Beständig im Stillstand
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mein Eindruck von GSP: Ein sehr kleines Unternehmen mit dem Selbstverständnis eines Großkonzerns. Statt Professionalität prägen aus meiner Sicht Provinzialität, fehlende Kompetenz und eine stark hierarchische Kultur den Arbeitsalltag.
Besonders unverständlich finde ich, dass diese Zustände dem Mutterunternehmen GASAG offenbar seit Jahren nicht auffallen. Auffällig ist, dass auf Kununu immer wieder die fachliche und menschliche Eignung der Vertriebsleitung kritisiert wird. Gleichzeitig erscheinen regelmäßig sehr positive Bewertungen, die einen völlig gegensätzlichen Eindruck vermitteln. Das wirkt zumindest ungewöhnlich und lässt Zweifel an der Authentizität aufkommen.
Auch im Vertrieb scheint Leistung nicht das entscheidende Kriterium für Karriere zu sein. Befördert werden nach meinem Eindruck eher loyale als erfolgreiche Mitarbeiter. Anders kann ich mir kaum erklären, warum Personen ohne nennenswerte Vertriebserfolge oder einschlägige Erfahrung in Führungspositionen aufsteigen. Das Ergebnis ist entsprechend: Der Vertrieb wirkt wenig schlagkräftig, während die Zahl der Führungskräfte gefühlt höher ist als die der tatsächlich vertrieblich tätigen Mitarbeiter.
Ebenso irritiert mich die Standardreaktion der Personalabteilung auf kritische Bewertungen. Wenn über Jahre hinweg ähnliche Kritikpunkte von unterschiedlichen ehemaligen Mitarbeitern geäußert werden, sollten eigentlich die Alarmglocken läuten. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Kritik routinemäßig zurückgewiesen wird, ohne sich ernsthaft mit den zugrunde liegenden Problemen auseinanderzusetzen.
Verbesserungsvorschläge
Besonders auffällig ist die hohe Fluktuation. Mitarbeiter kommen und gehen, während bestimmte Führungskräfte trotz der seit Jahren wiederkehrenden Kritik unverändert im Amt bleiben. Das wirft zwangsläufig die Frage auf, ob die eigentlichen Ursachen für die personellen Abgänge überhaupt hinterfragt werden.
Insgesamt entsteht der Eindruck eines Selbstbedienungsladens. Einzelne Mitarbeiter erhalten Privilegien wie Dienstfahrzeuge oder andere Vorteile, während für andere offensichtlich andere Maßstäbe gelten. Transparente und nachvollziehbare Kriterien sind dabei für mich nicht erkennbar.
Moderne Mitarbeiterführung scheint keine besondere Priorität zu haben. Wertschätzung, Entwicklung und eine offene Fehlerkultur habe ich vermisst. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Anpassung an bestehende Strukturen wichtiger ist als Leistung oder fachliche Kompetenz.
Mein Rat an Bewerber: Wer hier anfängt, sollte sich früh ein eigenes Bild machen. Entweder man passt sich dem bestehenden System an oder man orientiert sich rechtzeitig weiter. Langfristige Perspektiven sehe ich unter den derzeitigen Strukturen nur eingeschränkt.

