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Ihr Unternehmen?

Professionelle Außenwirkung, intern für mich wenig wertschätzend, hoher Druck und widersprüchliche Unternehmenskultur.

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Design / Gestaltung in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben sind der professionelle Außenauftritt und die klare Positionierung des Unternehmens, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit. Die Aufgaben waren fachlich interessant und abwechslungsreich, und die benötigten Arbeitsmittel sowie Programme wurden zuverlässig zur Verfügung gestellt. Auch bisherigen flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Regelungen habe ich als angenehm empfunden. Zudem gab es Möglichkeiten zum internen Lernen sowie vereinzelt auch zur Teilnahme an Weiterbildungsangeboten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Negativ empfand ich vor allem die interne Unternehmenskultur. Der Leistungs- und Erwartungsdruck war für mich hoch, während Wertschätzung und Unterstützung im Arbeitsalltag zu kurz kamen. Konflikte wurden aus meiner Sicht nicht nachhaltig geklärt, sondern eher kurzfristig beschwichtigt, sodass sich ähnliche Probleme wiederholt haben.

Zudem habe ich die Führungskultur als wenig konsequent und nicht ausreichend transparent wahrgenommen. Das propagierte familiäre Miteinander ging für mich teilweise mit unausgesprochenen Erwartungen einher, etwa in Bezug auf Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeit. Insgesamt bestand für mich eine deutliche Diskrepanz zwischen dem nach außen vermittelten Anspruch und der intern erlebten Realität.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht besteht Verbesserungsbedarf vor allem in einer konsequenteren und transparenteren Führungskultur. Konflikte und Spannungen sollten klar angesprochen, fair eingeordnet und nachhaltig geklärt werden, statt nur kurzfristig beruhigt zu werden. Eine neutrale und wertschätzende Haltung gegenüber allen Mitarbeitenden, unabhängig von Position oder Rolle, würde das Vertrauen stärken.

Zudem könnte die Work-Life-Balance weiter modernisiert werden, etwa durch flexiblere Homeoffice-Regelungen und eine klarere Abgrenzung von Arbeits- und Erholungszeiten. Auch im Bereich Weiterbildung wäre aus meiner Sicht eine offenere Förderung sinnvoll, insbesondere bei fachlich relevanten Maßnahmen mit langfristigem Mehrwert für das Unternehmen.

Insgesamt würde eine stärkere Ausrichtung auf gelebte Werte im Arbeitsalltag, nicht nur in der Außenwirkung, das Arbeitsklima und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden nachhaltig verbessern.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als angespannt erlebt. Der Leistungs- und Erwartungsdruck war für mich hoch, was sich negativ auf das tägliche Arbeitsgefühl ausgewirkt hat. Wertschätzung habe ich im Arbeitsalltag nur eingeschränkt oder aber wiedersprüchlich wahrgenommen.

Image

Das Image des Unternehmens wirkt nach außen sehr professionell und überzeugend, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit und Außendarstellung. Intern entsprach meine persönliche Erfahrung diesem Anspruch jedoch nicht vollständig. Aus meiner Sicht bestand eine deutliche Diskrepanz zwischen dem vermittelten Image und dem erlebten Arbeitsalltag.

Work-Life-Balance

Die Regelung in 2025, mit drei Tagen Homeoffice und zwei festen Bürotagen habe ich persönlich als angenehm empfunden. Auch die Möglichkeit, den Arbeitsbeginn flexibel bis 9 Uhr zu gestalten, sowie gelegentliche Abwesenheiten für Termine waren für mich positiv. Insgesamt war die Work-Life-Balance für mich in Ordnung, aus meiner persönlichen Sicht jedoch im Vergleich zu heutigen Arbeitsmodellen noch ausbaufähig.

Karriere/Weiterbildung

Ich hatte persönlich den Eindruck, dass Vorschläge für Weiterbildungen vor allem dann aufgegriffen wurden, wenn sie mit geringen oder keinen Kosten verbunden waren. Gleichzeitig wurden von der Geschäftsführung auch gezielt Weiterbildungen ermöglicht, etwa durch die Teilnahme an bereichsspezifischen Events. Zudem konnten einzelne Mitarbeitende, insbesondere Auditor:innen, ihre Weiterbildungen erfolgreich abschließen, ebenso eine Mitarbeiterin ihre Qualifikation im Qualitätsmanagement über das Unternehmen. Positiv empfand ich außerdem die Möglichkeit zum internen Lernen, die für mich regelmäßig gegeben war.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt habe ich aus meiner persönlichen Sicht als soliden Durchschnitt empfunden. Auf individuelle Zusatzleistungen für Mitarbeitende wurde grundsätzlich geachtet. Klassische Sozialleistungen waren aus meiner Wahrnehmung jedoch nur eingeschränkt Bestandteil des Gesamtpakets.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Nachhaltigkeitsthema hatte grundsätzlich einen hohen Stellenwert und war nach außen klar positioniert. Im Arbeitsalltag hatte ich jedoch den Eindruck, dass bei materiellen Bestellungen wie z. B. Werbemitteln oder Zubehör nachhaltige Optionen teilweise zurückgestellt wurden, wenn diese mit höheren Kosten verbunden waren. Aus meiner persönlichen Sicht stand hier nicht immer die ökologisch konsequenteste Lösung im Vordergrund.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter Kolleg:innen war grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig wurde das propagierte familiäre Miteinander für mich nicht immer positiv erlebt, da unausgesprochene Erwartungen aus der Führungsebene zusätzlichen Druck erzeugt haben.

