Tolle Kollegen, aber strukturelle Probleme bei Gleichbehandlung und Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Höhenverstellbare Schreibtische, ein gutes Verhältnis unter den Kollegen sowie mit Team- und Büroleitern, dazu Jobticket und Job-Fahrrad-Leasing.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es wird immer gesagt, man sei flexibel beim Homeoffice, und dass man auch im Krankheitsfall von zuhause arbeiten kann. Aber wenn man dann tatsächlich krank ist und spontan Homeoffice machen möchte, wird schief geschaut, und man wird gefragt, ob man dafür dann später auf einen der vertraglich festgelegten Homeoffice-Tage verzichten kann, quasi als Ausgleich. Am Ende wird das Ganze so kompliziert gemacht, dass es einfacher ist, sich krankschreiben zu lassen und gar nicht zu arbeiten.
Verbesserungsvorschläge
Gleichbehandlung von Männern und Frauen sollte endlich Priorität haben, bei Gehalt, Beförderungen und im Umgang miteinander. Sexistische Sprüche, wie bei Weihnachtsfeiern erlebt, gehören abgeschafft. Die Geschäftsführung sollte an ihrem Führungsstil arbeiten, weniger toxisch, mehr transparent. Weiterbildung sollte für alle Teams gleich zugänglich sein, nicht nur für einzelne. Und für den Sommer braucht es endlich eine echte Lösung statt privat gekaufter Ventilatoren
Karriere/Weiterbildung
Man verspricht einem hier das Blaue vom Himmel, aber in der Realität gibt es dann quasi nichts. Der Unterschied bei den Ressourcen zwischen den Teams ist enorm. Es gibt ein Team, das richtig viel Weiterbildung bekommt und sich auch oft trifft, andere Teams dagegen werden auf ein jährliches Meeting reduziert, ganz ohne irgendeine Art von Schulung.
Gehalt/Benefits
Es gibt eine interne Gehaltstabelle, eine Inflationsanpassung gibt es jedes Jahr, klingt erstmal gut. Aber real steigt das Gehalt über die Jahre kaum, echt enttäuschend. Verhandeln kann man so gut wie gar nicht. Stattdessen gibt’s eine 50€ Shoppingcard/Urban Sports Club, ein Jobticket (Deutschlandticket) und Job-Fahrrad-Leasing, nette Extras, aber das gleicht das schwache Gehaltswachstum nicht wirklich aus.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist wirklich gut, alle sind sehr nett und man versteht sich. Es gibt auch das ein oder andere, das über rein Kollegiales hinausgeht, sagen wir mal so.
Umgang mit älteren Kollegen
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Vorgesetztenverhalten
Mit den Teamleitern und Büroleitern läuft es gut, da gibt es nichts zu meckern. Die Geschäftsführung dagegen ist das Toxischste, was einem begegnen kann. Alle drei sind natürlich Männer, Frauen werden hier unten gehalten. Der eine schreit einen an und verliert komplett die Fassung, der andere lächelt einen freundlich an und sticht einem dabei in den Rücken.
Arbeitsbedingungen
Höhenverstellbare Schreibtische sind vorhanden, das ist gut. Für den Sommer ist man aber schlecht ausgestattet: keine Klimaanlage, bei Hitzewellen muss man sich selbst behelfen, und Ventilatoren zahlt man aus eigener Tasche. Auch bei 36 Grad wird ganz normal weitergearbeitet, einen freien Tag gibt es nicht.
Gleichberechtigung
Nur etwa 20% der Belegschaft sind Frauen, und die gehen öfter (oder werden öfter gegangen) als die Männer. Männer und Frauen in der gleichen Position werden unterschiedlich behandelt. Ein Beispiel: bei der Weihnachtsfeier ließ ein Geschäftsführer gerne die Frauen aufstehen, um ihnen dafür zu danken, dass sie sich um die Kinder und den Haushalt kümmern. Ein anderes Mal wurde bei zwei Büroleitern, die gleichzeitig angefangen hatten (ein Mann und eine Frau), von der Geschäftsführung nur dem Mann eine Gehaltserhöhung angeboten, was er übrigens von sich aus abgelehnt hat, aber angeboten wurde es eben so.