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Bewertung

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1,4
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei GEA Group Services GmbH in Düsseldorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Nicht mehr viel!

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders schlecht finde ich die mittlerweile permanente Überlastung durch Überstunden und Wochenendarbeit, die praktisch nicht vorhandene Work-Life-Balance sowie die unrealistische Projektplanung im SAP-S/4HANA-Programm. Hinzu kommen eine aus meiner Sicht mangelnde Wertschätzung der Mitarbeiter, die Verschlechterung des Bonussystems trotz steigender Belastung, starre Präsenzvorgaben ohne ausreichende Berücksichtigung familiärer Verpflichtungen sowie ein ausgeprägtes Silodenken, das die Zusammenarbeit erschwert. Besonders bedenklich ist, dass selbst neue Mitarbeiter teilweise bereits nach wenigen Wochen wieder kündigen und sich die Unternehmenskultur nach meiner Wahrnehmung über die Jahre kontinuierlich verschlechtert hat.

Verbesserungsvorschläge

Nach vielen Jahren im Unternehmen ist aus meiner Sicht ein grundlegendes Umdenken auf Managementebene erforderlich. Die zunehmende Arbeitsbelastung, die unrealistischen Projektziele, die faktisch nicht vorhandene Work-Life-Balance, die hohe Fluktuation neuer Mitarbeiter sowie die sinkende Wertschätzung gegenüber der Belegschaft sind deutliche Warnsignale, die nicht länger ignoriert werden sollten. Statt Probleme durch immer mehr Druck, Überstunden, Wochenendarbeit und zusätzliche Präsenzvorgaben lösen zu wollen, sollten realistische Planungen, ausreichende Ressourcen, transparente Kommunikation und eine nachhaltige Mitarbeiterführung im Mittelpunkt stehen. Solange Terminziele und Aktionismus wichtiger sind als die Menschen, die diese Ziele erreichen sollen, werden Motivation, Loyalität und Projekterfolg weiter leiden. Besonders bedenklich ist, dass selbst langjährige Mitarbeiter die Entwicklung als kontinuierliche Verschlechterung wahrnehmen und neue Kollegen teilweise bereits nach wenigen Wochen wieder das Unternehmen verlassen. Die aktuelle Situation sollte daher als Anlass genutzt werden, die Unternehmenskultur, Führungsqualität und Arbeitsbedingungen grundlegend zu hinterfragen und wieder stärker an den Bedürfnissen der Mitarbeiter auszurichten.

Arbeitsatmosphäre

Nach vielen Jahren im Unternehmen muss ich leider feststellen, dass sich die Arbeitsatmosphäre kontinuierlich verschlechtert hat. Was früher durch Zusammenhalt, Pragmatismus und gegenseitige Unterstützung geprägt war, wird heute zunehmend von Druck, Silodenken und Schuldzuweisungen bestimmt. Besonders im SAP S/4HANA-Transformationsprojekt ist die Stimmung vieler Mitarbeiter auf einem Tiefpunkt angekommen.

Kommunikation

Die Kommunikation hat sich ebenfalls verschlechtert. Entscheidungen werden häufig verkündet statt erklärt. Insbesondere bei Themen wie Bonusregelungen, Anwesenheitspflichten oder Projektprioritäten fehlt oftmals die notwendige Transparenz. Dies führt zu Frustration und einem zunehmenden Vertrauensverlust.

Kollegenzusammenhalt

Auch der Kollegenzusammenhalt hat aus meiner Sicht unter den aktuellen Rahmenbedingungen stark gelitten. Der enorme Druck fördert kein gemeinsames Arbeiten, sondern verstärkt Bereichsdenken und Verantwortungsverschiebungen. Viele langjährige Kollegen berichten von einer Entwicklung, die sie in dieser Form früher nicht erlebt haben.

Work-Life-Balance

In meinen vielen Jahren bei GEA habe ich unterschiedliche Phasen erlebt, aber die aktuelle Situation stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Eine echte Work-Life-Balance existiert praktisch nicht mehr. Dauerhafte Überstunden, Wochenendarbeit und ein permanenter Termindruck sind zur Normalität geworden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird zwar propagiert, ist in der Praxis jedoch kaum noch gegeben. Dass neue Mitarbeiter teilweise bereits in den ersten Wochen wieder kündigen, weil sie erkennen, dass dieses Arbeitspensum langfristig nicht tragbar ist, überrascht mich leider nicht.

