Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit Oktober 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 29.9.2026
Das Gesamtbild der Bewertungen zu Gerresheimer fällt negativ aus. Besonders stark kritisieren Mitarbeiter:innen das Vorgesetztenverhalten: Nepotismus, Inkompetenz und ein respektloser Umgangston prägen viele Rückmeldungen, wenngleich einzelne Bewertungen direkte Vorgesetzte als fair und angenehm im Umgang beschreiben. Die Kommunikation gilt als weiteres zentrales Problem – Informationen kommen zu spät, sind unvollständig oder fließen ausschließlich von unten nach oben. Beim Kollegenzusammenhalt zeigt sich ein gespaltenes Bild: Innerhalb von Schichten funktioniert der Zusammenhalt oft gut, schichtübergreifend hingegen überwiegen Konkurrenzdenken und gegenseitige Schuldzuweisungen. Die Work-Life-Balance leidet laut vielen Bewertungen erheblich unter dem 4-Schicht-System mit teils neun aufeinanderfolgenden Arbeitstag...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Work-Life-Balance bei Gerresheimer wird von den Nutzer:innen mehrheitlich kritisch bewertet. Besonders das 4-Schicht-System steht im Fokus der Kritik: Viele empfinden es als belastend und kaum mit einem geregelten Privatleben vereinbar. Extreme Arbeitsfolgen wie neun oder mehr aufeinanderfolgende Arbeitstage, nur ein freies Wochenende pro Monat und Überstunden durch Personalmangel verstärken diesen Eindruck. Einige Nutzer:innen berichten, dass die Belastung viele Kolleg:innen zum Nachdenken über einen Jobwechsel bewegt. Auch die Urlaubsplanung gestaltet sich laut einigen Bewertungen schwierig.
Auf der anderen Seite heben einige Nutzer:innen flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten und die eingeführte Arbeitszeitreduzierung positiv hervor. Vorgesetzte zeigen sich dabei laut wenigen Bewertungen offen für private Auszeiten. Diese positiven Aspekte gelten jedoch vorrangig für Mitarbeiter:innen außerhalb des Schichtbetriebs und mildern das insgesamt negative Bild nur geringfügig.
Die Kommunikation bei Gerresheimer wird von vielen Mitarbeiter:innen kritisch bewertet. Besonders der Informationsfluss gilt als problematisch: Wichtige Informationen kommen häufig zu spät oder gar nicht an, und einige Bewertungen beschreiben, dass externe Medien mehr Einblicke in das Unternehmen bieten als interne Kanäle. Kritisiert wird zudem, dass die Kommunikation einseitig von unten nach oben gefordert, in entgegengesetzter Richtung jedoch stark gedrosselt wird. Langsame Prozesse befeuern Gerüchte und Spannungen, während Entscheidungen oft ausbleiben, obwohl viel geredet wird.
Auch die abteilungsübergreifende Abstimmung wird als mangelhaft empfunden. Schichtarbeiter:innen berichten von nahezu fehlender Kommunikation mit regulären Mitarbeiter:innen, und unzureichende technische Ausstattung erschwert den Informationsaustausch zusätzlich. Nur wenige Stimmen sehen leichte Verbesserungen oder loben die Kommunikation zwischen einzelnen Kolleg:innen.
Das Vorgesetztenverhalten bei Gerresheimer wird von den Nutzer:innen mehrheitlich negativ bewertet. Besonders häufig kritisieren die Bewertungen mangelnde Kompetenz und unfaires Verhalten von Führungskräften: Vorgesetzte sollen Lieblinge bevorzugen, qualifizierte Mitarbeiter:innen übergehen und in Stresssituationen unangemessen reagieren. Einige Bewertungen beschreiben einen respektlosen Umgangston sowie fehlende Wertschätzung gegenüber der Belegschaft. Zudem bemängeln Nutzer:innen, dass Führungskräfte die eigenen Abteilungsabläufe kaum kennen und häufig wechseln. Leiharbeiter:innen sollen dabei besonders schlecht behandelt werden.
Wenige Stimmen zeichnen ein positiveres Bild: Manche Schichtvorgesetzte und Teamleitungen werden als respektvoll und auf Augenhöhe agierend beschrieben. Diese positiven Einschätzungen bleiben jedoch in der Minderheit und ändern nichts am insgesamt kritischen Gesamtbild, das die Mehrheit der Bewertungen zum Vorgesetztenverhalten bei Gerresheimer zeichnet.
Der Kollegenzusammenhalt bei Gerresheimer fällt je nach Bereich sehr unterschiedlich aus. Innerhalb einzelner Abteilungen und Schichten berichten viele Nutzer:innen von einem funktionierenden Miteinander – einige loben die Kolleg:innen ausdrücklich und beschreiben den Zusammenhalt auf Arbeitsebene als stark. Gleichzeitig zeigt sich abteilungsübergreifend ein schwächeres Bild, da der Zusammenhalt stark von den jeweiligen Personen abhängt.
Besonders kritisch äußern sich Nutzer:innen zum schichtübergreifenden Miteinander: Gegenseitige Schuldzuweisungen, Konkurrenzdenken und mangelndes Vertrauen prägen dort die Zusammenarbeit. Einige berichten zudem von ausgeprägtem Individualismus und Kolleg:innen, die wenig Verlässlichkeit zeigen. Befristete Mitarbeiter:innen fühlten sich gegenüber Festangestellten benachteiligt. Insgesamt zeichnen die Bewertungen ein gemischtes Bild: Wer das richtige Team erwischt, erlebt echten Zusammenhalt – strukturell bleibt die bereichsübergreifende Zusammenarbeit jedoch eine Schwachstelle.
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