Generation ne(e) - so leider nicht
Gut am Arbeitgeber finde ich
dass ich hier einige Erfahrungen gemacht habe, wie es nicht funktioniert und am Ende das wahre Gesicht aller Beteiligten kennenlernen durfte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den Wandel vom "Freundschaftlichem Verhältnis" zum gefühlten totalen Kontrollzwang. Du bekommst Zugeständnisse, die dann andere revidieren oder man erinnert sich plötzlich nicht mehr und formuliert dir das Wort um Mund um.
siehe Vorgesetztenverhalten
Verbesserungsvorschläge
In den essentiellen Abteilungen berufserfahrene Fachkräfte einsetzen, damit keine sensiblen Daten im falschen Drucker im falschen Gebäude landen und keine regelwidrigen Anweisungen formuliert werden.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs alles gut und freundlich, aber dann kommt schnell die Selbstverständlichkeit und gegenüber anderen Kollegen wurde die Messlatte deutlich zu hoch gehangen, was zu Fehlern, Stress und Streit führt.
Im Sommer kannst du bei 28°C schwitzen, weil die Klimaanlage mit Wartungsstau versagt. Im Winter kannst du frieren, weil die Heizung nicht schaltet. Manche Abteilungen müssen sogar frieren, weil sie die Bürotür nicht schließen dürfen.
Ob dir hier vertraut wird? Kameras sind 24/7 aktiv..
Image
siehe Umwelt und Soziales
Ab der ersten negativen Bewertung hier war die Empörung riesig, aber es hat sich nichts verändert. Stattdessen wurde noch gerne verbal nachgetreten. bis heute..
Es gab sogar mal sowas wie eine Kampagne, "5 Sterne für Google = Bratwurst aufs Haus". Politur auf Kosten der Hungrigen.
Work-Life-Balance
Ständig neue Gesichter = ständiges Verteilen von Aufgaben auf andere. Egal ob du sowas schon mal gemacht hast oder eben nicht.
Man geht mit der Angst nach Hause, an alles gedacht zu haben.
Ich musste zwischenzeitlich mitunter meine Beziehung, Familie und Freizeit aufs Spiel setzen, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Als Dank für all das, gab es Augenliedzucken, Tinnitus und die Kirsche auf der Torte: Meine Arbeitszeiten kamen auch noch auf den Prüfstand.
Manche dürfen ins Homeoffice, manche nicht. Manche können die sog. Vertrauensarbeitszeit ausschöpfen, andere müssen sich rechtfertigen, wenn sie mal 15 Minuten früher raus müssen und sogar Kontingent hätten.
Karriere/Weiterbildung
Nö. Keine Angebote, keine Perspektive. Außer, du gehörst zum Gründerkern. Dir wird ein imaginärer Hut aufgesetzt und ein Titel gegeben, aber eine Leiter kletterst du hier nicht rauf.
Gehalt/Benefits
Gehalt pünktlich und i.O., aber frag nicht nach mehr. Viele sind unzufrieden, aber halten sich lieber zurück.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aufgrund fehlerhafter Prozesse und Kontrolle hohes Transportaufkommen ergo CO2.
Tägliches Pendeln mit überhöhten Geschwindigkeiten und quietschenden Reifen zwischen den Standorten.
Angebote zu Vorsorge und E-Bike bestehen, werden aber nicht kommuniziert oder beraten.
Team- Events werden angeboten, aber willst du nicht teilnehmen, musst du Urlaub einreichen. Und je nach Motto kannst du dir für den Einmalbedarf dein Gewand selbst kaufen. Wegwerfgesellschaft lässt grüßen.
Kollegenzusammenhalt
Hier arbeiten überwiegend nette, kompetente Menschen, aber es werden / wurden immer die gleichen Kollegen für Fehler verantwortlich gemacht und es wird geduldet, teilweise spöttisch.
Der Flurfunk funktioniert einwandfrei, aber du solltest vorsichtig sein, wem du dich anvertraust. So mancher Kobold sammelt hier sein Gold.
Sich als Team zusammenzusetzen und gemeinsam Ursachenforschung zu betreiben ist / war für die Obrigkeiten in meinen Fällen nicht von Interesse oder wurde einfach abgetan und heruntergeredet.
Zusammenhalt kann unmöglich erreicht werden, wenn du ständig neue Gesichter siehst. Im Bus habe ich Leute länger auf Ihren Plätzen sitzen sehen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt wenige, ältere Kollegen. Azubis, also die Zukunft, in die man im Claim investiert, gibts nicht, trotz Kollegen im Haus mit fachlicher Eignung.
Vorgesetztenverhalten
Anfangs lila Wolken, Einhörner und Regenbögen. Dann irgendwann kamen plötzlich teils cholerische Züge und Aussagen wie
"Dann kann ich auch alles direkt selbst machen"
"In deiner Funktion erwarte ich das!"
"Sind denn hier alle unfähig?"
An Absprachen und Versprechen wurde sich nicht gehalten oder man wurde hingehalten. Amnesie?
Man könnte hier 5 Minussterne dafür vergeben, dass über Ehemalige gelästert wird und Gründe für ein Ausscheiden offen verkündet wurden.
Es wurde frei von Konsequenzen geduldet, dass Monteure mit hohem Stellenwert Kollegen in Gruppenchats beleidigen.
Tipp: Halte besser alles schriftlich fest, damit nichts vergessen wird, was man dir mal versprochen hat.
Arbeitsbedingungen
Nicht jeder bekommt einen höhenverstellbaren Tisch, da andere ihren nicht nutzen. (angeblich)
Die 80,- € Displays sind zu klein, flackern und sind eher für den privaten Hausgebrauch gedacht. Größere gabs kurz im Angebot, dann aber doch nicht, weil sonst jeder eins will.
Lager chaotisch, keine Fahrwege, Bierkisten vor Notausgängen, Schmutz, verschimmelte Kaffeetassen an jeder Ecke
Hier gabs eine Antwort mit hohem Wert auf Arbeitssicherheit:
Helme bei Über- Kopf- Arbeiten: noch nie gesehen!
Kommunikation
Ständiges hin und her: In jeder Abteilung kannst du an schlechten Tagen Aufgaben dreimal anfassen, dann werden sie über Board geworfen oder/und deine Lösung wird nicht akzeptiert oder überstimmt. Geht hier dann doch was verloren, bist du selbstverständlich verantwortlich.
Gleichberechtigung
Tipp: Frag doch eine ausgewählte Führungskraft nach seinen Tischgesprächen zur Mittagszeit. Hier wäre nur geschwärzter Text zu sehen.
Interessante Aufgaben
Nein, weil mitunter vereinzelten Mitarbeitern die Kompetenz für komplexere Prozessabwicklungen abgesprochen wurde oder Ideen blockiert wurden.
Maximal das Chaos im Tagesgeschäft machte es interessant, aber siehe Work- Life- Balance.