Tolles Projektkonzept, aber mangelhafte Umsetzung vor Ort. Führung und Kommunikation in Magdeburg enttäuschen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Projekte sind innovativ und werden durch hervorragende Projektbeschreibungen sowie Leitfäden gestützt. Ein großes Lob geht an die tollen und engagierten Mitarbeiter im Onboarding-Team und im Instructional Design, die eine großartige Unterstützung bieten. Zudem läuft die Bezahlung absolut pünktlich. Durch die flachen Hierarchien und die modernen Konzepte hat das Unternehmen eigentlich ein sehr positives Image.“
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die mangelnde Umsetzung der eigentlich guten Projekte am Standort Magdeburg ist sehr bedauerlich. Es fehlt im gesamten Prozess an Struktur und Kommunikation: Fachanfragen werden oft nicht beantwortet, neue Kollegen nicht angekündigt und regelmäßige Formate wie ein Jour Fixe existieren nicht. Zudem mangelt es an Transparenz bei Personalentscheidungen und an einer adäquaten zeitgemäßen und einladenden Ausstattung vor Ort. Der kritischste Punkt ist jedoch die Mitarbeiterführung durch die Standortleitung und das QM, die absolut zu wünschen übriglässt.
Verbesserungsvorschläge
Es sollten dringend gezielte Weiterbildungen in Kommunikation und Arbeitsorganisation für die Standortleitung und das QM stattfinden. Die Präsenz der Leitung vor Ort muss verbindlich und für den konstruktiven Austausch mit den Kollegen nutzbar sein. Der eingeschlagene Weg mit der geplanten Einstellung eines Projektkoordinators für klare Einweisungen sollte konsequent fortgesetzt werden. Zudem braucht es eine bessere Kontrolle der digitalen Dokumentation sowie ein kompromissloses Vorgehen bei Compliance-Verstößen (Arbeitszeiten und Abrechnungen) und Mobbing. Nicht zuletzt müssen die Arbeitsbedingungen durch ergonomisches Mobiliar, eine freundlichere Raumausstattung und zeitgemäße digitale Arbeitsmittel modernisiert werden.
Arbeitsatmosphäre
Toxische Dynamik bremst Engagement aus -Die Atmosphäre ist stark von den Eigeninteressen einzelner Personen geprägt, wodurch das gemeinsame Arbeiten massiv leidet. Wer sich für die eigentliche Dienstleistung und die Teilnehmer einsetzt, statt wegzusehen, gerät schnell ins Abseits. So herrscht eher eine unruhige und belastende Stimmung vor. Das Ausbleiben von Konsequenzen führt dazu, dass engagierte Mitarbeiter, die das Wohl der Teilnehmer im Blick haben, systematisch schlechtgeredet und vor Kunden sowie der Leitung diskreditiert werden.
Image
Es ist extrem bedauerlich zu sehen, wie weit Anspruch und Realität hier auseinandergehen. Die inhaltlichen Konzepte und Projekte entsprechen dem modernen, offenen Image der Organisation voll und ganz. Sie sind durchdacht und bieten eine hervorragende Basis für erfolgreiche Arbeit. Dass dieses Potenzial am Standort Magdeburg durch toxische Teamdynamiken, Ausgrenzung und ein wegschauendes Führungsverhalten komplett zerstört wird, ist eine enorme Fehlentwicklung.
Work-Life-Balance
Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist der ein verlässliche Pluspunkt. Die Arbeitszeiten sind flexibel gestaltbar und es wird darauf geachtet, dass private Termine eingehalten werden können.
