Strukturelle Ungleichheit ohne Konsequenzen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt kam pünktlich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Personalpolitik: Leistungsstarke Mitarbeiter wurden ohne nachvollziehbare Begründung entlassen, während Mitarbeiter, die durch häufige Fehlzeiten und opportunistisches Verhalten auffielen, unbehelligt blieben. Wer gute Arbeit leistete, war offenbar nicht sicher – wer sich beim Management einschmeichelte, schon.
Vergütung & Gleichberechtigung: Für eine faire Gehaltsanpassung musste man regelrecht betteln – oft über Monate oder Jahre hinweg. Leistung wurde nicht honoriert. Besonders gravierend: Frauen wurden systematisch schlechter bezahlt als männliche Kollegen – selbst dann, wenn sie deutlich mehr Berufserfahrung mitbrachten. Männliche Mitarbeiter, die beim Vorgesetzten gut angeschrieben waren, verdienten spürbar mehr – unabhängig von Qualifikation oder Erfahrung. Berufseinsteiger mit wenig Berufserfahrung wurden teils besser entlohnt als langjährige weibliche Fachkräfte.
Management: Während einfache Mitarbeiter jahrelang um minimale Gehaltserhöhungen kämpfen mussten, hatte es den Anschein, dass die Führungsebene davon nicht betroffen war.
Betriebsrat: Vollkommen wirkungslos. Mitarbeiterinteressen wurden nicht vertreten, Missstände nicht angesprochen – auch die offensichtliche Ungleichbehandlung von Frauen blieb ohne jede Reaktion. Der Betriebsrat war de facto eine Alibi-Instanz ohne jeden Mehrwert für die Belegschaft.
Mitarbeiter mit älteren Arbeitsverträgen genossen deutlich mehr Urlaubstage als neuere Kollegen. Eine Angleichung wurde nie angestrebt – und der Betriebsrat sah auch hier keinen Handlungsbedarf.
Verbesserungsvorschläge
Wer seine besten Leute verliert oder wegtreibt, Frauen strukturell benachteiligt und Missstände schützt statt behebt, arbeitet aktiv an seinem eigenen Niedergang.Solange Leistung nicht zählt, Vetternwirtschaft das Klima bestimmt und Gleichberechtigung ein Fremdwort bleibt, wird sich daran nichts ändern.
Work-Life-Balance
Arbeitszeitkonto
Kollegenzusammenhalt
innerhalb der Abteilung gut
Umgang mit älteren Kollegen
gut
Arbeitsbedingungen
alte Ausstattung, teilweise sehr in die Jahre gekommen
Kommunikation
abteilungsübergreifend ist sehr schwierig
Gleichberechtigung
männliche Kollegen werden in vielem bevorzugt