Professionelle Außenwirkung, intern für mich wenig wertschätzend, hoher Druck und widersprüchliche Unternehmenskultur.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind der professionelle Außenauftritt und die klare Positionierung des Unternehmens, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit. Die Aufgaben waren fachlich interessant und abwechslungsreich, und die benötigten Arbeitsmittel sowie Programme wurden zuverlässig zur Verfügung gestellt. Auch bisherigen flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Regelungen habe ich als angenehm empfunden. Zudem gab es Möglichkeiten zum internen Lernen sowie vereinzelt auch zur Teilnahme an Weiterbildungsangeboten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ empfand ich vor allem die interne Unternehmenskultur. Der Leistungs- und Erwartungsdruck war für mich hoch, während Wertschätzung und Unterstützung im Arbeitsalltag zu kurz kamen. Konflikte wurden aus meiner Sicht nicht nachhaltig geklärt, sondern eher kurzfristig beschwichtigt, sodass sich ähnliche Probleme wiederholt haben.
Zudem habe ich die Führungskultur als wenig konsequent und nicht ausreichend transparent wahrgenommen. Das propagierte familiäre Miteinander ging für mich teilweise mit unausgesprochenen Erwartungen einher, etwa in Bezug auf Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeit. Insgesamt bestand für mich eine deutliche Diskrepanz zwischen dem nach außen vermittelten Anspruch und der intern erlebten Realität.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht besteht Verbesserungsbedarf vor allem in einer konsequenteren und transparenteren Führungskultur. Konflikte und Spannungen sollten klar angesprochen, fair eingeordnet und nachhaltig geklärt werden, statt nur kurzfristig beruhigt zu werden. Eine neutrale und wertschätzende Haltung gegenüber allen Mitarbeitenden, unabhängig von Position oder Rolle, würde das Vertrauen stärken.
Zudem könnte die Work-Life-Balance weiter modernisiert werden, etwa durch flexiblere Homeoffice-Regelungen und eine klarere Abgrenzung von Arbeits- und Erholungszeiten. Auch im Bereich Weiterbildung wäre aus meiner Sicht eine offenere Förderung sinnvoll, insbesondere bei fachlich relevanten Maßnahmen mit langfristigem Mehrwert für das Unternehmen.
Insgesamt würde eine stärkere Ausrichtung auf gelebte Werte im Arbeitsalltag, nicht nur in der Außenwirkung, das Arbeitsklima und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden nachhaltig verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als angespannt erlebt. Der Leistungs- und Erwartungsdruck war für mich hoch, was sich negativ auf das tägliche Arbeitsgefühl ausgewirkt hat. Wertschätzung habe ich im Arbeitsalltag nur eingeschränkt oder aber wiedersprüchlich wahrgenommen.
Image
Das Image des Unternehmens wirkt nach außen sehr professionell und überzeugend, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit und Außendarstellung. Intern entsprach meine persönliche Erfahrung diesem Anspruch jedoch nicht vollständig. Aus meiner Sicht bestand eine deutliche Diskrepanz zwischen dem vermittelten Image und dem erlebten Arbeitsalltag.
Work-Life-Balance
Die Regelung in 2025, mit drei Tagen Homeoffice und zwei festen Bürotagen habe ich persönlich als angenehm empfunden. Auch die Möglichkeit, den Arbeitsbeginn flexibel bis 9 Uhr zu gestalten, sowie gelegentliche Abwesenheiten für Termine waren für mich positiv. Insgesamt war die Work-Life-Balance für mich in Ordnung, aus meiner persönlichen Sicht jedoch im Vergleich zu heutigen Arbeitsmodellen noch ausbaufähig.
