Berufliche Weiterentwicklung? Nur auf dem Papier.
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Flexibilität beim Arbeiten: Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten oder flexibel mit der Arbeitszeit umzugehen, ist definitiv ein Pluspunkt gerade im Vergleich zu anderen Bildungsträgern.
• Kollegiale Zusammenarbeit: In vielen Teams herrscht ein respektvoller, hilfsbereiter Umgang man unterstützt sich gegenseitig, auch wenn’s mal stressig wird.
• Verlässlichkeit in der Organisation: Projekte, Teilnehmerverwaltung oder technische Abläufe laufen meist stabil. Die Struktur ist eingespielt.
• Einsatzbereitschaft vieler Mitarbeitenden: Viele Kolleg:innen sind motiviert, zeigen Herzblut und kümmern sich um Teilnehmende das prägt die Atmosphäre positiv.
• Modernisierung sichtbar: In den letzten Jahren wurden einige digitale Prozesse verbessert, interne Tools modernisiert und das Onboarding vereinfacht
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Weiterbildungswünsche werden nicht ernsthaft verfolgt auch nach mehrfacher Initiative, konkreten Vorschlägen und Fristeinhaltung bleibt Rückmeldung oft aus oder kommt sehr spät.
• Kommunikation auf Leitungsebene ist freundlich, aber inhaltlich oft unkonkret. Versprechen und Zielvereinbarungen werden nicht immer eingehalten oder transparent dokumentiert.
• Entscheidungen zu Entwicklungsthemen sind schwer nachvollziehbar und hängen stark von der jeweiligen Führungskraft ab.
• Gehalt ist im unteren Bereich der Branche, Sozialleistungen fehlen weitgehend (z. B. kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld).
• Langfristige Personalentwicklung scheint kein klar priorisiertes Ziel zu sein Eigeninitiative reicht nicht aus, wenn es strukturell keine Unterstützung gibt
Verbesserungsvorschläge
Klare Prozesse und Fristen für Weiterbildungsanfragen schaffen: Rückmeldungen sollten verbindlich und innerhalb transparenter Zeitfenster erfolgen. Mitarbeitende investieren Zeit und Engagement das sollte nicht ins Leere laufen.
• Verbindlichkeit stärken auch bei mündlichen Zusagen: Wenn Maßnahmen (z. B. Weiterbildung, Entwicklungsperspektiven) zugesagt oder besprochen werden, braucht es eine konsequente Nachverfolgung, nicht das Versanden im Tagesgeschäft.
• Mehr Mut zur Investition in Potenzial: Auch bei wirtschaftlichem Druck sollte langfristige Personalentwicklung nicht als Luxus gelten. Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende sind das wichtigste Kapital das zu fördern zahlt sich aus.
• Kommunikation nicht nur freundlich, sondern konkret gestalten: Ein respektvoller Umgang allein genügt nicht entscheidend ist, ob Anliegen ernst genommen und umgesetzt werden.
• Karrierepfade transparenter machen: Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es? Wer entscheidet worüber? Ein klarer Rahmen würde Orientierung geben und Vertrauen stärken.
Arbeitsatmosphäre
Der Umgang im Team ist respektvoll, freundlich und meist lösungsorientiert. Kolleg:innen helfen sich gegenseitig, auch in stressigen Phasen. Man arbeitet in vielen Bereichen auf Augenhöhe zusammen.
Die Atmosphäre ist insgesamt positiv, solange es um das Tagesgeschäft geht. Bei Themen wie Entwicklung, Gehalt oder übergreifenden Entscheidungen bleibt jedoch oft Unsicherheit, weil Transparenz oder Rückhalt von oben fehlt.
Dennoch: Wer eigenverantwortlich arbeitet und sich mit dem direkten Team gut versteht, kann sich in der alltäglichen Zusammenarbeit wohlfühlen.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen professionell und engagiert insbesondere im Bereich Bildung, Digitalisierung und Integration.
Intern weicht dieses Image allerdings teilweise von der Realität ab: Strukturelle Themen wie Gehalt, Entwicklung und Kommunikation werden nicht so konsequent gelebt, wie es nach außen wirkt.
