Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit September 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 23.8.2026
Das Gesamtbild der Bewertungen zu Gerresheimer fällt negativ aus. Besonders kritisch beurteilen Mitarbeiter:innen das Schichtsystem: Das Vier-Schicht-Modell mit teils neun oder mehr aufeinanderfolgenden Arbeitstagen und nur einem freien Wochenende pro Monat macht eine gesunde Work-Life-Balance nach Meinung vieler Bewertenden nahezu unmöglich. Flexible Regelungen wie Home Office oder Gleitzeit existieren zwar, gelten jedoch nicht gleichermaßen für alle. Das Vorgesetztenverhalten wird scharf kritisiert – Bewertende berichten von Vetternwirtschaft, Inkompetenz und unangemessenem Umgangston. Gleichzeitig sind Kommunikationswege mangelhaft: Informationen kommen zu spät oder gar nicht an, Gerüchte ersetzen offizielle Ansagen. Die Arbeitsatmosphäre gilt als angespannt, geprägt von Stellenabbau und fehlendem Lob. Das Unte...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Work-Life-Balance bei Gerresheimer wird von Nutzer:innen negativ bewertet. Im Mittelpunkt der Kritik steht das Vier-Schicht-System, das viele als erhebliche Belastung empfinden. Beschäftigte berichten von bis zu neun aufeinanderfolgenden Arbeitstagen, nur einem freien Wochenende pro Monat und einem damit einhergehenden stark eingeschränkten Sozialleben. Auch der Urlaubsantragsprozess gilt manchen als kompliziert und wenig verlässlich. Überstunden werden laut einigen Nutzer:innen stillschweigend erwartet, obwohl das Unternehmen eine ausgewogene Work-Life-Balance nach außen kommuniziert.
Auf der anderen Seite loben wenige Nutzer:innen flexible Arbeitszeiten, Home-Office-Möglichkeiten und Arbeitszeitreduzierungen als positive Aspekte. Diese Vorteile scheinen jedoch vorrangig Mitarbeiter:innen außerhalb des Schichtsystems zugutezukommen, da Kolleg:innen im Schichtbetrieb kaum von solchen Regelungen profitieren. Die Bewertungen zeigen damit ein gespaltenes Bild, das stark vom jeweiligen Arbeitsmodell abhängt.
Das Vorgesetztenverhalten bei Gerresheimer wird von den Nutzer:innen mehrheitlich negativ bewertet. Besonders häufig kritisieren sie mangelnde Kommunikationsfähigkeiten von Führungskräften, unangemessenes Verhalten gegenüber Mitarbeiter:innen sowie ausgeprägte Vetternwirtschaft und Günstlingswirtschaft. Einige Bewertungen beschreiben Vorgesetzte als fachlich inkompetent und werfen ihnen vor, nur bei Fehlern in Erscheinung zu treten, Kritik nicht konstruktiv aufzunehmen und Leiharbeitende respektlos zu behandeln. Hinzu kommen Berichte über unklare Auswahlkriterien bei der Besetzung von Führungspositionen sowie fehlende Aufstiegschancen für qualifizierte Mitarbeiter:innen.
Demgegenüber äußern sich einige Nutzer:innen positiv über direkte Vorgesetzte auf Schicht- und Teamleitungsebene, die als respektvoll und unterstützend wahrgenommen werden. Diese positiven Einzelmeinungen ändern jedoch wenig am negativen Gesamtbild: Das Verhalten der Führungskräfte bei Gerresheimer gilt vielen als verbesserungswürdig.
Die Kommunikation bei Gerresheimer wird von den Nutzer:innen mehrheitlich sehr negativ bewertet. Der Informationsfluss innerhalb und zwischen den Abteilungen gilt als mangelhaft – wichtige Informationen kommen häufig zu spät oder gar nicht an. Einige Nutzer:innen berichten, dass externe Quellen verlässlicher über das Unternehmen informieren als interne Kanäle, und dass statt offener Kommunikation Gerüchte kursieren. Besonders kritisiert wird das Fehlen klarer Vorgaben seitens der Führungsebene sowie eine einseitige Kommunikationsstruktur, bei der Informationen von unten nach oben erwartet, in die andere Richtung jedoch kaum weitergegeben werden.
Auch die Kommunikation zwischen Schichtarbeitenden wird als nahezu nicht vorhanden beschrieben, und sprachliche Missverständnisse führen zu Prozessverzögerungen. Wenige Nutzer:innen sehen eine leichte Verbesserung, etwa durch Informationsbildschirme in der Produktion. Dies bleibt jedoch eine Minderheitsmeinung gegenüber dem klar negativen Gesamtbild.
Die Arbeitsatmosphäre bei Gerresheimer wird von Mitarbeiter:innen mehrheitlich negativ bewertet. Besonders auffällig sind Berichte über eine angespannte Stimmung, die viele auf Stellenabbau, Kostensparmaßnahmen und häufige Führungswechsel zurückführen. Einige Bewertungen beschreiben die Situation als zunehmend chaotisch, mit unklaren Zielvorgaben und dem Gefühl, dass Managementfehler auf die Belegschaft abgewälzt werden. Positives Feedback von Vorgesetzten gilt laut wenigen Stimmen als selten, während Fehler mit Konsequenzen bestraft werden sollen. Hinzu kommt der Vorwurf, dass Kündigungsentscheidungen eher auf Bevorzugung als auf tatsächlicher Leistung basieren.
Auf Teamebene zeichnen einige Bewertungen ein differenzierteres Bild: Der Zusammenhalt unter direkten Kolleg:innen wird stellenweise als gut beschrieben, wobei dies stark vom jeweiligen Bereich oder der Schichtgruppe abhängt. Die wirtschaftliche Gesamtsituation des Unternehmens trübt jedoch auch diese positiven Aspekte spürbar ein, sodass die Stimmung im Unternehmen insgesamt als gedrückt wahrgenommen wird.
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