Umgang mit älteren Kollegen

Der persönliche Umgang mit älteren Kolleg:innen war aus meiner Sicht stets respektvoll und freundlich. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass unterschiedliche Maßstäbe im Arbeitsalltag angelegt wurden. Aufgaben, Leistung und Verhalten wurden meiner Wahrnehmung nach nicht immer gleich bewertet, wodurch der Eindruck entstehen konnte, dass bei einzelnen Mitarbeitenden mehr Nachsicht gezeigt wurde. Das habe ich als nicht vollständig konsequent empfunden.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Führungsebene habe ich als parteiisch und wenig neutral erlebt. In Konfliktsituationen fühlte ich mich nicht fair behandelt. Aussagen über meine Arbeit wirkten auf mich teilweise einseitig weitergegeben, ohne ausreichende Möglichkeit zur Klärung oder Richtigstellung. Insgesamt habe ich das Führungsverhalten als belastend und wenig unterstützend wahrgenommen.

Arbeitsbedingungen

Vom Arbeitsmaterial bis hin zur Büroausstattung wurde alles zur Verfügung gestellt, was für die tägliche Arbeit notwendig war. Auch neue Programme oder Tools wurden, sofern sie sich als sinnvoll und wirtschaftlich darstellten, zeitnah angeschafft. Individuelle Wünsche in Bezug auf Arbeitsmittel wurden meiner Erfahrung nach stets berücksichtigt und umgesetzt. Auch das Büro an sich ist sehr Lichtdurchflutend und freundlich eingerichtet.

Kommunikation

Offene Kommunikation wurde aus meiner Sicht zwar häufig betont, im Alltag jedoch nicht konsequent gelebt. Angesprochene Probleme führten für mich selten zu nachhaltiger Klärung, sondern wirkten eher kurzfristig beschwichtigend.

Gleichberechtigung

Ich hatte persönlich den Eindruck, dass Mitarbeitende in niedrigeren Positionen weniger ernst genommen wurden. Eigene Ideen und Impulse habe ich eingebracht, hatte jedoch das Gefühl, dass diese später ohne klare Zuordnung als gemeinsame oder übergeordnete Leistungen dargestellt wurden. Das empfand ich als wenig gleichberechtigt und nicht wertschätzend.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren fachlich sehr interessant, abwechslungsreich und thematisch relevant. Durch den professionellen Außenauftritt und die Vielzahl an Projekten bot die Arbeit grundsätzlich viel inhaltliches Potenzial. Gleichzeitig empfand ich den Aufgabenumfang als sehr hoch, da aus meiner Sicht viele unterschiedliche Themen und Verantwortlichkeiten auf einzelne Rollen gebündelt waren. Diese starke Verdichtung der Aufgaben habe ich persönlich als herausfordernd und auf Dauer schwer leistbar wahrgenommen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Nizama MehmetiHead of People & Culture

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Eindrücke zu teilen. Wir bedauern, dass deine Erfahrungen bei uns nicht deinen Erwartungen entsprochen haben.
Unser Anspruch ist es, ein Arbeitsumfeld mit klaren Strukturen, transparenter Kommunikation und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Rückmeldungen zur Führung und internen Abstimmung nehmen wir ernst und beziehen sie in unsere kontinuierlichen Verbesserungsprozesse ein.

Gleichzeitig ist die Anfangsphase eines Arbeitsverhältnisses für beide Seiten eine Zeit des gegenseitigen Kennenlernens. In unserem Fall haben sich, auch aufgrund der begrenzten gemeinsamen Arbeitszeit, die Erwartungen beider Seiten nicht in dem Maße deckungsgleich entwickelt, wie es für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendig gewesen wäre, weshalb die Zusammenarbeit an dieser Stelle beendet wurde.

Wir danken dir für deine Rückmeldung und wünschen dir für deinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute und viel Erfolg.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.