1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
Besonders positiv empfand ich die Flexibilität im Arbeitsalltag sowie die Möglichkeit, mobil zu arbeiten. Die angebotenen Benefits waren vielfältig und zeitgemäß. Dazu gehörten unter anderem Fitnessangebote, Jobrad Leasing, Corporate Benefits sowie kostenfreie Getränke und Kaffee.
Darüber hinaus bot das Unternehmen grundsätzlich die Möglichkeit, an neuen Themen und Projekten mitzuwirken und eigene Ideen einzubringen. Auch die Vergütung empfand ich persönlich als fair und angemessen. Insgesamt habe ich viele engagierte und fachlich kompetente Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, mit denen die Zusammenarbeit angenehm war.
Aus meiner Sicht fehlte es häufig an klaren Strukturen, einer konsequenten Kommunikation und einer verlässlichen Führung. Vereinbarte Termine wurden regelmäßig unterbrochen, verschoben oder fielen aus, wodurch wichtige Abstimmungen erschwert wurden. Entscheidungen wurden teilweise nicht transparent kommuniziert und Verantwortlichkeiten waren nicht immer eindeutig geregelt.
Viele strategische Themen wurden angekündigt, jedoch nicht konsequent umgesetzt oder nach kurzer Zeit wieder verworfen. Dadurch entstand der Eindruck, dass Zeit und Ressourcen nicht immer zielgerichtet eingesetzt wurden.
Besonders negativ habe ich den Umgang im Offboarding empfunden. Wichtige Unterlagen wurden nicht rechtzeitig bereitgestellt, was für mich erhebliche organisatorische Auswirkungen hatte. Aus meiner Sicht sollte ein professioneller Umgang mit ausscheidenden Mitarbeitenden ebenso selbstverständlich sein wie die Zusammenarbeit während des bestehenden Arbeitsverhältnisses
Das Unternehmen verfügt aus meiner Sicht über viel Potenzial, das durch klarere Strukturen und eine konsequentere Umsetzung noch besser genutzt werden könnte. Besonders wichtig wären ein verlässlicher Umgang mit vereinbarten Terminen, eine transparentere Kommunikation über Bereichsgrenzen hinweg sowie Führungskräfte, die Prioritäten setzen, Verantwortung übernehmen und ihre Mitarbeitenden aktiv unterstützen.
Neue Projekte und strategische Themen sollten mit klaren Zielen und einer konsequenten Umsetzung verfolgt werden, damit investierte Zeit und Ressourcen einen nachhaltigen Mehrwert schaffen. Ebenso sollten administrative Prozesse, insbesondere im Offboarding, zuverlässig und fristgerecht abgewickelt werden.
Darüber hinaus könnten regelmäßige und transparente Gehaltsüberprüfungen, die Wiederaufnahme von Weiterbildungsmaßnahmen sowie zusätzliche Benefits wie ein Deutschlandticket oder ein Zuschuss zur Kinderbetreuung die Attraktivität des Unternehmens weiter steigern.
Trotz der kritischen Punkte sehe ich im Unternehmen gute Ansätze. Mit mehr Verbindlichkeit, klaren Verantwortlichkeiten und einer stärkeren Einbindung der Mitarbeitenden könnten viele der bestehenden Potenziale deutlich besser ausgeschöpft werden.
Mein Eindruck vom Unternehmen ist gemischt und bezieht sich ausschließlich auf den Standort beziehungsweise den Bereich, den ich kennengelernt habe. Da sich die Unternehmenskultur zwischen den einzelnen Standorten teilweise deutlich unterscheidet, kann ich keine allgemeingültige Aussage für das gesamte Unternehmen treffen.
Aus Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen habe ich jedoch häufig den Eindruck gewonnen, dass sich viele die Zeit vor der Fusion der beiden Unternehmen zurückwünschen. Insbesondere wurden die veränderten Strukturen und die aus Sicht vieler Mitarbeitender gestiegene Anzahl an Entscheidungsebenen beziehungsweise Geschäftsführern kritisch gesehen.
