KLARES NEIN!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Homeoffice zu nahezu 100% möglich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meinen Vorgesetzten.
Fehlendes Vertrauen.
Fehlende Authentizität.
Fehlender Mut.
Fehlende Offenheit.
Mein Vorgesetzter war nicht in der Lage, andere zu motivieren ihr Bestes zu geben. Im Gegenteil: Durch sein Verhalten hat er dafür gesorgt, dass mehrere Mitarbeiter (einschließlich mir) nur noch das Nötigste getan haben. Auf diese Art (fast schon vorsätzlich) das Engagement zu zerstören, fand ich echt verrückt.
Verbesserungsvorschläge
Schulung zu Feedbackgesprächen.
Gehalt aufbessern.
Nachvollziehbaren Karriereplan aufstellen und nicht nach Nasenfaktor entscheiden.
Grundsätzlich müsste Tabula rasa gemacht werden und nicht nur punktuell an Dingen gearbeitet werden. Es wäre schonungslose Offenheit zu den Problemen notwendig, um diese überhaupt mal zu benennen. Das scheitert allerdings bereits, da die Offenheit fehlt bzw. mit den Jahren ausgetrieben wurde.
Das hat auch mit dem Wachstum zu tun. Da dieses nicht umkehrbar ist, hat man jede Menge Probleme aufgehäuft. Die Bereitschaft diese zu lösen, war kaum vorhanden. Deswegen habe ich dann aufgegeben.
Arbeitsatmosphäre
Von Misstrauen geprägt. Lob gab es gar nicht, nur Kritik, wenn etwas schief ging. Motto: Nicht geschimpft, ist genug gelobt.
Prägnant war die Willkür bei meinem Vorgesetzten, gefolgt von völliger Überforderung, was dann in unfairem Verhalten mündete.
Image
Ging leider von Jahr zu Jahr abwärts. Das Wachstum war zwar wichtig für mehr Sichtbarkeit, hat aber leider auch zu einigen negativen Entwicklungen geführt, die auch niemand mehr leugnen kann.
Work-Life-Balance
Durch den Betriebsrat war geregelt, dass nicht einfach Überstunden angeordnet werden können. Grundsätzlich konnte auch Freizeitausgleich genommen werden.
Karriere/Weiterbildung
Die Teams entscheiden welcher Bedarf besteht. Es gab allerdings keinen Plan wie man Karriere machen kann. Zum Teil wurden Weiterbildungen einfach gemacht, weil es dafür ein Budget gibt. Ob die Weiterbildung wirklich etwas gebracht hat oder sinnvoll war, interessierte nicht.
Gehalt/Benefits
In den unteren Lohnstufen ganz gut, aber danach nicht mehr angemessen für den Anspruch an die Arbeit. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat haben da immer versucht, das Beste rauszuholen, aber in der Welt außerhalb von Governikus ist einfach deutlich mehr drin.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
War mir nichts bekannt.
Kollegenzusammenhalt
Wenn man Glück hat gibt es Zusammenhalt, aber auch nur begrenzt. Wenn es hart auf hart kommt, ist sich doch jeder selbst der Nächste.
Umgang mit älteren Kollegen
Sehr unterschiedlich.
Vorgesetztenverhalten
Ohne Worte.
Arbeitsbedingungen
Zum Glück gab es auch nach Corona nahezu 100% Homeoffice.
Kommunikation
Die Geschäftsführer reden gern von Werten wie Vertrauen, Authentizität , Mut, Offenheit, ... In Wahrheit sieht es in der Führungsetage genau andersrum aus. Das sorgt dann auch dafür, dass Mitarbeiter nicht offen oder mutig reden. Man lernt, dass es besser ist, den Kopf einzuziehen.
Gleichberechtigung
Je nach Zählweise waren das so 10 bis maximal 20% Frauen.
Überwiegend alte weiße (und leider nicht weise) Männer - wie fast überall. In der Branche allerdings auch sehr schwer Frauen zu finden. Ich würde auch nicht empfehlen Frauen trotz fehlender Qualifikation zu bevorzugen. Leider gilt der Umkehrschluss nicht, dass sich dafür alle alten weißen Männer durch Qualifikation hervortun.
Interessante Aufgaben
Letztlich wie überall abhängig von der Abteilung und den eigenen Fähigkeiten. Ich kenne auch Fälle, bei denen Leute sozusagen "abgestellt", "geparkt" wurden, um es vorsichtig zu sagen.

