Von einem der besten Arbeitgeber zum Albtraum – dank Walter Services
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut an der gkk fand ich: Die gkk war ein außergewöhnlich guter Arbeitgeber. Echte Augenhöhe zwischen Führung und Teams, eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur, hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten und eine Arbeitsatmosphäre, die ihresgleichen sucht. Wer wissen will, was „New Work" wirklich bedeutet – das war es. Man ist morgens einfach gern zur Arbeit gegangen!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Walter Services hat hat alles, was die gkk ausgemacht hat, in kürzester Zeit zerstört. Als Führungskraft habe ich hautnah miterlebt, wie Mitarbeitende von heute auf morgen per IT-Sperrung vor vollendete Tatsachen gestellt wurden – kein Gespräch, keine Vorwarnung, keine Menschlichkeit. Ich stehe seit der Übernahme regelmäßig vor meinem Team ohne Informationen, weil die neue Führung schlicht nicht verlässlich kommuniziert.
Der absolute Tiefpunkt: Drei Kolleg*innen, die einen Betriebsrat gründen wollten, wurden fristlos entlassen. Ein grundlegendes Arbeitnehmerrecht - einfach ausgehebelt. Das zeigt, mit welcher Haltung hier agiert wird. Das war eine deutliche Botschaft an die gesamte restliche Belegschaft.
Dazu: Systeme, die nicht funktionieren, fehlende Tools, und eine Führungskultur, die das Wort nicht verdient.
Verbesserungsvorschläge
Stoppt die Einschüchterung von Menschen, die ihre gesetzlichen Rechte wahrnehmen wollen. Sorgt dafür, dass die Infrastruktur funktioniert. Und lernt, was Unternehmenskultur bedeutet – vielleicht schaut ihr euch an, was gkk einmal war. Aber ehrlich gesagt: Nach allem, was ich ich im letzten halben Jahr seit der Übernahme mitbekommen habe, ist die Führungsriege von Walter Services nicht willens - und auch nicht in der Lage - irgendetwas an den desolaten Zuständen zu ändern.
Arbeitsatmosphäre
Früher eine der größten Stärken von gkk. Seit der Übernahme durch Walter Services herrscht Misstrauen, Unsicherheit und Angst. Niemand weiß, wer als nächstes seinen IT-Zugang nicht mehr hat und so erfährt, dass er gekündigt wurde. Eine offene und produktive Atmosphäre ist unter diesen Bedingungen schlicht nicht möglich.
Vorgesetztenverhalten
Mitarbeitende werden ohne Gespräch, ohne Vorwarnung und ohne Respekt entlassen. Wer seine Arbeitnehmerrechte wahrnimmt und einen Betriebsrat gründen möchte, wird fristlos gekündigt. Das ist kein Führungsverhalten – das ist Einschüchterung.
Arbeitsbedingungen
Systeme funktionieren nicht oder nur eingeschränkt. Notwendige Tools fehlen oder sind unzuverlässig. Man verbringt mehr Zeit damit, Workarounds zu finden, als eigentlich zu arbeiten. Von den einst hervorragenden Arbeitsbedingungen bei gkk ist nichts übrig.
Kommunikation
Faktisch nicht vorhanden. Entscheidungen werden getroffen und nicht erklärt. Als Führungskraft erfährt man Personalentscheidungen nach den betroffenen Mitarbeitenden. Wenn überhaupt kommuniziert wird, dann unvollständig und widersprüchlich. Je nachdem, wen man fragt, bekommt man eine andere Aussage. Feste Kommunikationswege gibt es nicht mehr. Eine Kommunikationskultur existiert seit der Übernahme schlicht nicht mehr.