Familengeführtes Unternehmen… augenscheinlich gehört der Fieldservice nicht mehr zur Familie…
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den Kollegenzusammenhalt, hier wird sich unterstützt und geholfen, wo nur geht. Allerdings hat das weniger mit dem Arbeitgeber zu tun, sondern mit den jahrelangen Verbindungen miteinander über teilweise mehrere Firmen. Die meisten kennen sich hier schon seit Jahrzehnten, so dass man eher von guten Freunden als Kollegen sprechen darf. Und hier genau liegt der Knackpunkt der hinüberführt zum nächsten Punkt…
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viele der Kollegen haben innerlich gekündigt/ aufgegeben und halten eigentlich nur wegen der oben genannten Freundschaften bzw. kollegialen Miteinander dem Unternehmen die Stange. Hier kommt es einem vor, als ob hier ein großer Feldversuch gestartet wurde, um zu sehen, wie weit man die Belegschaft im Außendienst ( wohlgemerkt, diese verdient das Geld im Unternehmen… ), triggern kann, bis sie keinen Willen mehr hat und gebrochen ist.
Das gute, ich brauche jetzt hier gar nicht mehr so viel schreiben, weil die vorherigen Bewertungen ( ohne die Fake Bewertungen mit 5 Sternen ohne Text ) doch hier exakt das wiedergeben, was ich so auch so unterschreiben würde… Nur noch ergänzend: Als man hier vor ewigen Jahren angefangen hat, da wurde man noch ernst genommen, Kritik, Verbesserungen oder Anmerkungen wurden umgesetzt oder zumindest fair besprochen. Es gab einmal im Jahr eine große Feier, bei guter Arbeit ein oder zwei extra Bonuszahlungen im Jahr und seine Dienstfahrzeuge waren keine 0815 Funktionsblechkisten. Man hat das Gefühl, das die obere Geschäftsführung völlig den Bezug zur Mannschaft verloren hat und es nur noch darum geht, wo kann ich noch ein paar Euro einsparen… Nach dem Motto, Arbeiten und Klappe halten, wenn es Dir nicht gefällt, kannst Du ja kündigen… ( tun logischerweise immer mehr… )
Verbesserungsvorschläge
Spart Euch hier nicht die Firma kaputt, es werden immer noch hohe Gewinne erwirtschaftet ( siehe Northdata ), welche in Teilen an die Belegschaft weitergegeben werden können. Wenn die Mitarbeiter nicht so ein gutes Verhältnis zueinander hätte, dann wäre es hier aber schon zappenduster. Besinnt Euch mal wieder auf ein kollegiales miteinander seitens der Geschäftsführung zum Mitarbeiter ( so etwas gab es ja früher auch einmal… ) Es muss endlich mal aufhören, das hier in den halbjährlichen Meetings nur immer gesagt wird, wie toll wir alle sind und alle Projekte super laufen und im gleichen Atemzug gesagt wird, das wir weiter sparen müssen um am Markt konkurrenzfähig zu sein. WIR SIND DER MARKT ! Lasst nicht nur kaufmännische Argumente zählen, sondern auch einmal das Mitarbeiterwohl im Vordergrund! Wir wollen bei weitem keine unmöglichen Dinge… Ein funktionierendes Smartphone , ein funktionierenden Laptop und ganz entscheidend: Ein Dienstwagen, mit dem man entspannt und sicher seine bis zu 1500km Gesamtstrecke in der Woche zum Kunden/ Standorten abspulen kann… Es kann doch nicht sein, das auf der einen Seite die Büroarbeitsplätze mit Ergostühlen, Top Monitor, höhenverstellbaren Schreibtischen angeschafft werden ( was ich den Kollegen natürlich gönne ), aber auf der anderen Seite Funktionsfahrzeuge ohne anständiges Licht, mit Gartenstühlen und Blattfederung besorgt werden. Das ist unser Arbeitsplatz bzw. Büro !!! Ach ja, falls ich es noch nicht erwähnt habe, wir haben eine Privatnutzung des Dienstwagens, d.h. ich habe eine monatliche Versteuerung zu entrichten. Früher gab es eine Auswahl Dienstkfz, klein, mittel, groß mit wenig oder viel Zuzahlung für nützliche Extras und gut. Nehmt das wieder in das Portfolio, denn auch eine nicht geringe Anzahl der Mitarbeiter sind neben den Kollegen auch noch wegen der bisherigen Dienstwagenregelung im Unternehmen… Die Idee nahezu den kompletten Mobilfunkservice in Deutschland aufzukaufen war extrem schlau, jetzt aber im Laufe der Jahre die Mitarbeiter so zu verheizen weniger … Traurig ist, das man über eine externe Plattform wie Kununu hier seine Interessen kundtun muss… Eine Veränderung wird es dadurch wahrscheinlich nicht geben, aber es tut gut, wie auch andere Kollegen, seine Gedanken einfach mal niederzuschreiben, um nicht ganz zu resignieren
Arbeitsatmosphäre
Ist wahrscheinlich von Team zu Team unterschiedlich. Bei uns ist die Arbeitsatmosphäre soweit in Ordnung obwohl durch die stetigen neuen Projekte bzw. Zusatzaufgaben die Arbeitslast eigentlich nur einen Weg nach oben zeigt. Von sinnfreien Fahrten ins Nirgendwo mal ganz abgesehen.