Karriere/Weiterbildung
Eine fundierte Beurteilung der Aufstiegschancen ist nach 18 Monaten Beschäftigung kaum möglich. Das Angebot zur Weiterbildung ist allerdings erstklassig: Über eine eigene Plattform im Intranet stehen verständliche und praxisnahe Inhalte bereit, die im Coaching direkt eingesetzt werden können. Man merkt, dass hier viel Herzblut investiert wurde. Dank der flexiblen Formate und unterschiedlichen Umfänge lässt sich das Lernen wunderbar in den Arbeitsalltag integrieren.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist branchenüblich, aber ohne jegliche Extras wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, kommt aber immer pünktlich. Zudem arbeitet man meist in befristeten Verhältnissen. Abgesehen von der Hansefit-Mitgliedschaft gibt es kaum Zusatzleistungen. Absolut unprofessionell ist das Vorgesetztenverhalten beim Thema Erholungsurlaub: Die Genehmigung von Urlaub wird von der Leitung mitunter als Druckmittel genutzt, statt transparente und faire Prozesse zu gewährleisten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ökologisches Handeln wird im Alltag leider kaum gelebt. Absolut nicht zeitgemäß ist die doppelte Aktenführung in Papierform und digital, was zu enormer Papierverschwendung führt. Es gibt keinerlei Aufklärung oder Anreize zum Energiesparen (Heizung, Licht) oder zur Müllvermeidung. Zudem wird beim Einkauf wenig auf Nachhaltigkeit geachtet: Statt einer umweltfreundlichen Sprudelstation gibt es Plastikflaschen, und bei der Reinigung wird auf ökologische Produkte verzichtet.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt wird durch eine Ellenbogen- und Lästerkultur zerstört. Ein Kollege tritt dominant wie ein Vorgesetzter auf und grenzt Andersdenkende gezielt aus, unterstützt von einer kleinen Gruppe. Es wird permanent hinter dem Rücken anderer Mitarbeiter diskreditiert. Sich neutral zu verhalten ist unmöglich – wer nicht mitzieht, gerät selbst ins Visier. Besonders enttäuschend ist, dass die Standortleitung hier wegsieht und dieses unkollegiale Verhalten durch Untätigkeit aktiv deckt. Werte wie Toleranz und Vielfalt stehen nur in den Firmengrundsätzen. Vor Ort wird das Mobbing von der Leitung wissentlich geduldet (Bossing durch Unterlassung)
Umgang mit älteren Kollegen
Die Demografie im Team ist gemischt und Einstellungen im höheren Alter finden statt. Allerdings gibt es ein Defizit bei der Wertschätzung: Die langjährige Erfahrung der älteren Kollegen wird nicht abgerufen oder gewürdigt. Man hat das Gefühl, dass fachliches Know-how nicht wirklich willkommen ist.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt kein aktives oder ehrliches Krisenmanagement. Konflikte werden nicht konstruktiv gelöst, sondern ausgesessen – nach emotionalen Ausbrüchen und lautstarkem Fehlverhalten seitens der Führung geht alles weiter wie bisher. Ehrliche, loyale und am Kunden- oder Teilnehmererfolg orientierte Arbeit erfährt keinerlei Wertschätzung. Im Gegenteil: Wer Missstände mutig anspricht oder konstruktives Feedback gibt, wird negativ abgestempelt. Engagement für Teilnehmer und Auftraggeber gilt hier leider nicht als Maßstab für Anerkennung.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung bewegt sich auf einem absolut durchschnittlichen Niveau. Außer den Standard-Getränken (Wasser, Kaffee) werden keine zusätzlichen Benefits geboten. Die Räume strahlen keine einladende Atmosphäre aus. Die Gruppenräume eignen sich nicht für die Arbeit mit heterogenen Gruppen, weshalb die Didaktik immer auf frontales Coaching beschränkt bleibt, statt moderne, flexible Lernformen zu ermöglichen.
Zudem fehlen an heißen Tagen spürbare Hitzeschutzmaßnahmen.
Kommunikation
Es gibt kaum arbeitsbezogene Absprachen. Teammeetings oder Teilnehmerfallbesprechungen existieren praktisch nicht, und es gibt keinen verlässlichen Jour fixe mit der Teamleitung. Die Präsenz der Leitung vor Ort wird nicht für den Austausch genutzt, da andere Termine im Vordergrund stehen. Fehlerkultur ist ein Fremdwort – im Qualitätsmanagement wird bei Fehlern mitunter ein lautstarker und respektloser Ton angeschlagen.
Gleichberechtigung
Zumindest am Standort Magdeburg wird Gleichberechtigung leider nicht aktiv gelebt. Das Verhalten etablierter, oft älterer Teammitglieder gegenüber Berufsanfängern oder diversen Persönlichkeiten ist spürbar herablassend und von systematischer Ausgrenzung geprägt. Vielfalt wird hier leider nicht als Bereicherung, sondern als Angriffsfläche gesehen.
Interessante Aufgaben
Inhaltlich bietet die Tätigkeit tolle Möglichkeiten: Die Konzepte und Projekte sind innovativ, logisch aufgebaut und transparent nachvollziehbar. Dank professioneller Arbeitsmittel aus der Bibliothek und modernen Methoden wie ‚Jobimpuls‘ gelingt eine passgenaue Binnendifferenzierung. Als Coach kann man Teilnehmer optimal abholen und die Berufsplanung klar strukturieren. Ein großes Lob geht an die Onboarding-Lotsen, die neuen Mitarbeitern auch nach den Schulungen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

