Fachlich interessant, mehr aber auch nicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zum Teil entsteht das Gefühl, dass die Arbeit und nicht der Mensch im Vordergrund steht. Dies mache ich daran fest, dass man nach einem Tag Krankheit gleich eine "Liste" mit offenen bzw. nicht erledigten Dingen zugetragen bekommt ("Was ist damit", "wie ist der Stand bei xyz", "Hast du da und daran gedacht"?) Anstelle von "wie kann ich dich unterstützen?"
Verbesserungsvorschläge
Feedbackkultur einführen und nutzen. Aktuell gibt es nur Feedback, wenn die Kunden sich beschweren, oder man schlicht eine Sache (intern wie auch extern) vergessen hat (was dann gleich negativ ausgelegt wird). Den Aufbau der Kompetenzeinheiten überdenken, da zum Teil Dinge mehrfach entwickelt werden, die dieselbe fachliche Aufgabe erledigen. Personalgespräche nicht über Zoom erledigen. Generell mehr agieren als reagieren.
Arbeitsatmosphäre
Zum Teil sehr toxisch. Einige Entwickler sind schon so lange im Betrieb, dass sie wesentliche Freiheiten genießen und man sie gewähren lässt. So muss man sich zum Teil beleidigen oder anmeckern lassen, wenn man Gewisse Themen für die Entwicklung vorschlägt oder es mal nicht läuft. Fachvorgesetzte, die solche Dialoge mitbekommen, ignorieren dies gekonnt. Zum Teil geben die Entwickler auch die Schlagrichtung vor, und als PO hat man das zu akzeptieren.
Feedback durch die Fachvorgesetzten gibt es fast nur, wenn die Kunden sich beschweren.
Innerhalb des Teams gibt es aber durchaus eine positive Atmosphäre, sofern man mit den richtigen Leuten zusammen sitzt.
Work-Life-Balance
Homeoffice ist jederzeit möglich. Urlaube oder andere Abwesenheiten können schon recht flexibel genommen werden - natürlich muss drauf geachtet werden, dass die Arbeit nicht liegen bleibt.
Karriere/Weiterbildung
Für Weiterbildungen ist man selber verantwortlich. Auch seine eigene Weiterentwicklung obliegt jedem selbst. Eine definierte Rollenplanung anhand man sich entwickeln kann (z.B. Junior -> Senior) gibt es nicht.
Kollegenzusammenhalt
Wenn man die richtigen Kollegen hat, ist der Zusammenhalt top!
Umgang mit älteren Kollegen
An sich werden alle Mitarbeiter unabhängig ihres Alters gleich behandelt. Einige Kollegen die schon länger im Unternehmen sind und mehr Wissen haben, haben durchaus mehr Gewicht in ihrer Meinung, unabhängig wie diese kund getan wird.
Vorgesetztenverhalten
Kaum bis nicht vorhanden. Sofern Entscheidungen getroffen werden sollen, werden diese meist an die Kollegen zurückgespielt unter dem Deckmantel der "Selbstorganisation". Änderungen der Strukturen innerhalb einer KE werden kommuniziert aber nicht durch Ziele o.ä. begleitet. Wenn etwas schlecht oder nicht so wie vom Vorgesetzten vorgestellt läuft, gibt es eben das entsprechende Feedback. Regelmäßige Feedbackgespräche hinsichtlich der Personalentwicklung gibt es nicht.
Arbeitsbedingungen
Hardware und generelle Ausstattung ist in Ordnung.
Kommunikation
Es gibt regelmäßige (virtuelle) Versammlungen durch die Geschäftsführung und dem Betriebsrat, wo Informationen zur Lage des Unternehmens kommuniziert werden.
Bei der Kommunikation zwischen den Kollegen kann es sein, das man komplett ignoriert wird und man den Weg über seine Vorgesetzte gehen muss, da Themen durch dieses Verhalten gerne länger liegen bleiben und man so eskalieren muss. Eine aktive Information durch die Fachvorgesetzten zu bestimmten Themen gibt es auch nicht, hier muss man selber schon fast nerven, um für seine Arbeit relevante Informationen einzuholen.
Gehalt/Benefits
Gehälter werden pünktlich ausgezahlt. Lohnerhöhungen sind kaum möglich, da es hierzu keinen definierten Prozess gibt, bzw. man vom Tarifvertrag abhängig ist.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind schon fordernd und interessant.

