5 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
5 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
5 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Update zu ihrer Stellungnahme: Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Leider bestätigt sie meine Kritik eher, als sie zu entkräften.
Es ging um eine Vertriebsposition, nicht um eine Managementrolle. Dass dafür mehrere Führungsebenen eingebunden werden müssen und der Prozess wegen Urlaubs ins Stocken gerät, wirkt eher wie mangelnde Entscheidungsfreiheit und interne Planung als wie Professionalität. Moderne Unternehmen lösen solche Prozesse deutlich effizienter.
Auch der Hinweis auf freiwillige gemeinsame Aktivitäten passt nicht zu den Gesprächen, in denen ausführlich betont wurde, wie wichtig gemeinsame Events und das „Bierchen danach“ seien. Das jetzt zu relativieren, erscheint wenig glaubwürdig.
Besonders schwach ist jedoch der Verweis auf „Fairness“ und „Gleichbehandlung“. Sich dahinter zu verstecken, um jegliches individuelles Feedback zu verweigern, hat mit Fairness wenig zu tun. Fairness bedeutet, Bewerber mit derselben Wertschätzung zu behandeln, die Unternehmen selbst erwarten. Wer von Kandidaten intensive Vorbereitung, Zeit und Engagement erwartet, sollte auch in der Lage sein, eine ehrliche und wertschätzende Rückmeldung zu geben. Viele moderne Unternehmen zeigen, dass das problemlos möglich ist.
Insgesamt geht Ihre Antwort an den eigentlichen Kritikpunkten vorbei und bestätigt leider den Eindruck, den ich bereits während des Bewerbungsprozesses gewonnen habe.
Bewertung des Bewerbungsprozesses
Nach einem aus meiner Sicht sehr guten Erstgespräch und einem positiven persönlichen Austausch war der weitere Verlauf des Bewerbungsprozesses leider enttäuschend.
Ein Prozess von vier Wochen, um nach einem Gespräch – und erst nach eigener Nachfrage – eine Absage zu erhalten, ist aus meiner Sicht nicht zeitgemäß. Gerade bei erfahrenen Kandidaten auf Senior-Level erwarte ich eine klare, schnelle und wertschätzende Kommunikation.
Besonders enttäuschend war die Art der Absage. Eine klassische Standardabsage ohne konkretes Feedback, ohne fachliche Einordnung und ohne Hinweise darauf, woran es letztendlich gelegen hat, halte ich für nicht mehr zeitgemäß. Gerade bei erfahrenen Mitarbeitern mit langjähriger Berufserfahrung sollte ein Unternehmen die Möglichkeit nutzen, konstruktives Feedback zu geben. Das hilft nicht nur dem Bewerber bei der eigenen Weiterentwicklung, sondern zeigt auch echte Wertschätzung für die investierte Zeit und den Austausch. Das gilt für Berufseinsteiger genauso wie – und aus meiner Sicht insbesondere – für Kandidaten auf Senior-Level.
Was mir während des Prozesses aufgefallen ist: Nach dem Erstgespräch wären noch mehrere weitere Gespräche vorgesehen gewesen. Dabei sollte neben HR und dem verantwortlichen Sales Director auch weitere Management- und Vorstandsebenen eingebunden werden. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Unternehmen wichtige Positionen sorgfältig besetzen möchten. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie effizient Entscheidungswege gestaltet sind, wenn eine Einstellung für eine Vertriebsposition über mehrere zusätzliche Ebenen laufen muss.
Besonders unglücklich empfand ich, dass der Prozess gestartet wurde, obwohl wichtige Entscheidungsträger zeitgleich nicht verfügbar waren. Wenn ein Bewerber anschließend warten muss, bis entsprechende Ansprechpartner aus dem Urlaub zurückkehren, entsteht aus meiner Sicht kein optimales Bild von Organisation, Geschwindigkeit und Priorisierung.
Gerade im Vertrieb halte ich es für wichtig, dass die Personen, die später mit einem Mitarbeiter arbeiten und für dessen Erfolg verantwortlich sind, auch den entsprechenden Entscheidungsspielraum besitzen. Wenn HR und der verantwortliche Sales Director einen Prozess begleiten, sollte aus meiner Sicht ausreichend Vertrauen vorhanden sein, Entscheidungen auch innerhalb dieser Verantwortung treffen zu können.
Auch die starke Betonung von gemeinsamen Freizeitaktivitäten, regelmäßigem Feierabendbier und privaten Unternehmungen sehe ich kritisch. Teamzusammenhalt ist wichtig, sollte aber nicht mit einer Erwartungshaltung verbunden sein, dass berufliche und private Beziehungen zwingend miteinander vermischt werden müssen. Ein gutes Team entsteht für mich vor allem durch Vertrauen, Professionalität, gegenseitigen Respekt und erfolgreiche Zusammenarbeit – nicht dadurch, wie oft man außerhalb der Arbeitszeit gemeinsam unterwegs ist.
Mein Fazit: Der Bewerbungsprozess hat bei mir den Eindruck einer Organisation hinterlassen, bei der viele Beteiligte eingebunden werden, gleichzeitig aber Geschwindigkeit, klare Verantwortlichkeiten und eine moderne Candidate Experience stärker berücksichtigt werden könnten.
Gerade im Jahr 2026 sind ein transparenter, schneller und wertschätzender Bewerbungsprozess sowie Vertrauen in die eigenen Führungskräfte wichtige Faktoren – sowohl für Bewerber als auch für die langfristige Attraktivität eines Unternehmens.
dazu stehen was man tut
Ich hatte mich ziemlich spät erst bei der GUBSE beworben, wurde aber trotzdem Anfang April für ein Bewerbungsgespräch eingeladen.
Der Ablauf des Bewerbungsgesprächs wurde mir per E-Mail schon vorher mitgeteilt.
Während des Bewerbungsgespräches selbst, wurden die Fragen von dem jeweiligen Abteilungsleiter selbst beantwortet.
Das Gespräch war offen, freundlich und charmant. Gesprächsteilnehmer waren der Vorstand der GUBSE AG, die mir gezielte fachliche Fragen stellten.
Ich war sehr beeindruckt über die Zeit, die sich der Vorstand persönlich für mich genommen hat. Dies ist meiner Meinung nach heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Nach einer ausgiebigen Begehung des Gebäudes und Vorstellung zahlreicher freundlicher zukünftiger Mitarbeiter, verabschiedete ich mich nach 1,5 Stunden. Man hatte das Gefühl, die Chance zu erhalten, in ein sympathisches und engagiertes Team aufgenommen zu werden. Dieses Gefühl hat sich bestätigt!
kleiner Test am Ende des Gesprächs mit sofortiger Auswertung durch den Vorstand