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goldgas 
GmbH
Bewertung

TopCompany5 Jahre

Mehr Schein als Sein – Führung mit Fokus auf Wirkung statt Wirksamkeit

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Finanzen / Controlling bei goldgas GmbH in Eschborn gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Initial freundlicher Einstieg. Einige Kollegen zeigten echten Teamgeist. Die Events sind ganz gut, Gehalt pünktlich.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Symbolpolitik statt Substanz. Unprofessionelles mittleres Management. Zeitverschwendung durch erzwungene Selbsterfahrungsrunden und ritualisierte Meetings mit geringem Mehrwert. Entscheidungen wurden oft vertagt, Zuständigkeiten spontan neu verteilt – ohne Rücksprache oder klare Linie. Es fehlte an echter Führungsstärke, Verlässlichkeit und Klarheit.

Besonders irritierend war der Umgang mit ausgeschiedenen Mitarbeitenden: Statt wertschätzender Rückblicke wurde in internen Runden mit abfälligen Kommentaren nachgetreten – das hinterließ einen unangenehmen Beigeschmack. Auch die Tendenz, private Vergleiche oder persönliche Rechtfertigungen (z. B. rund um Statussymbole) in Teammeetings zu platzieren, wirkte auf viele eher peinlich als professionell.

Verbesserungsvorschläge

Weniger Energie in Außenwirkung und symbolische Formate investieren – stattdessen den Fokus konsequent auf funktionierende interne Strukturen, klare Verantwortlichkeiten und echte Kommunikation legen. Es braucht nachvollziehbare Prozesse, stabile Zuständigkeiten und Führungskräfte, die nicht nur methodische Schlagworte wiederholen, sondern auch bereit und fähig sind, Verantwortung zu übernehmen – inhaltlich wie menschlich.

Coaching-Ansätze und moderne Führungsinstrumente sind grundsätzlich willkommen, verlieren aber ihren Wert, wenn sie nur zur Selbstinszenierung genutzt werden oder echte Probleme überdecken. Führung bedeutet nicht, Meetings zu moderieren und dann in kritischen Momenten abzutauchen, sondern präsent, verlässlich und belastbar zu sein.

Zudem sollten Entwicklungsmöglichkeiten nicht nur angekündigt, sondern auch umgesetzt werden. Wenn Mitarbeitende sich einbringen möchten, sollte das gefördert und nicht durch interne Umverteilungen ohne Rücksprache untergraben werden. Vertrauen entsteht nicht durch Wohlfühlrituale, sondern durch nachvollziehbares, professionelles Handeln.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre wirkte zunächst offen und kollegial, kippte aber mit der Zeit. Viele fühlten sich durch übertriebene Kontrollmechanismen, ineffiziente Rituale und fehlende Fokussierung zunehmend demotiviert.

Image

Das Unternehmen bemüht sich stark um ein modernes Außenbild.

Work-Life-Balance

Formal in Ordnung. Arbeitszeiten waren meist planbar. Die psychische Belastung durch fehlende Struktur, ständige Umpriorisierungen und Symbolpolitik ist allerdings spürbar.

Karriere/Weiterbildung

Viel Rhetorik zu "Coaching und Entwicklung", aber wenig strukturelle Unterstützung. Echte Entwicklungsmöglichkeiten hingen stark vom Zufall oder persönlicher Nähe zu Führungspersonen ab. Wenn es darauf ankommt, braucht man eine Weiterbildung auf einmal nicht mehr.

Gehalt/Benefits

Leistungsniveau im marktüblichen Bereich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Man bemüht sich sichtbar um Umwelt- und Sozialthemen. Es gibt entsprechende Initiativen, und viele Kollegen leben diese Werte auch im Arbeitsalltag mit. Das Engagement wirkt grundsätzlich glaubwürdig und wird im Team unterstützt.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der Teams überwiegend solide. Viele Kollegen versuchten, sich gegenseitig zu unterstützen – trotz schwieriger Strukturen und mangelnder Führung in der Abteilung.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen war jederzeit respektvoll und selbstverständlich. Altersunterschiede spielten in der Zusammenarbeit keine Rolle – hier wurde professionell und gleichwertig miteinander gearbeitet. Den Umgang mit Kollegen anderer Abteilungen finde ich immer sehr gut.

Vorgesetztenverhalten

Das mittlere Management wirkte häufig überfordert. Persönliche Unsicherheiten wurden durch Detailversessenheit, Mikromanagement oder übertriebene Selbstdarstellung kompensiert. In Meetings dominierten irrelevante Themen, während wichtige Entscheidungen vertagt oder ganz vermieden wurden.

Planungsprozesse wurden zwar eingeführt, führten aber häufig zu Unsicherheit – besonders sichtbar, wenn Führungskräfte selbst in entscheidenden Besprechungen nervös und unvorbereitet auftraten. Es bestand ein ständiger Versuch, sich als Coach zu inszenieren, doch wenn es ernst wurde, ließ man andere im Stich. Unterstützung wurde zugesagt, in der Praxis aber durch Ablenkungsmanöver ersetzt – etwa durch spontane Ausflüchte oder künstlich erzeugte Dringlichkeit in Nebenthemen, um bei kritischen Punkten nicht anwesend sein zu müssen.

Für lockere Aktivitäten wie Dartwerfen war hingegen regelmäßig Zeit – ein auffälliger Kontrast zur fehlenden Präsenz in entscheidenden Momenten.

Positiv hervorzuheben ist allerdings das Top-Management auf C-Level. Hier war sowohl fachlich als auch strategisch ein klarer Kurs erkennbar. Die Zusammenarbeit auf dieser Ebene wirkte durchdacht, professionell und gut abgestim

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung war modern und sehr gut. Die mentale Arbeitsumgebung litt jedoch stark unter inkonsistenten Abläufen, unproduktiven Besprechungen und fehlender Klarheit über Rollen und Prozesse.

Kommunikation

Es gab viele Meetings, aber wenig echte Kommunikation. Entscheidungen wurden nicht nachvollziehbar vermittelt, Rückmeldungen versickerten häufig. Wichtige Themen wurden oft durch symbolische Formate verdrängt. Offenheit wurde zwar offiziell großgeschrieben, in der Praxis aber unterlaufen – Aufgaben wurden nicht selten hinter dem Rücken anderer verteilt, ohne Transparenz oder Einbindung der Betroffenen.

Gleichberechtigung

Gleichbehandlung war abhängig von persönlichen Sympathien einzelner Entscheidungsträger besonders in dieser Abteilung.

Interessante Aufgaben

Es gab potenziell interessante und sinnvolle Themen – doch diese wurden häufig von ineffizienter Organisation, spontanen Umverteilungen und fehlender Zuständigkeit überlagert.

Weiterbildungen und Entwicklungsmaßnahmen, die zu Beginn noch besprochen oder sogar zugesagt wurden, fanden später nicht mehr statt oder wurden kurzfristig abgesagt. Auch Projekte, an denen man motiviert mitarbeiten wollte, wurden ohne Rücksprache gestrichen – teils sogar hinter dem Rücken der betroffenen Mitarbeiter. Stattdessen wurde man in Aufgaben eingebunden, die man als Vorgesetzter offenbar nicht übernehmen wollte, obwohl es deren Projekt war. Persönliches Interesse und fachliche Stärken spielten dabei kaum eine Rolle.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.