Schwach angefangen, stark nachgelassen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der direkte Kundenkontakt wird als positiver Bestandteil des Arbeitsalltags wahrgenommen und stellt eine der Stärken der Tätigkeit dar. Zudem wird der Zusammenhalt im Team überwiegend als gut und unterstützend erlebt, mit grundsätzlich gleichwertigem Umgang unter den Kolleginnen und Kollegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kritisch gesehen werden vor allem eine teilweise unklare und wechselhafte Kommunikation sowie fehlende Transparenz bei Entscheidungen von der Führungsebene. Außerdem wirken Entwicklungsmöglichkeiten und Gehaltsanpassungen nicht immer ganz nachvollziehbar oder verlässlich. Dazu kommen organisatorische Probleme, veraltete Systeme und teils sehr langsame Problemlösungen, die den Arbeitsalltag zusätzlich erschweren.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungspotenzial sehe ich vor allem in einer klareren und transparenteren Kommunikation der Führungsebene sowie in einheitlichen, nachvollziehbaren Entscheidungswegen. Das Verhalten von Vorgesetzten wirkt dabei teilweise wenig konsistent, insbesondere im Umgang mit Rückmeldungen und in der Verantwortungszuordnung.
Auch im Bereich Gehalt und Vergütung besteht aus meiner Sicht Optimierungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der Nachvollziehbarkeit von Anpassungen und der Verbindlichkeit von Zusagen. Entwicklungsmöglichkeiten sollten klarer definiert und konsequenter umgesetzt werden.
Zudem wäre eine bessere Abstimmung zwischen Aufgabenumfang und verfügbaren Ressourcen sinnvoll, da zunehmend zusätzliche Aufgaben in die Stores verlagert werden. Auch die Modernisierung von IT- und Warenwirtschaftssystemen sowie schnellere Prozesse bei der Behebung technischer oder baulicher Probleme würden den Arbeitsalltag deutlich erleichtern.
Insgesamt würden mehr Struktur, Verlässlichkeit und Transparenz in Führung, Vergütung und Prozessen die Arbeitsbedingungen spürbar verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeit im Kundenkontakt wird grundsätzlich als sehr positiv erlebt und ist ein klarer Stärke des Arbeitsalltags. Gleichzeitig wird die Arbeitsatmosphäre durch unklare Kommunikation, organisatorische Mängel und teils schleppende Problemlösungen auf Leitungsebene spürbar belastet, was zu zusätzlichem Stress und Unsicherheiten in den Stores führt.
Kommunikation
Die Kommunikation von der Führungsebene wird teilweise als unzureichend und wenig transparent wahrgenommen. Wichtige Informationen werden nicht immer klar oder rechtzeitig weitergegeben, was zu Unsicherheiten und Missverständnissen im Arbeitsalltag führen kann.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist insgesamt solide und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Gleichzeitig ist es im Arbeitsalltag wichtig, sorgfältig zu wählen, mit wem man bestimmte Themen bespricht, da die Offenheit, der Wahrheitsgehalt und Verlässlichkeit im Austausch je nach Person variieren kann.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance in einem One-Man-Store ist durch die Öffnungszeiten von Dienstag bis Samstag deutlich eingeschränkt. Durch die alleinige Besetzung des Stores entsteht wenig Flexibilität bei Arbeitszeiten und Erholung, da Abwesenheiten nur schwer abgedeckt werden können.
Vorgesetztenverhalten
Die Zusammenarbeit mit der Führungsebene wird teilweise durch fehlende oder unklare Kommunikation erschwert. Positive Entwicklungen werden dabei häufig der oberen Führungsebene zugeschrieben, während Herausforderungen und Probleme überwiegend den Store Managern angelastet werden. Zudem entsteht stellenweise der Eindruck, dass persönliche Nähe zur Führungsebene Einfluss auf die Behandlung einzelner Mitarbeitender haben kann. Gleichzeitig bleiben Probleme aufgrund fehlender Ressourcen oder mangelnder Zeit für Mitarbeiterführung häufig über längere Zeit ungelöst. Auch der Umgang mit Kritik wirkt nicht immer offen oder konstruktiv, was die Kommunikation zusätzlich erschwert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben in einem Games Workshop- bzw. Warhammer-Store können auf Dauer recht monoton wirken, da sich viele Abläufe und Tätigkeiten täglich wiederholen und wenig Abwechslung im Arbeitsalltag entsteht.
