12 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
12 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
12 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Das Erstgespräch war ausgesprochen positiv: wertschätzend, strukturiert und auf Augenhöhe. Mir wurde klar signalisiert, dass ich auf der Shortlist stehe und das Zweitgespräch mit dem Manager nur noch eine Formalität sei. Zusätzlich wurde ich aufgefordert, bis zum nächsten Tag eine verbindliche Zu oder Absage zu geben, ein ungewöhnlich hoher Erwartungsdruck, der aber gleichzeitig den Eindruck vermittelte, dass man mich wirklich einstellen möchte. Dieses klare Erwartungsmanagement hat Hoffnungen geweckt, die man als Bewerber ernst nimmt.
Im Zweitgespräch zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Der Manager erschien erst rund sechs Minuten verspätet, was bereits einen unprofessionellen Einstieg erzeugte. Die zuvor angekündigte „Formalie“ entwickelte sich dann zu einem Gespräch, das inhaltlich kaum noch etwas mit dem Erstgespräch zu tun hatte. Statt eines Kennenlernens wurde das Gespräch fast vollständig auf vermeintliche Lebenslauflücken reduziert. Dieses Thema dominierte den gesamten Termin, obwohl es im Erstgespräch weder kritisch bewertet noch als Problem dargestellt wurde.
Besonders irritierend war, dass ich erneut aufgefordert wurde, „eine Nacht drüber zu schlafen“ und am nächsten Tag eine Rückmeldung zu geben, exakt das Gegenteil der Erwartungshaltung aus dem Erstgespräch, in dem man von mir eine schnelle Entscheidung verlangt hatte. Dieser Widerspruch verstärkte den Eindruck eines inkonsistenten und wenig professionellen Prozesses.
Der abrupte Fokuswechsel, die verspätete Gesprächsführung und die widersprüchlichen Erwartungen wirkten insgesamt distanziert und wenig wertschätzend. Es entstand der Eindruck, dass die Entscheidung längst gefallen war und das Zweitgespräch nur noch pro forma stattfand.
Positiv:
Sehr gutes, wertschätzendes Erstgespräch
Klare Darstellung der Aufgaben im ersten Termin
Freundliche Gesprächsatmosphäre zu Beginn
Negativ:
Falsches Erwartungsmanagement („Formalie“, „Shortlist“, verbindliche Rückmeldung bis zum nächsten Tag)
Manager erscheint verspätet zum Zweitgespräch
Zweitgespräch widerspricht vollständig den Aussagen aus dem Erstgespräch
Übermäßiger Fokus auf Lebenslauflücken statt auf Kompetenzen
Erneute Aufforderung zur schnellen Rückmeldung ,diesmal in entgegengesetzter Richtung
Gespräch wirkte nicht vorbereitet und nicht mehr auf Augenhöhe
Eindruck eines bereits feststehenden Ergebnisses
Fehlende Transparenz und Konsistenz im gesamten Prozess
Fazit:
Der Bewerbungsprozess begann stark und professionell, endete jedoch mit einem deutlichen Vertrauensbruch. Wer im Erstgespräch klare Zusagen macht und Bewerber zu schnellen Entscheidungen drängt, sollte diese Verbindlichkeit auch selbst einhalten. Der starke Kontrast zwischen beiden Gesprächen, die Verspätung des Managers und die widersprüchlichen Erwartungen hinterlassen einen enttäuschenden Gesamteindruck.
Ich habe keinerlei Verbesserungsvorschläge. Während des gesamten Bewerbungsprozesses erhielt ich stets schnelle und verbindliche Rückmeldungen. Die Gespräche waren offen, entspannt und sehr menschlich. Zudem wurden alle zugesagten Unterlagen zeitnah bereitgestellt.
Im Erstgespräch wünschte ich mir die Kommunikation des Gehaltsbudgets. Speziell wenn ich meine Gehaltsvorstellung kommunizieren sollte und habe.
Wenn ein Feedback in einer gewissen Zeit zugesagt wird, dann sollte man es auch einhalten. Nach jedem Bewerbungsgespräch musste ich jedes Mal selbst nachhaken. Nach dem zweiten Gespräch habe ich von der Absage erfahren, weil ich zufällig im Bewerberportal nachgeschaut habe. Darauffolgende Anrufe bei der Personalerin, um zu fragen warum es zu einer Absage kam, wurden trotz Ansprache auf die Mailbox ignoriert, ein anderer Anruf von mir wurde weggedrückt. Vier Wochen danach verfasste ich darauf hin eine Mail, um den Grund der Absage zu erfahren und dann erhielt ich auch endlich eine Antwort. Die Hälfte der Mail enthielt vorgefertigte Standardphrasen und eine Aussage zur Ablehnung der Bewerbung: Ich habe zu wenig Microsoft Office/M365 Kenntnisse. ...Die fehlen mir selbstverständlich nach knapp 20 Jahren Beruf und Studium, habe bislang alles mit Notepad und Post-It's gemacht...
Vernünftiges und konstruktives Feedback sieht komplett anders aus. Einen echten Prozess im Bewerbungsmanagement gibt es hier nicht, selbst wenn man es in ein zweites Gespräch geschafft hat und viele Mitarbeiter kennenlernen durfte, erhält man nichts weiter als wochenlanges Schweigen und abstruse Antworten ohne konstruktives Feedback.
Ich habe vor einigen Monaten hier ein Bewerbungsgespräch gehabt, worauf ich immernoch keine Antwort erhalten habe .
Das Gespräch selbst kam sehr schnell zustande. Die Personalerin und der zuständige Abteilungsleiter haben den Eindruck gemacht, als wären sie unvorbereitet.
Sonst habe ich viel gutes über die Firma gehört. Aber es kommt scheinbar darauf an, bei welcher Personalerin man landet.
Es war sehr angenehm, dass nicht ein steifes oder rein punktuelles Frage- Antwortgespräch (und das trotz stark eingeschränkter Möglichkeiten des Bewerbungsprozesses durch die Corona-Pandemie) gewählt, sondern stattdessen erst einmal offen auf einen zugegangen wurde, um sich kennenzulernen. Auf dieser Basis hat sich dann ein gut strukturiertes, geleitetes Gespräch entwickeln können, in dem alle Fragen zur Person, zum Werdegang oder Fähigkeiten, Perspektiven etc. in einem unkomplizierten Dialog beantwortet und umgekehrt auch für einen wichtige Punkte angesprochen werden konnten. In meinen Augen war der Bewerbungsprozess eine optimale Möglichkeit einen ehrlichen Einblick in das Unternehmen zu erhalten.
So verdient kununu Geld.