Organisationstechnisch ist wurde das Projekt definitiv falsch kalkuliert und ist unter den Voraussetzungen nicht machbar
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass er sich in diesem wichtigen Bereich engagiert und in Hamburg Führungspersonen hat, denen die Kund*innen tatsächlich am Herzen liegen, ist besonders positiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
An allen Enden gleichzeitig wachsen zu wollen und Ausschreibungen gewinnen zu wollen, die unter den gegebenen Rahmenbedingungen realistisch nicht umsetzbar sind, ist riskant.
Verbesserungsvorschläge
Eine bessere Abstimmung mit anderen Bildungsträgern könnte dazu beitragen, notwendige Reformen beim Jobcenter bzw. Arbeitsamt anzustoßen. Die geplanten Reformen der Regierung im Bereich Bürgergeld, Wohngeldzuschuss und Familiengeld bieten einen guten Anlass, qualifiziertes Feedback zu den Vorhaben zu geben – idealerweise sogar mit dem Ziel, beratend in den Reformprozess eingebunden zu werden.
Arbeitsatmosphäre
Unsere Projekt- und Gesamtleitung stehen vollständig hinter unserer Arbeit. Gleichzeitig erleben wir, dass einige Arbeitgeber*innen unserer Teilnehmenden nicht auf Augenhöhe agieren. Zudem ist ein erheblicher Teil der Teilnehmenden aufgrund ausgeprägter Sprach- und Bildungsbarrieren nur eingeschränkt coachbar.
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Die Art und Weise, wie die Insolvenz des Gesellschafters kommuniziert wurde, sowie der Wechsel in der Geschäftsführung und dessen Kommunikation zur „neuen“ Ausrichtung, sind für einen Organisationsentwickler alarmierend. Nur als Beispiel: Die verstärkte Ausrichtung auf Freiberufler*innen statt auf feste Angestellte lässt darauf schließen, dass die Krise das Unternehmen weiterhin nachhaltig prägt.
Work-Life-Balance
Für festangestellte Mitarbeitende ist eine klare Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben grundsätzlich möglich, setzt aber eine gute Selbstorganisation voraus. Freiberufler*innen haben aufgrund fehlender fester Strukturen und größerer Unsicherheiten häufig größere Schwierigkeiten, eine stabile Work-Life-Balance zu erreichen. Kurzfristige Arbeitsverträge von nur zwei Monaten sind darüber hinaus kaum arbeitnehmer*innen freundlich.
Karriere/Weiterbildung
Bei Jahresverträgen?
Gehalt/Benefits
Leider ist diese Branche insgesamt stark unterbezahlt. In unserem Projekt werden Angestellte häufig nur mit Jahresverträgen beschäftigt, ohne zusätzliche Sozialleistungen wie vermögenswirksame Leistungen, Betriebsrente oder ein Technikbudget. Zur Ausstattung werden lediglich ein Betriebshandy (Nokia) und ein Laptop bereitgestellt. Weitere Leistungen wie Sonderzahlungen, Erholungsbeihilfen oder eine Jahresgratifikation gibt es nicht. Zudem wurde die Lohnsteigerung für 2026 nicht weitergegeben.
Unter diesen Bedingungen ist es wenig überraschend, dass qualifizierte Mitarbeitende das Unternehmen nicht langfristig halten können. Die hohe Fluktuation im Projekt erschwert bereits jetzt die Erreichung der Unternehmensziele und Kennzahlen deutlich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dafür kann gsm wenig, aber das Jobcenter scheint den Begriff „digital“ bisher nur von der eigenen Homepage zu kennen.
Kollegenzusammenhalt
Die Herausforderungen haben uns als Team enger zusammengebracht. Wie in jedem Unternehmen gibt es jedoch auch bei einzelnen Kolleg*innen unterschiedliche Arbeitsweisen und Einstellungen, die manchmal zu Abstimmungsbedarf führen.
Umgang mit älteren Kollegen
Kollegial und auf Augenhöhe.
Vorgesetztenverhalten
Das ist in unserem Projekt ein echter Pluspunkt: Wir erhalten volle Rückendeckung und werden mit einem überdurchschnittlichen Vertrauen ausgestattet.
Arbeitsbedingungen
Unsere Büros sind sehr gut ausgestattet. Allerdings arbeitet unser Auftraggeber, das Jobcenter, nach veralteten Strukturen – hier sind definitiv Reformen nötig. Gerne unterstütze ich diesen Prozess.
Zudem ist die aufsuchende Arbeit nur unter bestimmten Voraussetzungen umsetzbar.
Kommunikation
Nach anfänglichen Herausforderungen in der Einarbeitung sowie mehreren Leitungswechseln hat sich die Kommunikation inzwischen deutlich verbessert. Die Anforderungen des Controllings müssen jedoch fortlaufend an die praktischen Gegebenheiten angepasst werden.
Gleichberechtigung
Wird in unserem Projekt und Standort in Hamburg definitiv gelebt.
Interessante Aufgaben
Leider ist das Coaching in unserem Projekt überwiegend auf Case Management reduziert, da nur begrenzt Zeit für echtes Coaching zur Verfügung steht. In dieser Hinsicht ist das Projekt anders aufgestellt als in Berlin.