Karriere/Weiterbildung
Ich hatte persönlich den Eindruck, dass Vorschläge für Weiterbildungen vor allem dann aufgegriffen wurden, wenn sie mit geringen oder keinen Kosten verbunden waren. Gleichzeitig wurden von der Geschäftsführung auch gezielt Weiterbildungen ermöglicht, etwa durch die Teilnahme an bereichsspezifischen Events. Zudem konnten einzelne Mitarbeitende, insbesondere Auditor:innen, ihre Weiterbildungen erfolgreich abschließen, ebenso eine Mitarbeiterin ihre Qualifikation im Qualitätsmanagement über das Unternehmen. Positiv empfand ich außerdem die Möglichkeit zum internen Lernen, die für mich regelmäßig gegeben war.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt habe ich aus meiner persönlichen Sicht als soliden Durchschnitt empfunden. Auf individuelle Zusatzleistungen für Mitarbeitende wurde grundsätzlich geachtet. Klassische Sozialleistungen waren aus meiner Wahrnehmung jedoch nur eingeschränkt Bestandteil des Gesamtpakets.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Nachhaltigkeitsthema hatte grundsätzlich einen hohen Stellenwert und war nach außen klar positioniert. Im Arbeitsalltag hatte ich jedoch den Eindruck, dass bei materiellen Bestellungen wie z. B. Werbemitteln oder Zubehör nachhaltige Optionen teilweise zurückgestellt wurden, wenn diese mit höheren Kosten verbunden waren. Aus meiner persönlichen Sicht stand hier nicht immer die ökologisch konsequenteste Lösung im Vordergrund.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter Kolleg:innen war grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig wurde das propagierte familiäre Miteinander für mich nicht immer positiv erlebt, da unausgesprochene Erwartungen aus der Führungsebene zusätzlichen Druck erzeugt haben.
Umgang mit älteren Kollegen
Der persönliche Umgang mit älteren Kolleg:innen war aus meiner Sicht stets respektvoll und freundlich. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass unterschiedliche Maßstäbe im Arbeitsalltag angelegt wurden. Aufgaben, Leistung und Verhalten wurden meiner Wahrnehmung nach nicht immer gleich bewertet, wodurch der Eindruck entstehen konnte, dass bei einzelnen Mitarbeitenden mehr Nachsicht gezeigt wurde. Das habe ich als nicht vollständig konsequent empfunden.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungsebene habe ich als parteiisch und wenig neutral erlebt. In Konfliktsituationen fühlte ich mich nicht fair behandelt. Aussagen über meine Arbeit wirkten auf mich teilweise einseitig weitergegeben, ohne ausreichende Möglichkeit zur Klärung oder Richtigstellung. Insgesamt habe ich das Führungsverhalten als belastend und wenig unterstützend wahrgenommen.
Arbeitsbedingungen
Vom Arbeitsmaterial bis hin zur Büroausstattung wurde alles zur Verfügung gestellt, was für die tägliche Arbeit notwendig war. Auch neue Programme oder Tools wurden, sofern sie sich als sinnvoll und wirtschaftlich darstellten, zeitnah angeschafft. Individuelle Wünsche in Bezug auf Arbeitsmittel wurden meiner Erfahrung nach stets berücksichtigt und umgesetzt. Auch das Büro an sich ist sehr Lichtdurchflutend und freundlich eingerichtet.
Kommunikation
Offene Kommunikation wurde aus meiner Sicht zwar häufig betont, im Alltag jedoch nicht konsequent gelebt. Angesprochene Probleme führten für mich selten zu nachhaltiger Klärung, sondern wirkten eher kurzfristig beschwichtigend.
Gleichberechtigung
Ich hatte persönlich den Eindruck, dass Mitarbeitende in niedrigeren Positionen weniger ernst genommen wurden. Eigene Ideen und Impulse habe ich eingebracht, hatte jedoch das Gefühl, dass diese später ohne klare Zuordnung als gemeinsame oder übergeordnete Leistungen dargestellt wurden. Das empfand ich als wenig gleichberechtigt und nicht wertschätzend.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren fachlich sehr interessant, abwechslungsreich und thematisch relevant. Durch den professionellen Außenauftritt und die Vielzahl an Projekten bot die Arbeit grundsätzlich viel inhaltliches Potenzial. Gleichzeitig empfand ich den Aufgabenumfang als sehr hoch, da aus meiner Sicht viele unterschiedliche Themen und Verantwortlichkeiten auf einzelne Rollen gebündelt waren. Diese starke Verdichtung der Aufgaben habe ich persönlich als herausfordernd und auf Dauer schwer leistbar wahrgenommen.