Starke Schwächen in Führung, Kommunikation und Gleichbehandlung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt und das nicht alle so sind! Es gibt auch viele gute und liebe Menschen !
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Personalabteilung sowie die stark juristisch geprägten Bereiche werden teilweise als wenig praxisnah wahrgenommen. Der Fokus scheint häufig auf formalen und rechtlichen Aspekten zu liegen, während die individuelle Situation der Mitarbeitenden nicht ausreichend berücksichtigt wird. Dies trägt aus Sicht vieler Mitarbeitender zu einem Gefühl von Unfairness und Frustration bei.
Verbesserungsvorschläge
Zur Verbesserung der aktuellen Situation sollte insbesondere die Kommunikationskultur gestärkt werden, indem offener und direkt mit Betroffenen gesprochen wird und kritisches Feedback ohne negative Konsequenzen möglich ist. Gleichzeitig sind transparente und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse erforderlich, um Vertrauen zu schaffen und Fehlentwicklungen zu vermeiden.
Darüber hinaus sollte Fairness und Chancengleichheit stärker sichergestellt werden, insbesondere in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit, Beförderungen und Leistungsbewertungen. Klare und transparente Karrierepfade sowie faire Vergütungsstrukturen können dazu beitragen, bestehende Ungleichgewichte abzubauen.
Zudem ist es wichtig, eine sachorientierte und wertebasierte Führungskultur zu fördern und den Einfluss informeller Netzwerke zu reduzieren. Ergänzend sollten Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten und Leistungserfassung so gestaltet werden, dass Transparenz und Verlässlichkeit gewährleistet sind.
Insgesamt sollte das Ziel eine offene, faire und leistungsorientierte Unternehmenskultur sein, die Vertrauen stärkt und allen Mitarbeitenden gleiche Entwicklungsmöglichkeiten bietet.
Arbeitsatmosphäre
Starke Abhängigkeit an die Führungskraft. Lob eher selten, wenn was falsch läuft, wird sehr schnell eskaliert.
Image
Das Unternehmensimage zeigt aus aktueller Sicht eine zunehmend negative Entwicklung.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist in der Regel gegeben und stellt einen der wenigen positiven Aspekte dar. Gleichzeitig entsteht jedoch der Eindruck. dass das mobile Arbeiten von einigen Mitarbeitenden ausgenutzt wird. In diesem Zusammenhang wirkt die derzeit nur eingeschränkt überprüfbare Leistung anfällig für Fehlverhalten, wodurch Transparenz und Verlässlichkeit leiden.
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklungen gestalten sich für Männer deutlich einfacher. Insbesondere in den unteren Gehaltsbändern bestehen für Funktionen wie Sachbearbeitung und Office Management erhebliche Hürden, diese zu verlassen und sich weiterzuentwickeln.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsniveau liegt insgesamt im überdurchschnittlichen Bereich. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass neu eingestellte Mitarbeitende benachteiligt werden, da ihnen teilweise die notwendigen Kenntnisse über Verhandlungsmöglichkeiten fehlen und sie diese daher nicht voll ausschöpfen können.
Kollegenzusammenhalt
Auf L1-Ebene gestaltet sich die Zusammenarbeit augenscheinlich sehr positiv. Innerhalb des Kollegenkreises ist jedoch eine zunehmend ausgeprägte Wettbewerbsmentalität zu beobachten. Viele Mitarbeitende scheinen sich aktuell stark im Hinblick auf zukünftige Positionen zu positionieren, wodurch Aspekte wie Fairness und kooperative Zusammenarbeit leider in den Hintergrund treten.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch in Bezug auf die Altersstruktur ist ein Ungleichgewicht erkennbar. Einerseits besteht bei erfahreneren Mitarbeitenden teilweise eine geringe Bereitschaft, Impulse oder Rückmeldungen jüngerer Kolleginnen und Kollegen anzunehmen. Andererseits ist eine Tendenz erkennbar, sich im Rahmen freiwilliger Programme oder Abfindungsregelungen gezielt von älteren und kostenintensiveren Mitarbeitenden zu trennen
Vorgesetztenverhalten
Die aktuelle Situation ist als nicht akzeptabel zu bewerten, da Mitarbeitende den bestehenden Strukturen weitgehend ausgeliefert sind. Das Ansprechen von Fehlern wird häufig nicht angenommen oder aktiv abgeblockt. In einzelnen Fällen entsteht der Eindruck, dass dies negative Konsequenzen nach sich zieht, etwa durch den Entzug von Projekten oder Versetzungen.
Darüber hinaus besteht ein deutliches Ungleichgewicht in Bezug auf Fairness und Gleichbehandlung der Geschlechter. Frauen werden benachteiligt und häufiger beziehungsweise schneller für Fehler verantwortlich gemacht als Männer. Ein möglicher Zusammenhang wird in der derzeitigen Zusammensetzung der Führungsebene gesehen, die überwiegend männlich geprägt ist.
Arbeitsbedingungen
Die Büroausstattung sowie die bereitgestellten Arbeitsmittel befinden sich in einem sehr guten Zustand. Mitarbeitenden wird für die Ausübung ihrer Tätigkeit angemessenes und zeitgemäßes Equipment zur Verfügung gestellt.
Kommunikation
Es wird aus meiner Sicht zu häufig über statt mit den betroffenen Personen kommuniziert. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass umfangreiche Diskussionen geführt werden, ohne dass daraus konsequent klare und zielführende Entscheidungen abgeleitet werden.
Die bestehenden, eng verflochtenen Netzwerke auf L1-Ebene tragen maßgeblich zu den aktuellen Fehlentwicklungen bei und behindern eine sachorientierte Zusammenarbeit. Besonders kritisch ist, dass Informationen gegenüber den Linienvorständen teilweise nicht vollständig oder verzerrt dargestellt werden, offenbar mit dem Ziel, die eigene Bereichsleitung in einem besseren Licht erscheinen zu lassen.
Gleichberechtigung
Es besteht ein deutliches Ungleichgewicht in der Gleichbehandlung von Frauen und Männern. Männer gelangen erkennbar schneller in Führungspositionen und erhalten im Rahmen von Mitarbeitergesprächen häufig bessere Bewertungen. Dies scheint sowohl durch informelle Netzwerke („Brüderschaften“) innerhalb des Unternehmens als auch durch die vorgegebenen Performance-Bewertungen auf Vorstandsebene begünstigt zu werden.
Interessante Aufgaben
Das Aufgabengebiet ist sehr spannend und abwechslungsreich, wenn wir nicht diese Firmenpolitik hätten