Zu viele Baustellen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die flexiblen Möglichkeiten, die eigene Arbeit selbstständig zu organisieren und einzuteilen. Die Unterstützung bei fachlichen Weiterbildungen und Zertifizierungen. Es gibt Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit sehr angenehm ist und auf die man sich verlassen kann.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Häufige Umstrukturierungen. Mangelnde Transparenz und teilweise schwer nachvollziehbare Entscheidungen. Hohe Arbeitsbelastung und Leistungsdruck, so dass man Angst hat seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Fehlende Wertschätzung. Teilweise hierarchischer und distanzierter Führungsstil. Verbesserungswürdige Kommunikation und Zusammenarbeit. Wenig nachvollziehbare und teilweise unfaire Gehaltsentwicklung. Starre Prozesse. Verbesserungen sind nicht erwünscht. Softwareprobleme, die den Arbeitsalltag zusätzlich erschweren. Kein Arbeitszeitkonto. Schlechte Bezahlung. Mitarbeitende, die gegen andere arbeiten.
Verbesserungsvorschläge
Weniger ständige Umstrukturierungen und mehr Ruhe und Verlässlichkeit im Arbeitsalltag. Entscheidungen sollten transparenter kommuniziert und Mitarbeitende frühzeitig einbezogen werden. Auch die Arbeitsbelastung muss sich ändern. Statt immer nur auf Einsparungen und wirtschaftliche Ziele zu schauen, sollte der Mensch wieder stärker im Mittelpunkt stehen. Auch eine faire und nachvollziehbare Gehaltsentwicklung wäre wichtig. Die Arbeitsatmosphäre ist schlecht, da muss das Unternehmen unbedingt etwas tun. Gegen Mitarbeiter die dauerhaft konfrontativ gegen andere angehen, sollten Maßnahmen ergriffen werden.
Arbeitsatmosphäre
War von Anfang an insgesamt angespannt und toxisch. Die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit gestaltet sich kompliziert. Wiederkehrende Umstrukturierungen, Entlassungen von langjährigen Mitarbeitern und technische Schwierigkeiten belasten die Stimmung. Hinzu kommt eine spürbare Unzufriedenheit sowie eine teilweise von gegenseitiger Kritik und mangelndem Vertrauen geprägte Kommunikationskultur. Über andere Kollegen lästern oder die Arbeit anderer schlecht machen kommt häufig vor. Es fehlt an einem motivierenden und gemeinschaftlichen Arbeitsumfeld.
Kommunikation
Ist sehr verbesserungswürdig. Insbesondere der Informationsfluss seitens Geschäftsführung und oberste Führungsebene lässt häufig an Transparenz, Klarheit und Verlässlichkeit vermissen. Hinzu kommt, dass kommunizierte Aussagen und Ankündigungen nicht immer mit der späteren Umsetzung übereinstimmen. Innerhalb meines Teams sind durchaus positive Entwicklungen und eine deutlich verbesserte Kommunikation erkennbar. Auf übergeordneter Ebene fehlt es jedoch weiterhin an einer offenen, regelmäßigen und nachvollziehbaren Informationspolitik. Unternehmensweite Informationsveranstaltungen finden zwar statt, wirken jedoch häufig eher anlassbezogen auf Zwang. Gerade in Phasen organisatorischer Veränderungen ist eine frühzeitigere und transparentere Einbindung der Mitarbeitenden wünschenswert. Insgesamt bleibt die Kommunikation anscheinend stark von der jeweiligen Führung abhängig. Meine Führungskraft versucht unser Team so gut es geht zu informieren, was nicht immer einfach ist. Bei dem Organisationschaos kein Wunder.
