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Groz-Beckert 
KG
Bewertung

Potenzial zum besten Arbeitgeber in der Region komplett verspielt

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT bei Groz-Beckert KG in Ebingen gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre leidet seit Jahren deutlich. Der Druck der durch die Geschäftsleitung auf Abteilungs- und Teamleiter ausgeübt wird, wird 1:1 weitergegeben.
Die Strategie, jegliche Tätigkeit in Indien nachzubesetzen, tut ihr übriges. Hier fehlt jegliches Feingefühl welche kritischen Arbeiten aus Deutschland / Ebingen zu besetzen wären.

Kommunikation

Leider sehr schlecht. Es gibt zwar eine Mitarbeiterapp, jegliche Kommunikation findet aber über den Flurfunk statt.
Das "Führungskräfte Feedback" wird per se nicht betrachtet oder Team negativ ausgelegt, schlechte Bewertungen werden dementsprechend schon gar nicht mehr abgegeben.

Kollegenzusammenhalt

Das einzige was das Unternehmen aus meiner Sicht überhaupt noch zusammenhält. Die verbleibenden Kollegen halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig, das gilt aber nur innerhalb des Teams. Darüber hinaus ist jeder auf sich allein gestellt.

Work-Life-Balance

Da sehr viele gute Mitarbeiter das (sinkende?) Schiff verlassen haben, bleibt die Arbeitslast bei den restlichen Mitarbeitern übrig. Die Nachbesetzungen aus Indien erhöhen die Arbeitslast aktuell mehr, als dass sie abnehmen würden.

Vorgesetztenverhalten

Leider sehr schlecht. Es herscht sehr viel Distanz zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten: Vom Teamleiter bis zur Abteilungsleitung leider.
Die Sorgen werden abgewunken. Feedback wird nicht angenommen oder negativ ausgelegt.

Interessante Aufgaben

Durch das "freiwillige" Mitarbeiterprogramm sind grösstenteils die Themen frei und übrig geblieben die wenig interessant waren. Die Teamleiter haben sich davon die interessanteren Themen gepickt während die kritischen und trockenen Themen nicht an Indien abgeben werden. Neben der Arbeitslast führt das für sehr viel Unbehagen.

Gleichberechtigung

Das ist innerhalb der IT sicherlich eines der grössten Probleme Groz-Beckerts. Der Frauenanteil ist schwindend gering, unbedachte oder gar abfällige Kommentare über Aussehen, Herkund und Geschlecht sind an der Tagesordnung. Insbesondere seitens der Führungspositionen. Personen die sich dagegen wehren, werden mundtot gemacht anstatt das Problem anzugehen.
Frauen und Minderheiten kann man von einem Job in der Groz-Beckert IT zum aktuellen Zeitpunkt leider nur abraten. Für eine Beförderung oder Gehaltserhöhung muss man hier schon sehr viel mehr leisten als die männlichen oder "biodeutschen" Arbeitskollegen.

Umgang mit älteren Kollegen

Sozialbewusstsein ist im Gesamtkonzern sehr präsent. Ältere Kollegen werden hoch geschätzt und dürfen auf die selben Fortbildungen.
Das geht sogar so weit, dass jüngeres, besser qualifiziertes Personal bei vielen Themen nicht berücksichtigt wird.
Ü55 würde ich das Unternehmen nicht mehr verlassen. U55 nicht mehr dort anfangen.

Arbeitsbedingungen

Jegliche neue Hardware muss von der Führungskraft lang begründet werden. Das geht soweit, dass Mitarbeiter wichtige Onlinetermine im Homeoffice durchführen, weil sie hier besser ausgestattet sind.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Vom Umweltbewusstsein bekommt man nicht viel mit, ausser man profitiert in der Unternehmensbilanz. Es werden einige soziale Projekte unterstützt, die gehen aber nicht wirklich über Albstadt hinaus. Der Standort Albstadt als Produktionsstandort wird aber dementsprechend gefördert.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist sicher okay im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Region. Für vergleichbare Tätigkeiten in anderen IG Metall Unternehmen bekommt man aber sehr viel mehr. Ich hatte immer das Gefühl, dass Entgeltgruppen bewusst sehr falsch verstanden wurden und die Gewerkschaft aufgrund ihrer Schwäche im Unternehmen dabei weggeschaut hat.

Image

Bei Kunden ist das Image eher gut. Für junge Arbeitnehmer eher uninteressant.

Karriere/Weiterbildung

Top Performern werden hier gute Angebote gemacht. Jegliche Schulung muss aber erkämpft werden.

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Arbeitgeber-Kommentar

G.HR - Team

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

vielen Dank für Ihre ausführliche Bewertung und die offenen Einblicke in Ihre Erfahrungen.
Dass Sie den Kollegenzusammenhalt und die positive Kundenwahrnehmung hervorheben, freut uns. Der Zusammenhalt unserer Teams, auch in herausfordernden Zeiten, sehen wir ebenfalls als große Stärke. Gleichzeitig bedauern wir, dass Sie die Arbeitsatmosphäre, die Führungskultur und die Zusammenarbeit über Standorte hinweg so kritisch erlebt haben.

Ihre Hinweise nehmen wir ernst und auch wenn wir nicht jede Einschätzung gleichermaßen teilen, wissen wir: Wo Menschen arbeiten, gibt es selten die eine Wahrheit, aber immer Raum für Verbesserungen. Aktuell investieren wir kräftig in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, moderne Arbeitsumgebungen und die internationale Zusammenarbeit. Entscheidend ist für uns, Veränderungen so zu gestalten, dass sowohl die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens als auch die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick bleiben.

Besonders wichtig ist uns Ihre Kritik zu Gleichberechtigung und respektvollem Umgang. Diskriminierung und Benachteiligung haben bei uns keinen Platz. Diese Grundsätze sind in unserem Verhaltenskodex verankert und müssen sich auch im Arbeitsalltag widerspiegeln. Wir ermutigen Mitarbeiter, entsprechende Erfahrungen über unsere Melde- und Anlaufstellen anzusprechen. Mit unserem Frauennetzwerk „Women@GB“ setzen wir uns zudem für mehr Chancengleichheit und eine vielfältige Führungskultur ein.

Insbesondere im IT-Umfeld setzen wir uns seit vielen Jahren dafür ein, den Anteil von Frauen in technischen Fach- und Führungspositionen zu erhöhen. Gleichzeitig stehen wir, wie viele Unternehmen der Branche, vor der Herausforderung, dass sich auf technische Stellen häufig deutlich weniger Frauen bewerben als gewünscht. Unabhängig davon erfolgt die Auswahl und Entwicklung von Mitarbeitern bei uns grundsätzlich auf nachvollziehbaren Kriterien wie Qualifikation, Leistung und Potenzial. Eine chancengerechte und wertschätzende Arbeitsumgebung für alle Beschäftigten bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur.

Wir danken Ihnen für Ihre offenen Worte und wünschen Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute. Feedback ist manchmal unbequem, aber oft genau deshalb wertvoll.

Ihr HR-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.