Kein Job ist perfekt..
Verbesserungsvorschläge
Sich die Kritik mal endlich zu Herzen nehmen
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung in der Produktion ist allgemein sehr gedrückt. Viele von uns merken, dass etwas nicht stimmt. Man spürt es sofort wenn man die Halle betritt. Früher wurde mehr gelacht und die Leute hatten trotz Stress bessere Laune. Jetzt ist es oft still, jeder wirkt müde, ausgelaugt oder einfach nur angespannt. Was die Situation zusätzlich verschärft ist dass in den letzten Monaten einige wichtige Personen das Unternehmen verlassen haben. Menschen, die für viele von uns Bezugspunkte waren ob fachlich oder
auch menschlich. Die Fluktuation fängt gerade erst an. Kaum kommt man zur Arbeit, hört man schon wieder dass jemand neues kündigt, darüber nachdenkt zu gehen oder von der Personalleitung einfach gekündigt wird weil man die Personen einfach nicht mehr mag.
Viele Mitarbeiter machen sich Sorgen: was passiert als Nächstes? Wer geht als Nächstes? Diese Unsicherheit spürt man, selbst wenn es keiner laut sagt, fühlen es alle.
Work-Life-Balance
Was die Work Life Balance angeht, war die generelle Arbeitszeitreduzierung eine richtig gute Sache. Grundsätzlich wurde das auch sehr positiv aufgenommen. Auf der anderen Seite hat die Umsetzung aber zu großen Unterschieden geführt. Einige konnten die Arbeitszeitreduzierung gut in ihren Alltag einbauen während andere plötzlich noch weiter reduzieren mussten. Nicht freiwillig, sondern weil der Bereich oder Schichtmodell es auf einmal so verlangt hat. Für diese Person bedeutet die zusätzliche Freizeit leider auch weniger Geld am Monatsende. Und das ist bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage natürlich ein dicker Minuspunkt
Kollegenzusammenhalt
Grundsätzlich ist der Zusammenhalt bei uns eigentlich in Ordnung. Viele von uns kennen sich seit Jahren. Man hilft sich gegenseitig und man weiß, dass man sich im Alltag aufeinander verlassen kann. Trotzdem merkt man, dass die angespannte Situation im Unternehmen etwas mit den Leuten macht. Seit einigen Monaten hat man immer öfter das Gefühl, dass Kollegen anfangen sich gegenseitig auszustechen, nicht unbedingt aus Bosheit, sondern einfach aus Unsicherheit und Angst um die eigene Position. Jeder versucht sich gut darzustellen oder Vorteile zu sichern, weil keiner so genau weiß wie es weitergeht.
Was die Stimmung zusätzlich verschlechtert ist die Ungleichbehandlung bei den Arbeitszeitmodellen. Es herrscht viel Neid und Missgunst, weil niemand so richtig versteht, warum manche weiterhin ihre Gleitzeit und komplette Flexibilität behalten dürfen, während andere plötzlich ihre Stunden reduzieren müssen und nicht einmal die Möglichkeit erhalten, ihre Zeiten wieder rein zu arbeiten. Diese Unterschiede wirken unfair und das sorgt automatisch für Spannung. Das schafft ein Gefühl von "wir gegen die anderen" statt ein gemeinsames Wir-Gefühl.
Umgang mit älteren Kollegen
gar kein Problem. Auf ältere Kollegen und ihre Expertise wird gesetzt selbst wenn sie einem auf der Nase rumtanzen
Vorgesetztenverhalten
Wenn man sich in den anderen Abteilungen umhört bekommt man schon mit, dass viele unzufrieden mit der Führungssituation sind. Die Coaching-Teams und manche Vorgesetzte wirken für viele eher abwesend oder mit sich selbst beschäftigt, statt wirklich für die Mitarbeiter da zu sein. Teilweise hat man das Gefühl, dass dort mehr gestritten als geführt wird oder sie sind einfach nicht da weil sie mehr Krankheitstage oder Homeoffice Tage als Arbeitstage.
Für meinen Bereich kann ich allerdings sagen, dass wir insgesamt sehr zufrieden waren. Unser ehemaliger Vorgesetzter hat seinen Job wirklich gut gemacht. Er war präsent, hat uns zugehört und ist immer fair geblieben. Umso härter hat es uns getroffen, dass er das Unternehmen verlassen hat. Man merkt richtig, wie sehr er fehlt. Viele von uns glauben, dass die GF ihn hätte halten können, wenn man ihm ein wirklich gutes Angebot gemacht hätte. Dass das nicht passiert ist, bedrückt uns alle. Meine aktuelle Vorgesetzte gibt sich jedoch viel Mühe, obwohl wir am Anfang alle skeptisch waren. Man merkt, dass ihr der Austausch wichtig ist und unsere Themen ernst bzw annimmt. Hoffentlich ändert sich das nicht im neuen Team..
Arbeitsbedingungen
Besonders im Sommer ist es in der Halle extrem heiß. Teilweise fühlt man sich, als würde man in einer Sauna arbeiten, und das macht die Schichten körperlich richtig belastend. Man merkt, dass die Bedingungen härter geworden sind und es fehlt oft an Luft und Energie.
Denke aber das ist ein schweres Thema was man ändern kann. Man muss dazu sagen GF versucht durch Riesenventilatoren und kostenloses Eis Abhilfe zu schaffen, jedoch rechnet man dann nicht mit eigensinnigen Kollegen die für 60€ die Eiskasse sprengen und wir alle somit drunter leiden müssen. Danke für gar nichts
Kommunikation
Man merkt schon dass die GF sich bemüht uns über Posts auf dem laufenden zu halten. Es gibt immer wieder Hinweise darauf wie die wirtschaftliche Lage gerade aussieht und ich glaube auch dass die Coaching Teams versuchen diese Infos in die Abteilungen weiterzutragen. Trotzdem fühlt es sich für uns so an als würde vieles nur halb bei uns ankommen. Wir hören regelmäßig dass es wirtschaftlich schwierig bei uns aussieht aber keiner weiß genau wie schlimm es wirklich ist. Es bleiben viele Fragezeichen zurück. Insgesamt fehlt einfach ein bisschen mehr Transparenz. Nicht im Sinne von Zahlen im Detail sondern einfach klare nachvollziehbare Infos
Gehalt/Benefits
brauchen wir gar nicht drüber reden. Unfaire Verteilung. Die Bezahlung ist an sich nicht so schlimm aber krass, dass frisch ausgelernte Azubis mit einer hohen Abwesenheitsrate so hohe Einstiegsgehälter haben. Kann mir aber egal sein, gönne ich denen
Gleichberechtigung
siehe oben Thema Arbeitszeiten
Interessante Aufgaben
Unter dem Decknamen Meiworck werden jetzt tausend Aufgaben an die Mitarbeiter abgegeben. Ob das zielführend ist um Personalkosten der Führungskräfte zu sparen,,, für die GF bestimmt schon :)


