Viel Licht und manchmal Schatten: Zwischen erstklassigen Rahmenbedingungen und systemischer Lähmung?
Arbeitsatmosphäre
Gute Atmosphäre und professioneller Umgang. Die Zusammenarbeit ist respektvoll, im Team sogar freundschaftlich. Feedback ist allerdings Mangelware: Es gibt kaum Kritik, aber leider auch kein Lob – man arbeitet eher ergebnisorientiert nebeneinander her.
Image
Mit dem Rückzug der Marke AachenMünchener hat das Unternehmen spürbar an Strahlkraft verloren. Während die AachenMünchener bundesweit als feste Instanz verankert war, wird die Generali oft als austauschbarer Versicherer wahrgenommen. Diesen Relevanzverlust nehme ich auch privaten Umfeld wahr.
Work-Life-Balance
Uneingeschränkt top! Wer hier noch etwas auszusetzen hat, verkennt die Realität des Arbeitsmarktes. Bessere Bedingungen wird man schwerlich finden. Die exzellenten Bedingungen gelten jedoch nur für Kollegen mit Wohnsitz in Deutschland. Obwohl es mich nicht direkt betrifft, für Grenzgänger versagt das Konzept völlig. Wo andere Konzerne mutig vorangehen und Lösungen schaffen, versteckt sich die Generali hinter bürokratischen Vorwänden. Ein krasses Ungleichgewicht. Flexibilität in diesem Thema gibt es, jedoch nur dann, wenn es dem Unternehmen direkt nützt.
Karriere/Weiterbildung
Die Personalentwicklung wirkt sehr selektiv: Während eine kleine Gruppe gezielt gefördert wird, bleibt die individuelle Karriereplanung oder Weiterentwicklung für den Großteil der Belegschaft auf der Strecke. Über die regulatorisch notwendigen IDD-Schulungen hinaus gibt es kaum Angebote und Budgets für fachliche Weiterbildungen
Gehalt/Benefits
Gehalt passt. Anpassungen sind aber spärlich bis inexistent. Verlässliche Sonderzahlungen (Urlaub, Weihnachten, Boni) sind Standard. Top: Die Option, Geld in Freizeit umzuwandeln
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Klares Engagement der GD erkennbar. Man nimmt sich der Thematik aktiv an.
Kollegenzusammenhalt
Die ausgeprägte Eigenmotivation der Leistungsbereiten mit "Helfersyndrom" trägt das Team. Problematisch ist jedoch die mangelnde Konsequenz der Teamleiter gegenüber Kollegen, die sich Freiheiten zu Lasten der anderen gönnen.
Umgang mit älteren Kollegen
Hoher Altersdurchschnitt, aber ein fairer Umgang damit
Vorgesetztenverhalten
Menschlich und fachlich könnte ich mir keinen besseren Vorgesetzten wünschen. Dass dieser jedoch kaum Möglichkeiten hat, das Team durch Weiterbildungen oder Benefits zu motivieren, ist ein Armutszeugnis für die übergeordneten Strukturen. Besonders kritisch sehe ich den Trend, dass bei der Auswahl neuer Führungskräfte das Fachwissen offenbar keine Rolle mehr spielt – hier lebt mein Bereich noch von einer fachlichen Kapazität, die andernorts bereits fehlt.
Arbeitsbedingungen
Die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz sind grundsätzlich positiv. Während die räumliche Ausstattung modern und durchdacht ist, hinkt die IT-Infrastruktur hinterher. Die technische Ausstattung ist funktional.
Kommunikation
Es ist ein bisschen wie der Fernseher der 70er - viel Rauschen, wenig Signal. Es wird zwar eine Menge kommuniziert, aber die entscheidenden Botschaften und konkreten Aussagen fehlen mir häufig.
Gleichberechtigung
Diversität wird hier gelebt.Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht oder Herkunft konnte ich zu keinem Zeitpunkt feststellen.
Interessante Aufgaben
Anspruchsvolle mit hoher Eigenverantwortung. Es gibt in meinem Bereich wenig ‚Dienst nach Vorschrift‘ – Erfolg stellt sich vor allem durch persönliches Engagement und eine lösungsorientierte Arbeitsweise ein.