Kollegenzusammenhalt
Ist sehr unterschiedlich ausgeprägt und hängt stark von den jeweiligen Personen und Teams ab. Während einzelne meiner Kollegen durch Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit überzeugen, fehlt es an anderer Stelle an gegenseitiger Unterstützung, Loyalität und einem gemeinsamen Verständnis von Zusammenarbeit. Teilweise entsteht der Eindruck, dass eher gegeneinander als miteinander gearbeitet wird. Es wird die Arbeit anderer schlecht gemacht. Ein Wir-Gefühl ist wenig erkennbar.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung ist in meinem Bereich dauerhaft hoch. Auch aus anderen Bereichen bekommt man mit, dass viele Mitarbeitende mit einem hohen Arbeitspensum zu kämpfen haben. Personelle Engpässe, krankheitsbedingte Ausfälle und zusätzliche Vertretungsaufgaben machen es schwer, die anfallende Arbeit innerhalb der regulären Arbeitszeit zu schaffen. Hinzu kommen technische Probleme und Software, die nicht immer zuverlässig funktioniert und die Arbeit zusätzlich erschwert. Oft kommen kurzfristig neue Aufgaben dazu, sodass man kaum die Möglichkeit hat, seine eigentliche Arbeit in Ruhe zu erledigen. 2 Sterne gibt es lediglich für die Flexibilität meiner Arbeitszeiten und dass die Arbeit in meinem Rahmen organisiert werden kann. Es fallen jedoch immer mal Überstunden an und somit weniger Zeit für das Privatleben.
Vorgesetztenverhalten
Das hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Vorher war Einbindung, Mitgestaltung und ein offener Austausch gefragt. Mittlerweile empfinde ich den Führungsstil als sehr hierarchisch. Druck seitens der obersten Führungsebene steht häufig im Vordergrund, welcher nach unten weitergegeben wird, während für einen offenen Austausch, eigenverantwortliches Arbeiten und die Einbindung der Mitarbeitenden wenig Raum bleibt. Anerkennung kommt oftmals zu kurz, während Kritik in Meetings deutlich stärker im Fokus steht. Wie oben beschrieben, ist die Kommunikation deutlich besser geworden. Es wird versucht so gut es geht uns auf den Laufenden zu halten, damit Ziele erreichbar bleiben.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben gibt es durchaus. Allerdings stehen wirtschaftliche Ziele und hohe Leistungsanforderungen zunehmend im Vordergrund, sodass der Fokus stark auf dem Tagesgeschäft liegt. Dadurch bleibt wenig Zeit und Spielraum, sich mit anderen interessanten Themen zu beschäftigen, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen oder eigene Ideen einzubringen und Verbesserungen anzustreben.
Arbeitsbedingungen
Positiv ist die Flexibilität bei der Arbeitsorganisation. Die eigenen Aufgaben lassen sich weitgehend selbstständig planen und einteilen. Allerdings nehmen zahlreiche Meetings mittlerweile viel Zeit in Anspruch, die dann für die eigentliche Arbeit fehlt. Auch die technische Ausstattung ist teilweise verbesserungswürdig. Insbesondere die Leistungsfähigkeit der Smartphones sowie Softwarelösungen, die nicht immer reibungslos funktionieren oder aufeinander abgestimmt sind, erschweren den Arbeitsalltag. Sehr positiv hervorzuheben ist der IT-Support. Die Kollegen sind hilfsbereit, engagiert und bemühen sich um individuelle Lösungen. Teilweise starre Strukturen. Neue Prozesse sollten erst eingeführt werden, wenn sie ausreichend durchdacht und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft sind. Überstunden werden nicht bezahlt und es gibt kein Arbeitszeitkonto.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsentwicklung ist schwierig bzw. gar nicht vorhanden. Individuelle Gehaltsanpassungen sind schwer durchzusetzen und die jährlichen Gehaltserhöhungen fielen bisher so gering aus, dass sie nicht einmal die Inflation ausgleichen. Ich habe gehört, dass bei Neueinstellungen teilweise höhere Gehälter möglich sind als bei bereits länger beschäftigten Mitarbeitenden. Die Sozialleistungen sind gut. Mittlerweile wurde Urban Sport eingeführt. Allerdings ist das Angebot im ländlichen Raum dürftig.
Image
Das Image des Unternehmens ist sowohl intern als auch extern eher schlecht. Sparmaßnahmen, Personalabbau, ständige Umstrukturierungen und teilweise schwer nachvollziehbare Entscheidungen tragen dazu bei. Die Arbeitsbelastung steigt. Auch die Auswirkungen auf die Patientenversorgung und die damit verbundene Unzufriedenheit der Kunden wirken sich negativ auf das Image aus.
Karriere/Weiterbildung
Fachliche Weiterbildungen, die für die eigene Tätigkeit relevant sind, werden grundsätzlich unterstützt und gefördert. Auch verschiedene E-Learning-Angebote stehen zur Verfügung. Wenn bestimmte Zertifizierungen für die Arbeit erforderlich oder sinnvoll sind, wurde in meinem Fall darin investiert.

