Potenzial zum besten Arbeitgeber in der Region komplett verspielt
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre leidet seit Jahren deutlich. Der Druck der durch die Geschäftsleitung auf Abteilungs- und Teamleiter ausgeübt wird, wird 1:1 weitergegeben.
Die Strategie, jegliche Tätigkeit in Indien nachzubesetzen, tut ihr übriges. Hier fehlt jegliches Feingefühl welche kritischen Arbeiten aus Deutschland / Ebingen zu besetzen wären.
Kommunikation
Leider sehr schlecht. Es gibt zwar eine Mitarbeiterapp, jegliche Kommunikation findet aber über den Flurfunk statt.
Das "Führungskräfte Feedback" wird per se nicht betrachtet oder Team negativ ausgelegt, schlechte Bewertungen werden dementsprechend schon gar nicht mehr abgegeben.
Kollegenzusammenhalt
Das einzige was das Unternehmen aus meiner Sicht überhaupt noch zusammenhält. Die verbleibenden Kollegen halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig, das gilt aber nur innerhalb des Teams. Darüber hinaus ist jeder auf sich allein gestellt.
Work-Life-Balance
Da sehr viele gute Mitarbeiter das (sinkende?) Schiff verlassen haben, bleibt die Arbeitslast bei den restlichen Mitarbeitern übrig. Die Nachbesetzungen aus Indien erhöhen die Arbeitslast aktuell mehr, als dass sie abnehmen würden.
Vorgesetztenverhalten
Leider sehr schlecht. Es herscht sehr viel Distanz zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten: Vom Teamleiter bis zur Abteilungsleitung leider.
Die Sorgen werden abgewunken. Feedback wird nicht angenommen oder negativ ausgelegt.
Interessante Aufgaben
Durch das "freiwillige" Mitarbeiterprogramm sind grösstenteils die Themen frei und übrig geblieben die wenig interessant waren. Die Teamleiter haben sich davon die interessanteren Themen gepickt während die kritischen und trockenen Themen nicht an Indien abgeben werden. Neben der Arbeitslast führt das für sehr viel Unbehagen.
Gleichberechtigung
Das ist innerhalb der IT sicherlich eines der grössten Probleme Groz-Beckerts. Der Frauenanteil ist schwindend gering, unbedachte oder gar abfällige Kommentare über Aussehen, Herkund und Geschlecht sind an der Tagesordnung. Insbesondere seitens der Führungspositionen. Personen die sich dagegen wehren, werden mundtot gemacht anstatt das Problem anzugehen.
Frauen und Minderheiten kann man von einem Job in der Groz-Beckert IT zum aktuellen Zeitpunkt leider nur abraten. Für eine Beförderung oder Gehaltserhöhung muss man hier schon sehr viel mehr leisten als die männlichen oder "biodeutschen" Arbeitskollegen.
Umgang mit älteren Kollegen
Sozialbewusstsein ist im Gesamtkonzern sehr präsent. Ältere Kollegen werden hoch geschätzt und dürfen auf die selben Fortbildungen.
Das geht sogar so weit, dass jüngeres, besser qualifiziertes Personal bei vielen Themen nicht berücksichtigt wird.
Ü55 würde ich das Unternehmen nicht mehr verlassen. U55 nicht mehr dort anfangen.
Arbeitsbedingungen
Jegliche neue Hardware muss von der Führungskraft lang begründet werden. Das geht soweit, dass Mitarbeiter wichtige Onlinetermine im Homeoffice durchführen, weil sie hier besser ausgestattet sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Vom Umweltbewusstsein bekommt man nicht viel mit, ausser man profitiert in der Unternehmensbilanz. Es werden einige soziale Projekte unterstützt, die gehen aber nicht wirklich über Albstadt hinaus. Der Standort Albstadt als Produktionsstandort wird aber dementsprechend gefördert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist sicher okay im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Region. Für vergleichbare Tätigkeiten in anderen IG Metall Unternehmen bekommt man aber sehr viel mehr. Ich hatte immer das Gefühl, dass Entgeltgruppen bewusst sehr falsch verstanden wurden und die Gewerkschaft aufgrund ihrer Schwäche im Unternehmen dabei weggeschaut hat.
Image
Bei Kunden ist das Image eher gut. Für junge Arbeitnehmer eher uninteressant.
Karriere/Weiterbildung
Top Performern werden hier gute Angebote gemacht. Jegliche Schulung muss aber erkämpft werden.