Viele Mitarbeitende engagieren sich mit Überzeugung, aber es fehlt an klaren Rahmenbedingungen, damit dieses Engagement dauerhaft im Einklang mit dem öffentlichen Anspruch stehen kann.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt ein internes Angebot für Weiterbildungen, das sich meist auf kurze Seminare oder Tagesformate beschränkt. Für längerfristige oder zertifizierte Weiterbildungen fehlen klare Prozesse, transparente Kriterien und verbindliche Rückmeldungen.
Selbst bei frühzeitiger Antragstellung und nachvollziehbarer Begründung erfolgen Entscheidungen oft sehr spät oder gar nicht. Die Initiative der Mitarbeitenden wird zwar nicht blockiert, aber auch nicht aktiv unterstützt.
Entwicklungsperspektiven bestehen eher theoretisch – eine strukturierte, verlässliche Förderung ist aktuell nicht erkennbar. Wer sich weiterentwickeln möchte, braucht Ausdauer und Eigenmotivation.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt unter dem Branchendurchschnitt. Es gibt keine tarifliche Orientierung und auch keine systematische Gehaltsentwicklung weder nach Betriebszugehörigkeit, noch nach Leistung oder wachsender Verantwortung.
Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld fehlen vollständig.
Gespräche über Gehaltsanpassungen sind möglich, führen aber nur selten zu konkreten Ergebnissen. Langjährige Mitarbeit wird finanziell kaum honoriert. Insgesamt fehlt eine nachhaltige Gehaltsstrategie, die Motivation oder Bindung fördern könnte.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war durchweg positiv. Kolleg:innen unterstützen sich gegenseitig, tauschen Wissen aus und springen ein, wenn es nötig ist auch abteilungsübergreifend.
Die Atmosphäre ist geprägt von Respekt und Hilfsbereitschaft. Neue Mitarbeitende werden meist offen aufgenommen, und auch in stressigen Zeiten bleibt der Umgang menschlich und lösungsorientiert.
Gerade im operativen Alltag ist der kollegiale Rückhalt oft der größte Stabilitätsfaktor im Unternehmen.
Vorgesetztenverhalten
Der Umgangston ist höflich und respektvoll. Auf persönlicher Ebene verhalten sich Vorgesetzte meist freundlich und zugewandt.
Inhaltlich fehlt es jedoch oft an Verbindlichkeit: Besprochene Themen insbesondere zu Entwicklung, Weiterbildung oder individueller Förderung werden nicht konsequent nachverfolgt. Rückmeldungen bleiben teils über Wochen bis Monaten aus oder erfolgen nur auf erneutes Nachhaken. (Oder systematisch ignoriert)
Entscheidungen wirken intransparent und abhängig von individuellen Einschätzungen statt klaren Kriterien. Hier wäre mehr Führung im eigentlichen Sinne wünschenswert also Orientierung, Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit.
Kommunikation
Die Kommunikation im direkten Team ist meist offen und freundlich. Im Arbeitsalltag funktioniert der Austausch gut, insbesondere auf operativer Ebene.
Auf Leitungsebene wird jedoch viel zurückgehalten oder unklar formuliert insbesondere bei individuellen Anliegen, Entwicklungsthemen oder Entscheidungen, die Verbindlichkeit erfordern würden.
Rückmeldungen zu Anfragen können sich lange verzögern oder bleiben ganz aus, und Zuständigkeiten sind nicht immer nachvollziehbar. Dadurch entsteht Unsicherheit, die vermeidbar wäre. Eine verbindlichere und transparentere Kommunikation würde die Zusammenarbeit deutlich verbessern.
Gleichberechtigung
Der kollegiale Umgang war im Alltag meist respektvoll, aber im Verhalten gegenüber Mitarbeitenden gab es teilweise große Unterschiede.
Während einzelne Mitarbeitende trotz wiederholter Schwierigkeiten oder auffälligem Verhalten im Unternehmen bleiben konnten, wurden andere nach einem einzelnen Fehler schnell aus dem System genommen – oft ohne nachvollziehbare Eskalationsstufe.
Zudem wurde häufiger über Mitarbeitende gesprochen statt mit ihnen – gerade bei Konflikten oder Unsicherheiten wäre ein direkter, fairer Austausch angemessener und professioneller gewesen.
Eine konsequente, faire und transparente Linie im Umgang mit allen Mitarbeitenden würde zur Glaubwürdigkeit und Kultur der Gleichbehandlung wesentlich beitragen.
