Kollegen" gibt es kaum.
Vorgesetztenverhalten
Kaum klare Kommunikation. Regelmäßig schnippische Kommentare - auch vor der ganzen Mannschaft.
Arbeitsbedingungen
Büro ist top ausgestattet. Gute, subventionierte Kantine.
Kommunikation
Über kleinere Neuerungen wird man stets umfassend informiert. Doch bei den wirklich wichtigen Entwicklungen lässt man die Mitarbeiter im Trüben fischen.
Gleichberechtigung
Diverses Arbeitsumfeld
Interessante Aufgaben
Vergleichsweise großer Gestaltungsfreiraum.


