Völlig inkompatibel mit moderner Softwareentwicklung und neurodiversen Bedürfnissen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man lernt, wie man es nicht machen sollte
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Dokumentationen
Fehlendes Vertrauen
Fehlende Standards
Man wird im öffentlichen Changelog mit dem Namen genannt, sodass die Verantwortung für systembedingte Fehler nicht auf die Firma zurückfällt, sondern auf den Einzelnen
Verbesserungsvorschläge
Führen Sie eine moderne Fehlerkultur ein (z. B. Git-Branches, Code Reviews, Staging)
Hören Sie auf, Mikro-Management zu betreiben, und erlauben Sie professionellen Softwareentwicklern eine ruhige Arbeitsumgebung (Durchsetzung von Home-Office, Kopfhörer-Erlaubnis, Fokuszeiten)
Respektieren Sie die gesundheitliche Unversehrtheit Ihrer Mitarbeitenden und passen Sie starre Präsenzstrukturen an die Realität der Wissensarbeit an
Fragen Sie bitte die Mitarbeitenden, was sie zum erfolgreichen Arbeiten brauchen und vertrauen Sie auf diese Expertisen
Arbeitsatmosphäre
Die Belegschaft erweckt einen zynischen und mit der Arbeit entfremdeten Eindruck. Es gibt Guidelines, welche eine altmodische und vertrauensfremde Arbeitsweise unterstreichen.
Das Arbeiten glich einer Dauerbeschallung. Schutzmaßnahmen wie Kopfhörer zum Ausblenden des Lärms wurden verboten, gekrönt von einer PC-Telefonie-App, die jeden Anruf ungefiltert auf die Ohren legte. Individuelle biologische Leistungsspitzen (z. B. konzentriertes Arbeiten in den Randzeiten vor dem Bürotrubel) durften wegen starrer Präsenzregeln nicht genutzt werden.
Tickets (oder auch "Aufgaben" genannt) wurden ohne klare W-Fragen und Bedingungen erstellt. Änderungen an der Art und Weise der Ticketerstellung wurde abgewiesen mit dem Verweis „man solle einfach fragen“.
Kommunikation
Man erhält das Gefühl, mit seinen Anliegen nicht wirklich ernstgenommen zu werden.
Work-Life-Balance
Home-Office gibt es auf dem Papier, jedoch wird es in meinen Augen so unattraktiv wie möglich gemacht
Die "Gleitzeit" ist das gesetzliche Minimum und ermöglicht keine wirkliche Anpassung an eigene Arbeitsstile
Interessante Aufgaben
Viele unterschiedliche Aufgabe aus unterschiedlichsten Bereichen. Kaum hat man sich in eine Thematik eingearbeitet, kommt direkt die nächste Thematik.
Am Ende springt man dann zwischen den Thematiken herum, ohne wirklich ein Profi in einem Bereich zu werden
Arbeitsbedingungen
Ich empfehle allen vor dem Unterschreiben eines Vertrags die Guidelines geben zu lassen und sich die Punkte sorgfältig durchzulesen.
Dieser Arbeitgeber ist in meinen Augen und meiner Erfahrung nach kein empfehlenswerter Arbeitgeber für Menschen aus dem neurodiversen (z.B. ADHS) Spektrum, welche mit Reizüberflutungen zu kämpfen haben, da man durchgehend in Büros mit mindestens 4 Leuten sitzt, welche häufig telefonieren und ein absolutes Kopfhörerverbot zum Musik hören existiert mit der Begründung, dass man für Fragen erreichbar sein soll.
Devs müssen in einer Rotation in den Support und jede Person bekommt Telefonate aus dem Service weitergeleitet, wenn dieser gerade unterbesetzt ist, da "ein kurzes Telefonat von paar Minuten einen Entwickler nicht aus seiner Aufgabe schmeißt".
Generell sind die Guidelines und deren Umsetzung aus meiner Sicht fernab von modernen und rücksichtsvollen Arbeitsbedingungen, welche sich auf die Erkenntnisse der Softwareentwicklung stützen.
Die Flucht ins Home-Office, um konzentriert und nach bestem Gewissen arbeiten zu können, ist realistisch nicht wirklich möglich.