Mehrere Kolleginnen und Kollegen äußerten, dass der Spaß an der Arbeit und die Identifikation mit dem Unternehmen im Laufe der Zeit spürbar nachgelassen hätten. Da diese Einschätzung auf Gesprächen mit Mitarbeitenden basiert, möchte ich sie ausdrücklich als meine persönliche Wahrnehmung wiedergeben.
Mit der Work Life Balance war ich insgesamt zufrieden. Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten haben dazu beigetragen, Beruf und Privatleben gut miteinander zu vereinbaren. In diesem Bereich habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht.
Grundsätzlich bestehen Möglichkeiten zur Weiterbildung. Nach meinem Kenntnisstand verfügen die einzelnen Bereiche beziehungsweise Mitarbeitenden über ein Budget für Fort und Weiterbildungsmaßnahmen.
Während meiner Beschäftigungszeit konnten diese Möglichkeiten jedoch nur eingeschränkt genutzt werden, da Weiterbildungen aus Kostengründen vorübergehend ausgesetzt wurden. Dadurch blieben Entwicklungsmöglichkeiten zumindest zeitweise hinter den vorhandenen Potenzialen zurück.
Mein eigenes Gehalt empfand ich als angemessen und im Vergleich zu früheren Positionen als fair. Ich hatte das Gefühl, für meine Tätigkeit entsprechend vergütet zu werden.
Aus Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen entstand bei mir jedoch der Eindruck, dass dies nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen galt. Mehrere Mitarbeitende berichteten, über einen längeren Zeitraum keine Gehaltserhöhung erhalten zu haben. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass einzelne Vergütungen unter dem lagen, was nach öffentlich verfügbaren Gehaltsvergleichen, beispielsweise dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist.
Die angebotenen Benefits empfand ich hingegen als attraktiv und vielseitig. Dazu gehörten unter anderem ein Fitnessprogramm, die Möglichkeit zum Jobrad Leasing sowie Corporate Benefits mit zahlreichen Vergünstigungen. Insgesamt war das Angebot aus meiner Sicht zeitgemäß und ausreichend.
Eine fundierte Bewertung dieses Bereichs kann ich nicht abgeben, da ich mich während meiner Beschäftigung nicht intensiv mit den entsprechenden Maßnahmen des Unternehmens auseinandergesetzt habe.
Aus meiner Wahrnehmung nutzten viele Mitarbeitende Firmenfahrzeuge. Eine Unterstützung für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs oder ein Zuschuss zu einem Deutschlandticket beziehungsweise DB Ticket ist mir hingegen nicht bekannt. Darüber hinaus kann ich keine belastbare Einschätzung zum Umwelt oder Sozialbewusstsein des Unternehmens geben.
In meinem direkten Arbeitsumfeld habe ich den Kollegenzusammenhalt nur eingeschränkt wahrgenommen. Es gab durchaus Bereiche und Teams, in denen dieser spürbar war. In meinem Verantwortungsbereich gestaltete sich dies jedoch schwieriger.
Ein wesentlicher Faktor war aus meiner Sicht die Zusammenarbeit zwischen zwei Standorten, die nahezu ausschließlich remote erfolgte. Dadurch entstanden nur wenige Gelegenheiten, persönliche Beziehungen aufzubauen oder den Teamgedanken nachhaltig zu stärken. Dies wirkte sich auf den Austausch und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Teams aus aber auch auf das Unternehmen als solches.
Während meiner Zeit im Unternehmen habe ich keinen unterschiedlichen Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen wahrgenommen. Der Umgang war aus meiner Sicht respektvoll und wertschätzend. In diesem Bereich habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht.
Ich habe mir von meiner Führungskraft mehr Unterstützung und Orientierung gewünscht. Häufig entstand bei mir der Eindruck, dass aufgrund der hohen Arbeitsbelastung oder Prioritäten viele Themen an Mitarbeitende delegiert wurden, obwohl diese aus meiner Sicht in den Verantwortungsbereich der Führungskraft fielen.
Teilweise wurde erwartet, kurzfristig eine Vielzahl neuer Aufgaben zu übernehmen und eigenständig zu lösen, ohne dass die notwendigen Rahmenbedingungen oder eine entsprechende Unterstützung vorhanden waren. Statt den Rücken freizuhalten und Prioritäten klar zu setzen, fehlte es aus meiner Sicht häufig an Führung und Koordination.
