Ok für den Berufseinstieg
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich musste diese Bewertung inzwischen 8x korrigieren, da angeblich immer Passagen enthalten waren, die unwahr sind. Auch ne Möglichkeit mit Kritik umzugehen.
Verbesserungsvorschläge
Fragt die Leute, warum sie gehen und nehmt das Feedback ernst. Im ersten Abfindungspaket gab es Bereiche, die nicht berücksichtigt werden konnten, so groß war der Zuspruch. Diese Teinehmer des Freiwilligenprogramms können sicherlich alle ein objektives Feedback geben, warum sie gegangen sind.
Nehmt die NPS-Befragungen und Culture flash-Ergebnisse ernst. Wenn all Leute unzufrieden sind mit dem Gehalt, dann hat das vielleicht nichts grundsätzliches.
Man soll Reisende nicht aufhalten, aber vielleicht sollte man den Grund der Reise erfragen.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe diese Firma geliebt. Wirklich. Lange Zeit war es ein Geschenk, in die Hafencity zu fahren. Trotz Überstunden en masse, trotz Großraumbüro. Warum? Weil es wirklich ein ganz besonderes Unternehmen mit einem einzigartigen Flair und Charme war.
Image
Ist noch sehr gut.
Work-Life-Balance
Mir sind Fälle bekannt, dass Kollegen noch länger sitzen, nur damit sie nicht als erster gehen. Obwohl die Arbeit erledigt ist. Liegt sicherlich an jedem einzelnen, aber trägt nicht zur Work-Life-Balance bei.
Feiern und soziale Events sind ein fester Bestandteil der Kultur und beeinflussen die Wahrnehmung positiv.
Karriere/Weiterbildung
Für viele gute Leute ist schnell Schluss. Das hat viele Gründe:
-Man darf nicht zu gut sein, denn sonst fehlt die Arbeitsfähigkeit. Leistung wird nicht unbedingt belohnt
-Man darf nicht zu unbequem und abweichend von sein der vorgegebenen Meinung
-Man braucht einen Fürsprecher
-Das Bauchgefühl entscheidet
Aus diesen Gründen wechseln Potentials, um dann woanders deutlich schneller und besser Karriere zu machen.
Gehalt/Benefits
Man bekommt pünktlich sein Gehalt. Ob dieses marktgerecht ist, muss jeder für sich selber beurteilen. Für mich war ein 30% Sprung nach dem Wechsel möglich. Zuzüglich variabler Gehaltsbestandteile, die bei GH keine Rolle spielen. Als AT-ler bekommt man what you see is what you get. Es gibt zwar Tantieme, aber die wurde in meiner Zugehörigkeit 1x voll, 1x gar nicht (bedingt durch Corona) und 6x teilweise ausgezahlt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kommt darauf an, aus welcher Perspektive man schaut. Grundsätzlich werden viele soziale Projekte unterstützt. Paperless oder digitales Arbeiten steckt aber noch in den Kinderschuhen.
Kollegenzusammenhalt
Ist super gewesen und hat rückwirkend über vieles hinweggetäuscht.
Umgang mit älteren Kollegen
Entweder man bleibt für immer oder man geht schnell wieder.
Arbeitsbedingungen
Großraumbüros, aber trotzdem gutes Arbeiten wird ermöglicht. Fühlt sich nicht wie Großraumbüros an.
Kommunikation
Der Flurfunk funktioniert, auch noch weit nach dem Jobwechsel. Die interne Kommunikation war damals sehr ausbaufähig und hat sich auch nicht weiter verändert. Dafür funktionieren alle Kanäle zur Außendarstellung aber ausgezeichnet.
Gleichberechtigung
Viele Frauen in der unteren / mittleren Führungsebene. Oben wird es dünner.
Interessante Aufgaben
Jeder ist seines Glückes Schmied. Die Aufgaben sind häufig monoton und "normal." Verbesserungsvorschläge verpuffen häufig auf der nächsthöheren Führungsebene. Ob sie nicht weitergegeben, subjektiv abgeschmettert oder als Gefahr für die eigene Position gesehen werden kann ich nicht beurteilen.

