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Greenberg 
Traurig 
Germany
Bewertung

Für Marketing- & BD-Professionals mit dickem Fell

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Marketing / Produktmanagement in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Professionelle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen anwaltlichen und nicht-anwaltlichen Mitarbeitern. Kollegen sind wirklich nett und menschlich, auch in Zeiten sehr hoher Arbeitsbelastung - mit Ausnahme des mittleren Managements.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

.. dass offensichtliche Defizite und Fehlverhalten einiger Weniger aus politischen Gründen toleriert werden. Und das über Jahre hinweg.

Verbesserungsvorschläge

Zwei Personen im mittleren Management intensiv coachen... Dadurch könnte ggf. viel Geld durch andauernde Neurekrutierungen gespart, wichtiger Wissensverlust vermieden und vor allem das Arbeitgeber-Image im nicht-anwaltlichen Bereich stark verbessert werden.

Home-Office sollte möglich sein.

Arbeitsatmosphäre

Kanzleiweit: sehr gut. Ich schätzte sehr die Zusammenarbeit mit den Kollegen (anwaltlich/nicht-anwaltliche), weil sie inhaltlich sachlich, professionell-sympathisch und gleichzeitig menschlich erfolgt.

Die zwei Management-Personen auf nicht-Partnerebene schädigen die Atmosphäre in vielfältigen Aspekten - nachhaltig.

Image

Für Juristen sicherlich topp. Nette, interessante Kollegen, die alle Großes bewegen.

Für Business Service Staff wegen der beiden Hauotverantwortlichen leider nur 2 Sterne. Auf dem Markt hat sich das Vorgesetzten-Verhalten bereits herumgesprochen. Und wer den Markt beobachtet merkt schnell, dass bestimmte Stellen immer wieder neu ausgeschrieben werden - aufgrund der hohen Fluktuation. Dementsprechend niedrig ist mittlerweile auch die Zahl eingereichte Bewerbungen.

Work-Life-Balance

Extrem viele Überstunden. Arbeitshandy ist nicht Bestandteil des Arbeitsvertrags, wird aber ganz selbstverständlich allen Mitarbeitern "nahe gelegt". Klare Forderung der Teamleitung: auf dem Weg zum Büro muss man seine Mails checken um optimal vorbereitet am Arbeitsplatz anzukommen und sofort alle Anfragen beantworten zu können. Allerdings darf die Anfahrt nicht als Arbeitszeit angerechnet werden. Dienstliche Anrufe während Krankheit und Urlaub sind Standard.

Karriere/Weiterbildung

Es existiert kein strukturiertes Entwicklungskonzept. Vielmehr wird learning by doing groß geschrieben. Beförderungen gibt es in Form einer kleinen Jobtitel-Anpassung auf dem Papier (sofern die eigene Nase gemocht wird), aber eine faktische Erweiterung von Kompetenz oder Verantwortung ist nicht möglich, weil sich bestimmte Personen an ihrer Führungsposition festklammern und nicht loslassen. Dabei könnte man viele tolle Dinge bewegen - zusammen mit der Teamleitung.

Gehalt/Benefits

Für nicht juristische Positionen sind die Gehälter schlecht - nicht nur im Branchen-internen Vergleich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Normal, würde ich sagen. Müll wird getrennt.

Kollegenzusammenhalt

3 Sterne, weil Team-Mitglieder und auch Mitarbeiter der Business-Services Funktionen untereinander super zusammenhalten. Die Kommunikation ist offen, vertraut und konstruktiv.

ABER - Signifikantes Manko: es darf nicht sein, dass mittleres Management über Jahre hinweg ihre Mitarbeiter regelmäßig zum Weinen und an die Grenze eines Zusammenbruchs bringen, und dadurch letztendlich eine extrem hohen MA-Fluktuation erzeugen. Zwei nicht-anwaltliche Bereiche kann man niemandem guten Gewissens empfehlen.