Darüber hinaus kam es vor, dass Führungskräfte aus anderen Bereichen Entscheidungen trafen, ohne die betroffenen Teams oder Bereiche rechtzeitig einzubeziehen oder zu informieren. Das führte zu fehlender Transparenz und erschwerte eine koordinierte Zusammenarbeit.
Die Arbeitsbedingungen waren je nach Standort und Bereich unterschiedlich. Teilweise standen moderne, höhenverstellbare Schreibtische zur Verfügung, in anderen Bereichen war die Ausstattung einfacher. Auch die Bürosituation variierte – von Einzelbüros bis hin zu gemeinsam genutzten Büros.
Ein Pausenraum war vorhanden und Getränke sowie Kaffee wurden kostenfrei zur Verfügung gestellt, was ich positiv empfunden habe.
Insgesamt wirkte das Arbeitsumfeld auf mich jedoch eher funktional und kühl. Ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl oder eine besonders einladende Arbeitsatmosphäre habe ich persönlich nicht wahrgenommen. Gleichzeitig ist anzumerken, dass sich dies je nach Standort und Team unterscheiden kann.
Hinweis: kein Start-Up Feeling…
Regelmäßige Abstimmungs und Feedbacktermine fanden aus meiner Erfahrung nicht mit der notwendigen Verbindlichkeit statt. Obwohl feste Termine sowohl im Team als auch im persönlichen Austausch vereinbart und im Kalender eingetragen waren, wurden diese häufig kurzfristig unterbrochen oder fielen vollständig aus.
Teilweise wurden Termine schlicht vergessen, obwohl sie im Kalender hinterlegt waren. Selbst nachdem die Termine angepasst wurden, um Überschneidungen mit Pausenzeiten zu vermeiden, verbesserte sich die Situation nicht nachhaltig. Dadurch gingen wichtige Möglichkeiten für fachliche Abstimmungen, Priorisierung von Aufgaben und gegenseitiges Feedback verloren.
Gerade bei Meetings im Homeoffice entstand der Eindruck, dass vereinbarte Termine gegenüber kurzfristigen Anliegen anderer Mitarbeitender oder der Geschäftsführung häufig nachrangig behandelt wurden. Laufende Gespräche wurden unterbrochen, anstatt auf den bereits stattfindenden Termin hinzuweisen. Da diese Abstimmungen teilweise nur einmal pro Woche stattfanden und für die Zusammenarbeit im Team wichtig waren, wirkte sich dies aus meiner Sicht negativ auf die Kommunikation, die Planungssicherheit und die Verlässlichkeit
Ich habe die Gleichberechtigung im Unternehmen insgesamt positiv wahrgenommen. Zwar war die Führungsebene überwiegend männlich besetzt, dennoch hatte ich nicht den Eindruck, dass sich dies negativ auf die Zusammenarbeit oder die Vergabe von Verantwortung ausgewirkt hat.
Verantwortungsvolle Aufgaben und Positionen wurden sowohl von Frauen als auch von Männern übernommen – von der Mitarbeitendenebene bis hin zu Führungsfunktionen. Aus meiner Sicht standen Leistung und Kompetenz im Vordergrund, unabhängig vom Geschlecht.
Grundsätzlich waren interessante Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden. Es wurden neue Themenfelder aufgebaut und neue Bereiche geschaffen, wodurch sich die Möglichkeit bot, aktiv an der Weiterentwicklung des Unternehmens mitzuwirken.
In der Praxis blieb jedoch vieles hinter den Erwartungen zurück. Zahlreiche Vorhaben wurden angekündigt, aber nicht konsequent umgesetzt. Teilweise wurden neu geschaffene Bereiche nach kurzer Zeit wieder eingestellt, wodurch bereits investierte Zeit und Ressourcen aus meiner Sicht nur begrenzt nachhaltig genutzt wurden.
Gleichzeitig floss nach meiner Wahrnehmung viel Kapazität in Projekte und Themen, deren Mehrwert für das Unternehmen nicht erkennbar war. Dadurch konnten viele der ursprünglich spannenden Aufgaben ihr Potenzial nicht entfalten.