Gemischte Gefühle: ein einst sehr attraktiver Arbeitgeber baut ab.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man kann sein leben Lang hier arbeiten und trotzdem alle paar Jahre einen komplett neuen Job machen und was von der Welt sehen. Das ist Fluch und Segen zugleich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Stimmung im Unternehmen ist derzeit nicht die beste. Das hat stark mit den schrumpfenden Leistungen, den Unwillen tarifliche Anpassungen zu Gunsten der Mitarbeiter zu machen und den wachsensen Belastungen der Mitarbeiter zu tun. Jungen Mitarbeitern, die in die Branche wollen, kann keine Perspektive mehr geboten werden. Das Matching auf dem internen Jobmarkt funktioniert nicht gut.
Verbesserungsvorschläge
Weniger Lippenbekenntnisse zum Wert der Mitarbeiter - put your money where your mouth is.
Die Belastung der Mitarbeiter steigt und steigt und steigt. die Wertschätzung, die man als Arbeitgeber nun mal monetär und in Sozialleistungen ausdrückt, nicht.
Arbeitsatmosphäre
Durchschnittlich aber zunehmende Ellebogenmentalität, da Mitarbeitergruppen gegeneinander ausgespielt werden: Personen mit Befristung va. Entfristete, die ebenso dringend eine Wiederverwendung im Unternehmen benötigen. Um erstere halten und ihnen eine Perspektive bieten zu können, müssen Führungskräfte letztere diskreditieren.
Work-Life-Balance
Man setzt auf die intrinsische Motivation der Mitarbeiter, die sich stark für ihre Projekte Einsetzen, teils in Dimensionen, die gesundheitsschädlich sind oder zumindest ein Killer für das Privatleben. Parallel dazu schwinden die Leistungen für die Mitarbeiter. Warme Worte des Vorstandes können nicht über die Lebensrealitäten hinwegtrösten.
Gehalt/Benefits
befinden sich stetig im Abbau. Man wird so lange wie möglich so klein wie möglich gehalten und jeder Aufstieg ist ein absoluter Kampf... als wäre man der Gegner des Arbeitgebers.
Lohmodell ist vor allem in den Junior-Jahren gut. Mit Familie wird es dann weniger attraktiv. Die konsequente Weigerung des Vorstands auf Tarifverhandlungen einzugehen hat zu mehr als 7% Reallohnverlust in den letzten beiden Jahren geführt. Man knausert selbst bei Sozialleistungen, wie dem Jobticket und will über diese Einsparungen machen.