Eine Bewertung aus der Maintenance
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die oben erwähnte Work Life Balance und es sind alle Vorraussetzungen vorhanden um da einen hervorragenden Betrieb daraus zu machen. Nur da muss man die Leute auch lassen und auf Feedback eingeben und nicht so weiter verfahren wie es sich in den letzten 30 Jahren eingefahren hat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
S.o.
Verbesserungsvorschläge
Vor allem an der Kommunikation muss gearbeitet werden, man bricht sich keinen Zacken aus der Krone wenn endlich mal offen kommuniziert wird und ein paar Zahlen offen gelegt werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist weitestgehend entspannt, solange sich die Alphatiere gegenseitig in Ruhe lassen und man seine Arbeitskarten weitestgehend strukturiert und in Selbstregie abarbeiten kann.
Das kann aber kippen, da Micromanagment ganz groß geschrieben wird.
Work-Life-Balance
Der größte Pluspunkt der Firma, Wochenende/Feiertage meistens frei und kaum Schichtdienst. Sollte sich dies mal ändern werden die meisten wohl ihre Sachen packen und mehr Geld verdienen gehen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Grottig, tausende Liter Frischwasser werden verschwendet um Flugzeuge zu waschen anstatt eine Firma für Trockenwäsche ranzuholen.
Schön das man hier gegen das eigene MOE handelt und auf Sustainability pfeift.
Kollegenzusammenhalt
Wird immer besser, sofern das oben erwähnte Micromanagment und fehlende Just Culture nicht durchschlägt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ist okay
Vorgesetztenverhalten
Micromanagment und klammern an "Macht". Das hier mal eine Schulung in Personalführung erfolgte wage ich auszuschließen. Die meisten sitzen auf Führungsposten da sie am längsten in der Firma sind. Selbst einfachste Entscheidungen oder Änderungen können aufgrund des Balzverhaltens der Alphatiere nicht durchgeführt werden. Es kann auch keine Entscheidung fallen, solange bestimmte Personen nicht da sind, oder im Urlaub sind.
Urlaubsanträge müssen sogar hoch bis zur Geschäftsleitung, ich frage mich hier warum??? Naja warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.
Arbeitsbedingungen
Auch hier wieder Micromanagment, dazu kommt noch das unfassbare Chaos in der Halle, Schrott den man nicht mehr braucht, mehrere Untermieter. Teilweise Tooling welches noch aus WDL Zeiten stammt, aber man könnte es ja nochmal gebrauchen.
Wenn sich in meiner Küche seit 20 Jahren Geschirr stapeln würde, da könnte ich nur schwerlich arbeiten.
Hinzu kommt dieser nervige Sparzwang um so kostengünstig wie möglich zu operieren. Sei es Spare Parts, Special Tooling usw. die erste Aussage ist immer: "Brauchen wir das wirkich". Ja verdammt nochmal. Hier macht sich das Gerücht breit, dass je weniger vom Budget ausgegeben wird, Bonuszahlungen an Manager gehen. Gut, dann kann man mal ein paar Untermieter mehr reinlassen und weniger Special Tooling kaufen/leihen.
Kommunikation
Selten etwas schlechteres erlebt.
Es fängt an bei den Liegezeiten der Flugzeuge von Aussagen wie: "so lange es eben dauert" bis hin zu "so schnell wie möglich"
Wichtige Informationen zum Zustand der Flotte, wichtigen Entscheidungen und Änderungen der Arbeitspakete werden nicht in die Mannschaft kommuniziert.
Die Firma hat letztes Jahr ein Rekordergebnis eingefahren, hier werden aber keine Zahlen kommuniziert. Das würde wahrscheinlich hoch ausgebildete und qualifizierte Techniker überfordern.
Stattdessen kommt eine lauwarme Email, dass man "froh ist einen sicheren Arbeitsplatz" anzubieten. Stimmt, bei dem Überangebot and Flugzeugmechanikern auf dem Markt.
Gehalt/Benefits
CAT A 4000€
B1 5000€
Kein Weihnachts/ Urlaubsgeld oder Gewinnbeteiligung.
Hier herrscht absolute Realitätsverweigerung, da in anderen Betrieben längst die 5 oder die 6 vorne steht.
Interessante Aufgaben
Wir warten Flugzeuge, ist und bleibt interessant.