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Bewertung

Ausbildungsbewertung

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Fachinformatiker für Systemintegration im Bereich IT bei Hans Geis GmbH und Co KG in Bad Neustadt a.d.Saale abgeschlossen.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Gleitzeit ermöglicht eine flexible Gestaltung des Arbeitsalltags. Die Ausbildungsvergütung war angemessen und für die Berufsschule wurde ausreichend Lernzeit eingeräumt. Innerhalb der einzelnen Teams gab es viele hilfsbereite Kollegen, die ihr Wissen gerne weitergegeben haben.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Ausbildungsqualität war stark davon abhängig, in welchem Team man eingesetzt wurde und wer gerade für die Betreuung zuständig war. Eine nachvollziehbare Ausbildungsplanung habe ich häufig vermisst. Wichtige Fachbereiche konnten teilweise trotz mehrfacher Nachfrage nicht durchlaufen werden.

Die Kommunikation war insbesondere bei Entscheidungen der Führungsebene oft unklar oder widersprüchlich. Nach außen wird mit kurzen Entscheidungswegen und Transparenz geworben, intern habe ich dies jedoch häufig anders erlebt. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Eigeninitiative und Interesse nicht immer gleichermaßen gefördert wurden.

Verbesserungsvorschläge

Die Ausbildung sollte stärker strukturiert und einheitlich gestaltet werden. Jeder Auszubildende sollte die Möglichkeit erhalten, alle relevanten Fachbereiche kennenzulernen - unabhängig von der jeweiligen Teamzuordnung oder persönlichen Kontakten.

Außerdem wünsche ich mir mehr Transparenz bei Entscheidungen, insbesondere bei Teamwechseln und Übernahme nach der Ausbildung. Fragen sollten zeitnah beantwortet werden und Zusagen sollten verlässlich eingehalten werden. Führung bedeutet für mich auch, Auszubildende auf Augenhöhe zu behandeln, Feedback konstruktiv zu geben und sie bei ihrer fachlichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre hing stark davon ab, welche Kollegen gerade im Büro waren und welche Vorgaben aktuell galten. Da viel Homeoffice gearbeitet wurde, saßen Auszubildene häufig alleine oder überwiegend mit anderen Azubis im Büro. Das erschwerte den fachlichen Austausch und das Lernen im Arbeitsalltag.

Karrierechancen

Zum Zeitpunkt meiner Bewerbung wurde noch mit einer Übernahmegarantie nach der Ausbildung geworben. Am Ende wurden jedoch nur zwei von vier Auszubildenden übernommen. Eine offene und nachvollziehbare Kommunikation über die Entscheidungen hätte ich mir gewünscht. Dass mittlerweile nur noch mit "guten Übernahmechancen" geworben wird, spricht aus meiner Sicht für sich.

Arbeitszeiten

Die Gleitzeit war ein großer Pluspunkt und hat eine flexible Gestaltung des Arbeitstages ermöglicht.

Ausbildungsvergütung

Die Vergütung entsprach dem Üblichen und war insgesamt angemessen.

Die Ausbilder

Die Qualität der Ausbildung hing leider stark davon ab, welcher Ausbilder gerade zuständig war. Während ein Ausbilder engagiert war und sich auch nach seinem offiziellen Wechsel weiterhin für die Azubis eingesetzt hat, fehlte es bei anderen an Organisation, Kommunikation oder Führungskompetenz.

Teilweise wurden Probleme eher von anderen angesprochen, anstatt sie sachlich unter vier Augen zu klären. Eine Kommunikation auf Augenhöhe habe ich nicht immer erlebt. Insgesamt fehlte eine konstante Betreuung über die gesamte Ausbildungszeit

Spaßfaktor

Der Spaßfaktor war eine Achterbahnfahrt. Gute Phasen gab es durchaus, sie hingen aber hauptsächlich von den Aufgaben, den Kollegen und den jeweils aktuellen Entscheidungen der Führungsebene ab.

Aufgaben/Tätigkeiten

Positiv war, dass genügend Zeit für das Lernen der Berufsschulinhalte eingeräumt wurde. Im Arbeitsalltag waren die Aufgaben jedoch häufig sehr eintönig und wiederholten sich über lange Zeiträume.

Variation

Die versprochene Vielseitigkeit einer IT-Ausbildung konnte ich leider nicht erleben. Welche Bereiche man kennenlernen durfte, hing weniger von den Ausbildungszielen als von der jeweiligen Einteilung und teilweise auch von persönlichen Beziehungen ab.

Gerade für Fachinformatiker wichtige Bereiche wie Netzwerk oder Server standen vielen Auszubildenden trotz mehrfacher Nachfrage nicht offen. Statt klarer Antworten erhielt man oft widersprüchliche Aussagen, ob man Kollegen begleiten oder sie lieber nicht bei der Arbeit stören solle.

Respekt

Innerhalb der eigenen Teams war der Umgang meist respektvoll. Abteilungsübergreifend und insbesondere im Kontakt mit Führungskräften habe ich das teilweise anders erlebt. Die nach außen kommunizierten kurzen Entscheidungswege und die Transparenz entsprachen nicht immer dem Eindruck im Arbeitsalltag.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.