Wohltäter nach außen, Arbeitgeber zum Abgewöhnen nach innen.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungsvorschläge:
Vielleicht sollte man irgendwann anfangen, die eigenen Mitarbeitenden genauso zu behandeln, wie man es der Öffentlichkeit nach außen verkauft. Nach außen gibt man sich als großer Menschenfreund und Wohltäter – intern werden genau die Menschen, die das alles überhaupt erst ermöglichen, behandelt, als wären sie das letzte Glied der Kette. Weniger Selbstdarstellung, mehr Menschlichkeit im eigenen Haus. Das wäre schon mal ein revolutionärer Anfang.
Arbeitsatmosphäre
Die Firma hat ein Klima befeuert, das von Angst, Einschüchterung und Machtgehabe geprägt war. Leistung zählte weniger als Anpassung, und wer Missstände ansprach, lief Gefahr, abgestraft zu werden. Das war für mich kein gesundes Arbeitsumfeld, sondern eines, das Mitarbeitende klein hält, statt sie zu fördern.
Work-Life-Balance
Die Erwartung ständiger Erreichbarkeit und dauernden Einsatzes hat das Privatleben komplett überrollt. Überstunden waren nicht die Ausnahme, sondern ein Dauerzustand. Wert oder Anerkennung dafür gab es nicht.
Gehalt/Benefits
Bei den Benefits wurde offenbar wirklich an nichts gespart: Leitungswasser war inklusive. Das gute Sprudelwasser war hingegen ausschließlich den Kunden vorbehalten – Mitarbeitende durften sich daran natürlich nicht bedienen. Immerhin durfte man Leitungswasser trinken. Ein Benefit, der die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden ziemlich treffend zusammenfasst.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war für mich schlichtweg respektlos und entwürdigend. Mitarbeitende wurden vor anderen angeschrien, beleidigt und klein gemacht – teilweise sogar auf offener Straße. Statt hinter den eigenen Mitarbeitern zu stehen, ging es offenbar eher darum, sich selbst zu schützen, Schuld weiterzureichen und durch Lästereien die eigene Position zu retten. Ein Miteinander oder echter Rückhalt durch die Führung? Fehlanzeige. Dass Mitarbeitende teilweise schon nach wenigen Monaten wieder gekündigt haben, sagt meiner Meinung nach mehr als genug über die Führungskultur aus.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren für mich von Misstrauen, Kontrolle und massivem Druck geprägt. Homeoffice wurde kategorisch ausgeschlossen, weil den Mitarbeitenden offenbar grundsätzlich nicht zugetraut wurde, auch außerhalb des Büros vernünftig zu arbeiten. Selbst bei Krankheit wurde Druck ausgeübt und mit Kündigung gedroht, wenn man nicht persönlich im Büro erschien. Für mich war das keine moderne Arbeitskultur, sondern ein Arbeitsumfeld, in dem Kontrolle wichtiger war als Vertrauen, Gesundheit oder ein respektvoller Umgang mit den Mitarbeitenden.