Vorgesetztenverhalten

Unsäglich.
- nicht nur direkte Reports werden von Teamleitung wegen Kleidungsstil gerügt. Auch über anwaltliche Kollegen wird das sehr subjektive Urteil gefällt und hinter vorgehaltener Hand zum Ausdruck gebracht.
- Entscheidungen werden kurzfristig von einer Person geändert und oftmals nicht kommuniziert. Häufig kommt es zu Aussagen wie "Das habe ich nie gesagt." oder "Das habt Ihr falsch verstanden." Auf eine Entschuldigung kann man ewig warten.
- Micro-Management wird groß geschrieben. Emails werden oft vor dem Versand noch einmal durch Teamleitung überprüft. Ineffizienter geht es kaum und noch deutlicher kann man mangelndem Vertrauen in die Mitarbeiter kaum zum Ausdruck bringen.

Arbeitsbedingungen

Kleine, enge Büros, was sich aber bald ändern wird. Der Umzug in neue Räumlichkeiten steht bevor.

Kommunikation

Sachlich und wertschätzend. Bloß häufig zeitverzögert, manchmal widersprüchlich aufgrund der komplexen Partnerstruktur.

Interessante Aufgaben

Die ersten Monate spannend, weil vielfältig. Bald aber herrscht die totale Überlastung vor. Regelmäßige, umfangreiche Überstunden sind Usus. Wer nicht mitmacht gilt schnell als "nicht ausreichend motiviert".


Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Susanne Krüger

Liebe ehemalige Mitarbeiterin, lieber ehemaliger Mitarbeiter,
vielen Dank für Dein ausführliches Feedback, das wie - positiv wie negativ - sehr ernst nehmen. Du sprichst einige Punkte an, von denen wir die wichtigsten aufgreifen möchten:
Du sprichst Kleidungsregeln an. In der Rechtsberatungsbranche gibt es, insbesondere für Anwälte, einen gewissen Kleidungsstil, der sich etabliert hat. Trotzdem sieht man bei uns so gut wie nie Krawatten und auch immer weniger Anzüge. Denn wir sehen das locker - insbesondere an casual Fridays. Solange man nicht in kurzen Hosen, Flipflops oder im Tank-Top ins Büro kommt, ist alles ok.
Es ist richtig, dass wir kein ausgewiesenes Personalentwicklungskonzept haben, wie dies z.B. in Konzernen üblich ist. Dafür sind wir (noch) zu klein, da wir einige Tätigkeiten, Positionen nur einmal in der Kanzlei haben. Wir fördern Talente lieber individuell und spezifisch. Entwicklungsziele besprechen wir in regelmäßigen Mitarbeitergesprächen und entscheiden gemeinsam über die entsprechenden Schritte. Dafür stellen wir natürlich auch Weiterbildungsangebote, Trainings und Budget bereit.
Sollten Überstunden anfallen, was im nicht-anwaltlichen Bereich seltener vorkommt, kann man diese über Arbeitszeitausgleich oder im Ausnahmefall auch finanziell abgegolten bekommen. Jeder Teamleiter ist aber auch darauf bedacht, die Aufgaben im Team möglichst gleichmäßig zu verteilen, damit sie gar nicht erst entstehen.
Arbeitshandys sind bei einigen Tätigkeiten Teil der üblichen Arbeitsausstattung. Sie sind aber nicht Mittel zum Zweck der immerwährenden Erreichbarkeit in der Freizeit. Sie sollen vielmehr die Möglichkeit geben, flexibler sein und auch mal von woanders arbeiten zu können - was von den allermeisten auch geschätzt wird. Anrufe bei Krankheit oder im Urlaub sind die absolute Ausnahme und finden nur bei wirklich wichtigen Fragen oder zur Arbeitsübergabe statt. Jeder kann selbst entscheiden, es zu Hause zu lassen oder auszuschalten. Denn es ist unser größtes Interesse, dass sich jede und jeder erholen kann und gesund bleibt.

Beste Grüße

Dein GT-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.