Geis Gruppe Logo

Geis 
Gruppe
Bewertung

Kaum Struktur, schwache Führung, keine Perspektive

1,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei Geis Industrie - Service GmbH in Forchheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv war für mich vor allem die persönliche Erkenntnis nach über 11 Jahren im Unternehmen. Durch die schlechten Erfahrungen dort habe ich erkannt, wie wichtig ein gutes Arbeitsumfeld ist – und dass es Arbeitgeber und Jobs gibt, zu denen man gerne geht und bei denen Arbeit auch Spaß machen kann.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders schlecht war das Führungsverhalten. Vom Teamleiter bis zur Standortleitung fehlten fachliche Kompetenz, Führungsstärke und funktionierende Kommunikation. Dieses strukturelle Führungsversagen prägte den gesamten Arbeitsalltag negativ.

Verbesserungsvorschläge

Der Arbeitgeber sollte dringend grundlegende Strukturen verbessern. Es braucht eine fachlich kompetente Führung, klare Zuständigkeiten und eine verlässliche Kommunikation.
Leistung, Fachwissen und Erfahrung müssen wieder zählen – bei Entscheidungen, Bezahlung und Entwicklungsmöglichkeiten.
Zudem sind deutliche Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen, Ausstattung und Planung notwendig. Ein respektvollerer Umgang und echte Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden wären essenziell.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt negativ. Die Stimmung im Team war angespannt und von Unsicherheit geprägt.
Die operative Leitung konnte aus meiner Sicht keine klare Richtung vorgeben. Fehlende Struktur und inkonsequente Entscheidungen haben zusätzlich zur schlechten Atmosphäre beigetragen.

Kommunikation

Eine verlässliche Kommunikation fand praktisch nicht statt. Informationen waren unklar, widersprüchlich oder fehlten vollständig. Besonders von der Standort‑ und operativen Leitung kamen keine klaren, nachvollziehbaren Aussagen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt beschränkte sich auf einen festen Kreis langjähriger Mitarbeitender. Einige neue Kolleg:innen zeigten wiederholt unprofessionelles Verhalten, was eine Integration ins Team erschwerte und zu klarer Distanz geführt hat.

Work-Life-Balance

In Teilzeit war meine Work‑Life‑Balance akzeptabel. Für Vollzeitkräfte hingegen war sie schlecht. Schichtmodelle änderten sich regelmäßig und kurzfristig. Arbeit an Samstagen wurde teilweise erst wenige Tage im Voraus angekündigt, was eine Planung des Privatlebens erschwerte.

Vorgesetztenverhalten

Das problematische Führungsverhalten zog sich bis hin zur Standortleitung. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus fehlte dort grundlegendes fachliches Verständnis für die Arbeitsabläufe.
Als gelernte Fachkraft musste ich wiederholt Aufgaben, Prozesse und fachliche Zusammenhänge erklären – auch gegenüber Vorgesetzten, bei denen dieses Wissen eigentlich vorauszusetzen gewesen wäre.
Diese deutliche fachliche Unterlegenheit auf Führungsebene wirkte unprofessionell und hat das Vertrauen in Kompetenz und Entscheidungsfähigkeit nachhaltig beeinträchtigt.

