Unternehmen geführt nach Gutsherrenart
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die von meinen nicht erhaltenen Lohnerhöhung und Prämien finanzierten Firmen-Events (unbewiesene These, aber eben meine subjektive Meinung)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den Rest!
Verbesserungsvorschläge
Schulung, Schulung, Schulung für Vorgesetzte
- Mitarbeiterführung
- Mitarbeitermotivation
-Selbstreflexion
Da gibt es ganz tolle Seminare.
Allerdings muss man dann auch das Gelernte anwenden.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im eigenen Team ist gut und man hilft sich gegenseitig. Dies sieht bei teamübergreifenden Projekten ab und an anders aus. Es gibt immer wieder Baching gegenüber anderen Teams. Das hat mich persönlich sehr gestört und ich habe mich daran auch nicht beteiligt.
Vorgesetzte sehen immer nur die kleinsten Fehler, die großen Erfolge werden kleingeredet oder erst gar nicht gewürdigt.
Die 2. Generation in der Unternehmensführung muss man schon mal darauf hinweisen, dass nicht sie das Gehalt bezahlen, sondern der Kunde. Da werden interne Projekte höher gestellt als Kundenprojekte.
Image
In der Firma selbst wird schlecht über das Produkt SIHOT geredet, auch in der Branche verliert das Produkt und die Firma weiter an Ansehen und Kunden.
Work-Life-Balance
Urlaub wurde gewährt nach Absprache mit dem Team und Homeoffice war auch möglich, allerdings wurde der Hoeoffice Anteil immer weiter reduziert. Flexibele Arbeitszeiten waren gegeben, allerdings mit Kernarbeitszeiten. Überstunden konnten abgefeiert werden, allerdings verfallen bei neuen Arbeitsverträgen 10h am Monatsende.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wird angeboten, allerdings besteht hier kaum die Möglichkeit eigene Weiterbildungsangebote vorzuschlagen und zu nutzen.
Gehalt/Benefits
Gehälter (beim niederen Volk) ist unter dem Durchschnit, genauso die Sozialleistungen. Wahrscheinlich wird beim Gehalt eingespart, damit man die Firmenevents finanziert werden können. Das ist aber nur eine unbewiesene These.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf Mülltrennung wird geachtet. Bienenvölker wurden am Stammsitz angesiedelt.
Kollegenzusammenhalt
Ich hatte keine Probleme mit den Kollegen, da ich mich am Mitarbeiter-Baching nicht beteiligt habe. Leider wurde dies nicht von jedem so gelebt und es wurden eigene Unzulänglichkeiten anderen Mitarbeitern zugeschrieben.
Umgang mit älteren Kollegen
Langgediente Mitarbeiter, die in der Kaste des niederen Volks sind, werden ziehen gelassen. Dadurch verliert das Unternehmen zunehmend Erfahrung und Wissen. Auch dies ist den Vorgesetzten nicht bewusst oder egal.
Vorgesetztenverhalten
Hier besteht starkes Verbesserungspotential in fast jeder Ebene. Leider sind Selbstreflexion, Empathie und Techniken mit dem Umgang von Untergebenen ein Fremdwort. Selbst Umgangsformen werden bei ungeliebten Vasallen ausgeblendet. Und hier kommt man zum nächsten Punkt, es gibt eine 2-Klassen-Gesellschaft. Es gibt diejenigen, die eine positive Gesichtskonstante bei den Vorgesetzten haben und solche, die im Unternehmen geduldet sind. Leider hat es sich bei den Vorgesetzten noch nicht herum gesprochen, dass es sich bei den Günstlingen nicht immer um Leistungsträger handelt und dass ein Großteil der "Ungeliebten" die Firma am Laufen halten.
Ungünstig ist, dass nicht nach dem Leistungsprinzip entlohnt wird, sondern eben nach der Gesichtskonstante und einem Würfel.
Mitarbeitergespräche werden zu Demotivationsgespräche auch deswegen, weil hier noch Schulungspotential bei den Vorgesetzen besteht.
Ich empfehle die Kurse "Wie führe ich Mitarbeitergespräche" und "Mitarbeitermotivation".
Und jeder zittert vor dem dunklen Lord (Insider ;-))
Arbeitsbedingungen
Firmenhandy und Laptop werden gestellt, wenn man lange genug das Thema anspricht. Büros sind renoviert oder neu gebaut (insgesamt 2 Altbauten und 1 Neubau + ein Gartenhaus)+ein neuer Standort in Heiligenwald
Kommunikation
Leider werden seit Abgang des Grandseigneurs des Unternehmens aus der Unternehmensführung nur noch spärlich Unternehmensdaten kund getan. Wahrscheinlich will man die Sonderzahlungen an den Vorstand unter dem Tisch halten, damit man keine Prämien oder Lohnerhöhungen an die Mitarbeiter zahlen muss.
Gleichberechtigung
Wie schon beschrieben, gab/gibt es eine 2 Klassen-Gesellschaft - die Günstlinge - werden auch monetär höher entlohnt (Lohnerhöhung, Prämie, höhere Position) und das niedere Volk, welches aufmüpfig nach Gehaltserhöhungen oder Prämien fragt, was natürlich abgelehnt oder mit lächerlichen Zugeständnissen beantwortet wird.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren abwechslungsreich, leider war man so ausgelastet, dass man interne Projekte schleifen lassen musste. Da grundsätzlich Kundenprojekte Vorrang haben sollte, dies aber bei (manchen?) Vorgesetzten noch nicht angekommen ist, wurde man bei Verzögerung interner Projekte zurechtgewiesen. Nochmal das Gehalt zahlt immer noch der Kunde, nicht der Vorstand.