Die Kreativität der Angestellten wird hier immer weiter eingeschränkt.
Der angenehmste Teil des Arbeitsalltags ist der direkte Kontakt mit den Kundinnen und Kunden. Dabei begegnet man vielen unterschiedlichen Menschen und Persönlichkeiten, was den Arbeitstag deutlich angenehmer macht.
Gleichberechtigung
Kolleginnen und Kollegen werden meiner Erfahrung nach grundsätzlich gleichwertig behandelt. Allerdings sollte man mit dem teils grenzwertigen Humor einiger Mitarbeitender umgehen können, da dabei gelegentlich auch grenzwertige Witze fallen.
Umgang mit älteren Kollegen
Wer zum engeren Kreis rund um die Chefetage gehört, hat vermutlich gute Chancen, auch langfristig und im höheren Alter angenehm im Unternehmen tätig zu sein. Außerhalb dieses Kreises scheint die Mitarbeiterbindung jedoch deutlich geringer zu sein, weshalb viele Kolleginnen und Kollegen nicht lange im Unternehmen bleiben.
Häufig erfolgen Kündigungen vonseiten der Mitarbeitenden selbst. Teilweise entsteht zudem der Eindruck, dass fragwürdige Maßnahmen angewandt werden, um Mitarbeitende indirekt zum Verlassen des Unternehmens zu bewegen.
Arbeitsbedingungen
Veraltete Technik sowie ein überholtes Warenwirtschaftssystem erschweren die täglichen Arbeitsabläufe erheblich und führen regelmäßig zu unnötigem Mehraufwand sowie ineffizienten Prozessen.
Auch gemeldete Missstände im Store – beispielsweise Probleme mit der Eingangstür oder der Heizung – werden oftmals über Monate hinweg nicht bearbeitet. Dadurch entstehen nicht nur zusätzliche Belastungen für die Mitarbeitenden, sondern auch vermeidbare Einschränkungen im Arbeitsalltag und für die Kundschaft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Ware wird zunehmend ohne Kunststoffverpackung geliefert, was grundsätzlich positiv zu bewerten ist. Allerdings werden ältere Warenbestände häufig nicht sinnvoll abverkauft, sondern stattdessen entsorgt. Dadurch verliert der Anspruch an Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein deutlich an Glaubwürdigkeit.
Zudem ist sich das Unternehmen zumindest auf dem Papier seiner Rolle als Safe Space für eine vielfältige und diverse Community bewusst. Wie konsequent dieser Anspruch tatsächlich umgesetzt wird, hängt jedoch stark vom jeweiligen Store Manager ab.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt steht in keinem angemessenen Verhältnis zu den umfangreichen Aufgaben, die mit der Position als „Store Manager“ verbunden sind. Zudem werden zunehmend Aufgaben aus dem mittleren Management auf die Stores übertragen, ohne dass eine entsprechende Gehaltsanpassung erfolgt.
Mündlich zugesagte Gehaltserhöhungen werden anschließend häufig relativiert oder nicht eingehalten. Statt klarer Kommunikation wird man vertröstet oder mit Aussagen wie „Das haben Sie leider falsch verstanden“ abgespeist.
Image
Das Unternehmen wirkt nach außen als stark markenorientierter und kundenfokussierter Retail-Anbieter, während intern auf Store-Ebene teilweise eine hohe Abhängigkeit von einzelnen Führungspersonen sowie eine nicht durchgängig einheitliche und konsistente Organisationsstruktur wahrgenommen wird.
Karriere/Weiterbildung
Leider bestehen kaum echte Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Die Ausbildungspositionen sind lediglich an interne Schulungen gekoppelt, die bei anderen Arbeitgebern keine relevante Anerkennung finden.
Auch die interne Schulungsplattform bietet nach der Einarbeitung keine sinnvollen Perspektiven zur fachlichen, persönlichen oder beruflichen Weiterentwicklung.