Einfach meh - zum notwendigen Überbrücken okay..
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einzelne Kollegen! Es hat mich sehr gefreut über die Mitarbeit nette Menschen (ob Personal oder Kunden) kennengelernt zu haben und halte an diesen schönen Erinnerungen fest. Hat eigentlich nicht so viel mit dem Arbeitgeber selbst zu tun..
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Verkaufsdruck, Machtgefälle und damit verbundene Ungerechtigkeiten, Duldung von unprofessionellen Mitarbeitenden, "das haben wir immer schon so gemacht", unfaire und unnachvollziehbare Personalplanung, kein Vertrauen unter den Mitarbeitenden zum Arbeitgeber, nur ein Samstag im Monat frei.
Verbesserungsvorschläge
Mal ganz ordentlich nach innen schauen: Wie kann mehr Vertrauen zwischen Arbeitgeber und -nehmer aufgebaut werden? Wie können wir Personal langfristig halten? Effizientere Personalplanung.. Sich generell mit Effektivität und Effizienz auseinander setzen. Und eine Tariftabelle wäre etwas Feines!
Arbeitsatmosphäre
Sehr unterschiedlich auf den verschiedenen Etagen. Manche Teams waren sehr gestresst und genervt vom niedrigen Personalschlüssel. Sogar die Geschäftsleitung selbst musste öfter in unterbesetzten Abteilungen aushelfen. Gleichzeitig wurde neues Personal in anderen Abteilungen eingestellt, wo Aufgaben sowieso schon möglichst langsam abgearbeitet wurden. Wenig bis überhaupt nicht nachvollziehar und Quelle für Frust.
Ständiges und übertriebenes Animieren zum Kleben der Verkäufernummern war sehr nervig.
Einzelne Kollegen verhielten sich sehr unsachlich, unprofessionell und provozierend in der Zusammenarbeit. Probleme wurden künstlich erzeugt, Unmut durch Lästern/Petzen/Verurteilen gesät und Machthebel betätigt, wo es nur ging. Diese Mitarbeitenden berichteten wann immer möglich der Geschäftsführung und bescherten einzelnen Kollegen ernste Probleme. Die Petzerei wurde durch die Geschäftsleitung geduldet, wenn nicht sogar wertgeschätzt.
Sonst größtenteils ein freundliches Team, in dem ich viele nette Menschen kennenlernen durfte, nachdem ich raus hatte, von wem ich mich lieber fern halte.
Image
Komischerweise hält Galeria von sich selbst extrem viel und man merkt, dass sich noch viel Personal an die blühenden glorreichen Zeiten "von damals" erinnert. Ich war vor meiner Mitarbeit nie Kundin bei Galeria und nach meiner Zeit dort kommt mir das Unternehmen intern einfach nur super schwerfällig im Hinblick auf Change Management vor und als würde es einfach nicht verstehen können, welchen Wandel es braucht, um zu überleben.
Work-Life-Balance
Den Aushilfen wurden grundsätzlich die unliebsameren Spätschichten und Samstage zugeteilt und festangestelltes Personal im Dienstplan dauerhaft unter den jeweiligen vertraglichen Wochenstunden eingeplant.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Als kapitalistisches wirtschaftliches Unternehmen, ist Umweltbewusstsein keiner der Werte von Galeria. Traurig zu sehen, in welchen Massen an Verpackung die Ware geliefert wird und wie oft Ware zurückgenommen und ersetzt wird (natürlich eine komplexe und schwierige Thematik..). Im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit könnte das Unternehmen mehr tun, um das Vertrauen seiner Mitarbeitenden zu festigen.
Mehreren Mitarbeitenden wurde bis kurz vor Vertragsende keine Rückmeldung über eine Verlängerung gegeben. So lebten viele Angestellte bis zum letzten Moment in Angst um ihren Job und ihr Einkommen. Als Grund wurde immer die Kurzfristigkeit der Zentrale genannt. Wieso wird hier nicht früh genug geplant, so dass Menschen nicht in solchen Stress versetzt werden?!
Karriere/Weiterbildung
Was wir an "Schulungsmaterial" verinnerlichen mussten, das uns im Verkaufgespräch zu mehr Kompetenz befähigen sollte, war lediglich green washing Werbematerial. Das hatte mit Schulung nichts zu tun, hatte keinerlei fortbildenden Inhalt und hat absolut nichts fürs Beratungsgespräch gebracht.
Kollegenzusammenhalt
Ich mochte den Großteil meiner direkten Teamkolleginnen zwischenmenschlich sehr und habe gerne täglich mit ihnen gearbeitet. Ich schätzte eine offene Kommunikation und das Gefühl im Hinblick auf die zu erledigende Arbeit "gemeinsam an einem Strang zu ziehen".
Einzelne Mitarbeitende waren schwer auszuhalten (siehe Punkt "Arbeitsatmosphäre").
Gleichzeitig bekam ich auf anderen Etagen mit, dass viel über einander geredet wurde. Viele verband der gemeinsame Groll und die Unzufriedenheit gegenüber dem Arbeitgeber. Es schien auch für festangestellte Kollegen keinen Raum zu geben sich zu äußern (Mitarbeitendengespräche?).
Vorgesetztenverhalten
Ich habe immer wieder mitbekommen, wie befristete Verträge nicht verlängert, sondern für diese Stellen einfach neue Kräfte eingestellt wurden (wieso?!), teilweise wurden Kollegen zu Aufhebungsverträgen gedrängt im Unwissen darüber, dass sie diesen nicht unterschreiben müssen. Und wiederum anderen unbefristeten Kollegen wurde mit der Kündigung gedroht bei zu vielen Krankheitstagen. Wertschätzende Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist irgendwie anders..
Arbeitsbedingungen
Das tage-/wochen-/monatelange Stehen hat bei mir zu Knie- und Muskelproblemen in den Beinen geführt.
Kommunikation
1x wöchentlich "Rolltreppengespräch": eher ein Verkaufszahlen-Briefing als ein "Gespräch", von dem ich mir fälschlicherweise erhofft hatte Rückmeldung aus dem Verkaufs-Alltag geben zu können.
Gehalt/Benefits
Mindestlohn :(
Interessante Aufgaben
Größtenteils unterfordernd und intellektuell nicht auslastend. Der geringe Anspruch hat auf jeden Fall kurzzeitig zum Abfallen meiner Hirnleistung geführt. Zudem war das dauernde Stehen und der Frust der Kollegen anstrengend.