Kommunikation
Die Kommunikation läuft wie in vielen Kommunikationsunternehmen mehr schlecht als recht… Wenn man denn mal eine interessante Info bekommt, geht die meistens über den Flurfunk. Offiziell gibt es im Jahr zwei große Telkos, in denen immer das gleiche gebetsmühlenartig erzählt wird, wir sind Top, aber zu teuer im Markt. Kleinere Telkos kommen meist mit Infos, welche man schon vorher aus o.g. Kanälen kennt.
Work-Life-Balance
Wie in dieser Branche üblich, mal so, mal so. Das heißt es gibt Tage, da bist Du 400km unterwegs für mehrere Kunden mit den verschiedensten Bedürfnissen und es gibt Tage, da läuft es relativ normal ( sind aber meistens ersteres… ) Wird sich aufgrund der Mitarbeiter Fluktuation eher noch verschlechtern, denn es fehlen heute schon Mitarbeiter im unteren dreistelligen Bereich für die ganzen Projekte
Vorgesetztenverhalten
Kommt auf das Level an… Direkte Vorgesetzte bis zum Abteilungsleiter sind für alle Anliegen offen, bzw. versuchen eine Lösung zu finden. In unserem Bereich passt das schon ganz gut, vor allem der Abteilungsleiter versucht was geht, wird aber durch die Geschäftsführung oft wieder geerdet. Das Problem liegt weiter oben, denn dort werden Probleme und Anliegen vielleicht weitergegeben, aber wenn es mit Kosten zu tun hat, definitiv abgelehnt! Bestes Beispiel Jobrad… So gut wie jede Firma mit mehr als 15 Mitarbeitern hat mittlerweile so ein Angebot, aber für unsere Geschäftsführung ist es zu viel Aufwand ( ohne Worte… ), man stelle sich mal vor, der Mitarbeiter hält sich neben der kräftezehrenden Arbeit fit
Interessante Aufgaben
Ist halt ein typisches Kunde wünscht, Firma liefert Unternehmen. Egal was gefordert wird, es wird von uns verlangt, das die Arbeiten erledigt werden! Das diese mittlerweile extrem weit gefechert ist und man kaum mit der Ausführung hinterher kommt, ist der Obrigkeit egal. Dabei sind eigentlich genug interessante Aufgaben dabei. Da man aber alles mal schnell nebenbei erledigen muss, ist dieses teilweise sehr frustrierend. Und wie schon weiter oben erwähnt, es gibt KEINE Schulungen oder ähnliches, alles im Selbststudium mit abgelegten Unterlagen auf dem Sharepoint !!! Das ganze Portfolio steht in keinem Verhältnis zum Verdienst!
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nur für unser Team sprechen, hier ist es soweit ok. Muss es aber eigentlich auch, denn wenn jung und alt hier bei der Arbeitslast nicht zusammenhalten, dann läuft hier gar nichts mehr… Seitens der Geschäftsführung sehe ich es genau so wie einer meiner Vorredner: Es wird versucht die älteren Kollegen aufgrund ihres höheren Gehalts, Stück für Stück leise aus dem Unternehmen zu drängen… Das einfache Mittel dazu ist simpel: Sie werden in den jährlichen Gehaltsrunden einfach nicht berücksichtigt, heißt Mitarbeiter über 50 Jahre haben keine jährliche Inflation und brauchen deshalb keine prozentuale Anpassung Ihrer Bezüge… Aber ohne die älteren Mitarbeiter geht auch eine Menge an Wissen verloren, die diese jahrelang aufgebaut haben und an Quereinsteiger weitergegeben könnten
Arbeitsbedingungen
Werden suggestive immer mehr beschnitten… Immer mehr Projekte, bei schlechteren Bedingungen… Mitarbeiter werden weniger, Arbeitslast geht logischerweise nach oben… Ist auch schon in den letzen realen Bewertungen gut wiedergegeben worden
Gehalt/Benefits
Leidiges Thema… Kurz und knapp gesagt verdienen wir lt. der Geschäftsführung alle zu viel Geld, vor allen Dingen die vollgesaugten faulen alten Mitarbeiter, hier gibt es Techniker die haben aufgrund der tollen Bonusanpassung und Bereitschaftsänderungen seit 10 Jahren so gut wie das gleiche Jahresbrutto ! ( Ironie an ) Ok, es gab dann doch schon einen einmaligen Coronabonus im unteren dreistelligen Bereich und knappe 5 Prozent Gehaltserhöhung in der Zeit, 0,5 Prozent p.a. da ist doch der Inflationsausgleich mehr als ausgeglichen ( ironie aus ! ) Also wenn jemand hier anfangen möchte, sollte er gut verhandeln, denn das Gehalt ist so gut wie gesetzt bis zum Rentenalter
Image
Die Firma ist außerhalb der Branche vermutlich nicht sichtbar, daher ist es unmöglich ein Image zu haben. Bei unseren Kunden allerdings haben wir meines erachtens einen guten Leumund.
Karriere/Weiterbildung
Ist defakto nicht vorhanden, denn eine Weiterbildung bzw. Qualifizierung würde Geld kosten, dieses wird aber für die unteren Regionen der Mitarbeiter nicht ausgegeben… Wie schon von mehreren Kollegen geschrieben, learning by doing bzw. steht auf dem Sharepoint…