Vorgesetztenverhalten

Früher hatte man zumindest den Eindruck, dass Führungskräfte die Interessen ihrer Mitarbeiter vertreten und Belastungen ernst nehmen. Heute dominiert aus meiner Sicht ein Führungsstil, der primär auf Termine, Eskalationen und Statusberichte ausgerichtet ist. Die Belastungsgrenzen der Mitarbeiter scheinen dabei nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Kritische Hinweise aus der Belegschaft werden häufig zur Kenntnis genommen, führen jedoch selten zu spürbaren Verbesserungen.

Interessante Aufgaben

Das SAP S/4HANA-Transformationsprojekt wäre grundsätzlich eine einmalige Chance, an einer der größten Veränderungen im Konzern mitzuwirken. Leider werden die fachlich interessanten Aufgaben durch die Arbeitsbedingungen, die hohe Fluktuation, den enormen Druck und die fehlende Wertschätzung nahezu vollständig überschattet.

Gleichberechtigung

Die aktuellen Rahmenbedingungen benachteiligen insbesondere Mitarbeiter mit familiären Verpflichtungen. Starre Präsenzvorgaben und eine Kultur permanenter Verfügbarkeit lassen wenig Raum für individuelle Lebenssituationen. Von moderner und familienfreundlicher Arbeitsgestaltung ist das weit entfernt.

Umgang mit älteren Kollegen

Gerade langjährige Mitarbeiter, die den Konzern über viele Jahre begleitet haben, erleben derzeit mit Sorge, wie sich die Unternehmenskultur verändert. Erfahrung und Loyalität werden zwar gerne hervorgehoben, spiegeln sich im täglichen Umgang jedoch immer weniger wider.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen haben sich über die Jahre kontinuierlich verschlechtert. Im aktuellen Transformationsprojekt sind Überstunden eher die Regel als die Ausnahme. Obwohl diese vertraglich bereits abgegolten sind, wird ein entsprechender Einsatz faktisch erwartet. Gleichzeitig ist ein Abbau der geleisteten Mehrarbeit praktisch unmöglich. Das Projekt wirkt massiv überambitioniert und wird auf dem Rücken der Mitarbeiter umgesetzt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Von sozialer Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern ist im Projektalltag wenig zu erkennen. Die zusätzlichen Präsenzpflichten treffen insbesondere Mitarbeiter mit Familien, langen Anfahrtswegen oder Pflegeverantwortung. Dass entsprechende Bedenken sogar beim Betriebsrat thematisiert werden mussten, zeigt bereits die Tragweite der Entscheidung.

Gehalt/Benefits

Besonders enttäuschend empfinde ich die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich Wertschätzung und Sozialleistungen. Während die Anforderungen und Belastungen stetig steigen, werden gleichzeitig etablierte Leistungen reduziert oder verschlechtert. Die Anpassung des Bonussystems speziell für das Projekt hat bei vielen Mitarbeitern erheblichen Unmut ausgelöst, da trotz außergewöhnlicher Belastung nur noch ein Bruchteil der früher erwartbaren Bonuszahlungen erreicht wird. Viele Kollegen fühlen sich dadurch schlicht nicht ernst genommen.

Image

Die Außendarstellung des Konzerns hat immer weniger mit der Realität zu tun, die viele Mitarbeiter täglich erleben. Nach außen präsentiert man sich modern, innovativ und mitarbeiterorientiert. Intern erleben viele Beschäftigte jedoch eine Kultur, die zunehmend von Druck, Personalmangel und permanenter Überlastung geprägt ist. Als langjähriger Mitarbeiter fällt dieser Widerspruch besonders deutlich auf.

Karriere/Weiterbildung

Interessante Projekte und Entwicklungsmöglichkeiten waren früher ein wesentlicher Grund, langfristig im Unternehmen zu bleiben. Heute bleibt aufgrund der enormen Arbeitsbelastung oft kaum Zeit für echte Weiterbildung oder persönliche Entwicklung. Statt langfristiger Qualifizierung steht das kurzfristige Abarbeiten von Projektaufgaben im Vordergrund.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.