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GTÜ 
Gesellschaft 
für 
Technische 
Überwachung 
mbH
Bewertung

Spaß bei der Arbeit, aber Zukunftsorientiert und finanziell eine Sackgasse

3,0
Nicht empfohlen
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau bei GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH in Stuttgart absolviert.

Die Ausbilder

Menschlich gesehen waren die Ausbilder bisher immer cool drauf, allerdings herrscht hier eine hohe Fluktuation: In den letzten zwei Jahren hatten wir bereits drei verschiedene Ansprechpartner. Das macht es schwierig, da man immer erst mühsam eine Vertrauensbasis aufbauen muss, bevor man sich mit Problemen und Sorgen voll öffnen kann. Trotz des guten menschlichen Umgangs fehlt hier oft der überzeugende
Rückhalt für uns Azubis.

Spaßfaktor

Das Arbeiten hier macht wirklich Spaß. Die Kollegen sind insgesamt sehr entspannt drauf und gehen locker mit uns Azubis um. Es herrscht kein übertriebener Druck oder unnötige Strenge, was den Arbeitsalltag deutlich angenehmer macht und für eine gute Grundstimmung sorgt.

Aufgaben/Tätigkeiten

Man hat zwar immer gut zu tun und es gibt keinen Leerlauf, allerdings sind die Aufgaben meistens sehr monoton. Es fehlt oft an Highlights oder wirklich spannenden Herausforderungen, da die tägliche Arbeit doch sehr gleichförmig abläuft und wenig
Raum für Besonderes bietet.

Variation

Ein großer Pluspunkt der Ausbildung ist, dass man wirklich viele verschiedene Abteilungen durchläuft. Dadurch bekommt man einen umfassenden Einblick in das gesamte Unternehmen und sieht extrem viel. Die Aufgaben sind dadurch sehr abwechslungsreich und man bekommt einen super Überblick über alle Prozesse, was für die Ausbildung absolut wertvoll ist.

Respekt

Die Atmosphäre ist zweigeteilt: Es gibt viele tolle Kollegen, die einen voll integrieren und auf Augenhöhe kommunizieren. Leider gibt es aber auch die andere Seite: Manche lassen einen deutlich spüren, dass man als Azubi in ihren Augen die „unterste Stufe der Nahrungskette" ist. Es wird teilweise von oben herab über uns gesprochen, was extrem demotivierend wirkt. Respekt sollte eigentlich keine Frage der Position sein, hier wird mancherorts leider noch in alten Hierarchien gedacht.

Karrierechancen

Fachlich ist die Ausbildung gut, aber das Ende kommt danach: Karrierechancen sind so gut wie gar nicht vorhanden. Es gibt kaum Perspektiven mehr für eine Übernahme oder Weiterentwicklung im Haus. Man investiert Jahre in die Ausbildung, bekommt aber signalisiert, dass es danach nicht wirklich weitergeht. Das ist extrem demotivierend.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung in den Teams ist insgesamt super. Ich wurde von Anfang an herzlich aufgenommen und fühle mich nicht immer wie „nur der Azubi". Man begegnet sich auf Augenhöhe, und der Humor kommt im Alltag auch nicht zu kurz. Punktabzug gibt es nur, weil es in Stressphasen manchmal etwas hektisch zugeht und die Kommunikation dann etwas kürzer ausfällt.

Ausbildungsvergütung

Hier ist der größte Kritikpunkt. Seit Jahren wird bei Gehaltserhöhungen auf eine angebliche "Benchmark" verwiesen, an der sich aber gefühlt nichts ändert. Während die Lebenshaltungskosten massiv steigen und Festangestellte Gehaltsrunden mitnehmen, gehen wir Azubis und Studenten leer aus. Im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Branche ist die Vergütung ohnehin nicht gerade "prickelnd". Wenn alles teurer wird, das Azubi-Gehalt aber stagniert, reicht es am Ende des Monats kaum noch. Hier muss dringend gehandelt werden, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.

Arbeitszeiten

Hier gibt es Licht und Schatten. Es wird zwar mit Gleitzeit geworben, allerdings ist man in der Realität recht eingeschränkt. Die jeweiligen Abteilungen geben einem oft ein festes Zeitfenster vor, in dem man anfangen muss, die volle Entscheidungsfreiheit fehlt also.
Besonders schade finde ich die Regelung bei Arztterminen: Wahrend Festangestellte hier sehr flexibel sind, müssen wir Azubis die Zeit trotz ärztlichem Attest komplett nacharbeiten. Das fühlt sich leider nach einer Ungleichbehandlung an, die nicht mehr ganz zeitgemäß ist.

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