Interessante Aufgaben

Der Kontakt mit den Kunden, vor allem Siemens, war einer der wenigen positiven Aspekte. Die Zusammenarbeit war sachlich und professionell und stellte einen angenehmen Kontrast zum internen Arbeitsumfeld dar.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung war aus meiner Sicht nicht gegeben. Bevorzugt wurden vor allem Mitarbeitende, die keine Kritik äußerten und Entscheidungen widerspruchslos akzeptierten.
Fachliche Leistung, Kompetenz oder sachlich begründete Argumente spielten hingegen kaum eine Rolle. Das Leistungsprinzip wurde nicht konsequent angewendet.
Dieser Umgang vermittelte den Eindruck, dass bestehende fachliche Defizite auf Ebene der operativen Leitung und der Standortleitung nicht offen sichtbar werden sollten. Eine faire und leistungsbezogene Behandlung aller Mitarbeitenden habe ich daher nicht erlebt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere und erfahrene Mitarbeitende wurden aus meiner Sicht nicht angemessen berücksichtigt. Ihre Erfahrung spielte im Arbeitsalltag kaum eine Rolle, obwohl sie fachlich wertvoll gewesen wäre.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren aus meiner Sicht unzureichend. Es wurde keine geeignete Arbeitskleidung für die tatsächlichen Arbeitsbedingungen bereitgestellt. In den Hallen herrschten teilweise Temperaturen von nur etwa 13–15 Grad, dennoch standen lediglich T‑Shirts und Pullover zur Verfügung.
Jacken erhielten nur Mitarbeitende, die direkt an den Toren eingesetzt waren. Wer in der Halle arbeitete, musste private Jacken tragen, durfte diese jedoch nicht schließen, da eine strikte Arbeitskleidungspflicht galt und jederzeit sichtbar sein musste, dass Firmenkleidung getragen wird. Dies war insbesondere bei niedrigen Temperaturen unangemessen.
Zusätzlich fehlte häufig notwendiges Werkzeug für wiederkehrende Arbeitsschritte. Anstatt sinnvoll ausgestattet zu werden, musste man sich benötigtes Werkzeug zeitaufwendig zusammensuchen oder improvisieren. In einigen Fällen sahen sich Mitarbeitende sogar gezwungen, eigenes Werkzeug mitzubringen, um effizient arbeiten zu können und offensichtliche Unwirtschaftlichkeit zu umgehen.
Insgesamt wirkten Ausstattung und Organisation der Arbeitsbedingungen nicht ausreichend durchdacht und erschwerten die tägliche Arbeit unnötig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein war vorhanden und wurde eingehalten. Sozial war das Unternehmen jedoch eine Katastrophe: Wertschätzung, Rücksichtnahme und ein respektvoller Umgang mit Mitarbeitenden fehlten deutlich.

Gehalt/Benefits

Fachkräfte wurden mit einem Gehalt auf Lagerarbeiter‑Niveau abgespeist. Auch nach über 11 Jahren Firmenzugehörigkeit war kaum ein Unterschied zu neu übernommenen Zeitarbeitern oder branchenfremden Neueinstellungen erkennbar.

Image

Schlechtes Image, intern wie extern.

Karriere/Weiterbildung

Möglichkeiten zur Karriereentwicklung oder Weiterbildung waren praktisch nicht vorhanden. Es gab keine klaren Entwicklungsperspektiven, keine gezielte Förderung und kaum Interesse daran, Mitarbeitende fachlich weiterzubringen.
Weiterbildung wurde weder aktiv angeboten noch unterstützt. Eigenes Engagement oder Leistung führten zu keinen neuen Chancen. Der Standort bot keinerlei berufliche Perspektive.

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

HR Team, Geis Gruppe
HR TeamGeis Gruppe

Vielen Dank für Ihr offenes und ausführliches Feedback!

Sie erwähnen zahlreiche Punkte, die uns als Arbeitgeber sehr wichtig sind. Deshalb arbeiten wir bereits seit geraumer Zeit daran, diese Themen weiterzuentwickeln und stärker in den Fokus zu rücken.

Führung und Kommunikation stehen bei uns ganz oben auf der Agenda. Wir arbeiten daran, dass unsere Führungskräfte echte Orientierung geben und Teams wirklich entwickeln können. Dabei geht es uns weniger um operative Details, sondern um klare Richtung und Verantwortung.

Als Logistikstandort bewegen wir uns aber auch und vor allem in einem dynamischen Umfeld – das bringt Herausforderungen mit sich, besonders bei der Planung. Trotzdem wollen wir mehr Planbarkeit möglich machen, wo es möglich ist. Auch verschiedene Arbeitszeitmodelle spielen dabei eine Rolle.

Gute und professionelle Arbeitsbedingungen sowie gegenseitige Wertschätzung sind für uns ebenfalls sehr wichtige Faktoren. Um so mehr bedauern wir, dass Sie hier keine positiven Erfahrungen machen konnten. Sofern Sie Interesse an einem persönlichen Austausch haben, kommen Sie gern auf uns zu. Ansonsten wünschen wir Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute!

Loading...