Insgesamt guter Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zusammenhalt in der Belegschaft ist top, viele identifizieren sich damit Teil der HW-Family zu sein und sind stolz darauf. Das Image ist auch (trotz etwas schlechter Presse zuletzt) nach wie vor sehr gut. Die Aufgaben machen Spaß und der "Neubau" in Rothenburgsort ist wirklich ein schönes attraktives modernes Gebäude, in dem man gerne arbeitet. Das Betriebsgelände ist allgemein auch sehr schön.
Gehalt ist in Ordnung, natürlich gibt es Arbeitgeber, die mehr zahlen, aber es gibt auch welche, die schlechter zahlen. Mobiles Arbeiten ist gut möglich, auch wenn der Trend leider wieder immer mehr Richtung Präsenzpflichten geht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mobiles Arbeiten war über Jahre hinweg sehe flexibel geregelt, was bei uns im Team auch super funktioniert hat. Klar sollte man sich ab und zu mal vor Ort treffen, das haben wir auch immer wieder gemacht, wenn man ab und zu die Teamrunden in Präsenz abhält, aber insgesamt sieht man leider den Trend (insbesondere durch den GF-Wechsel), dass zunehmende Präsenzzeiten wieder an Relevanz gewinnen und zwischen den Zeilen hört man auch heraus, dass der Umgang strenger reguliert werden soll.
Ich hoffe, dass es sich nicht allzu stark verschärft, denn das war einer der großen Pluspunkte von HW auch gegenüber anderen Unternehmen, die besser gezahlt haben, aber diesbezüglich weniger flexibel gewesen sind. Ein Rückschritt hier wäre für die Arbeitgeberattraktivität ein grober Dämpfer. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass die Leute auch von Zuhause aus ihre Leistung mindestens genauso gut erbringen müssen, aber das sollten die jeweiligen Führungskräfte einschätzen können und bei wem es nicht klappt, auf individuellere Ebene mit den MA abstimmen dürfen, ob bei jemanden z.B. mehr Präsenz erwartet wird. Wegen einiger weniger schwarzen Schafe aber die gesamte Belegschaft zu strafen, wäre aus meiner Sicht fatal. Ich fand die alte Regel gut, dass man grob 40% der Zeit vor Ort anpeilen sollte, aber es nicht stringent verfolgt wird und ein bisschen mehr Spielraum besteht, z.B. mal eine Woche mehr und eine Woche weniger zu kommen und dass es eher so ein lockeres und vertrauenswürdiges "Pi mal Daumen 2 Tage pro Woche" war.
Gehalt ist insgesamt wie schon gesagt ganz gut, aber natürlich noch mit Spielraum nach oben z.B. im direkten Vergleich mit einigen städtischen Schwesterunternehmen, wo es zum Teil auch noch extra Gehälter gibt - immerhin hat man zwar eine kleine Erfolgsprämie eingeführt, aber das ist noch weit entfernt von einer richtigen Sonderzahlung, der Gedanke ist aber gut und regt auch zu mehr unternehmerischen Denken der MA an. Der aktuelle Tarifabschluss ist ganz gut und bei den nächsten Verhandlungen soll auch die grundlegende Gehaltsstruktur diskutiert werden, da es wohl zu viele Gehaltsgruppen gehen soll. Ich hoffe stark, dass man durch die Verschlankung dazu kommt, dass es weniger Entwicklungsmöglichkeiten gibt, denn je mehr Gruppen / desto efingliedriger, umso mehr Möglichkeiten gibt es natürlich nochmal irgendwo mittel- und langfristig eine Gruppe aufsteigen zu können - vermutlich wird es deutlich starrer werden. Vielleicht kann man im Gegenzug wenigstens eine neue Erfahrungsstufe einführen, da viele sehr lange im Unternehmen sind und man zwar nach 12 (?) Jahren am Ende angelangt ist, aber es sicherlich nochmal einen Unterschied macht, oh man 12 oder 20 Jahre Erfahrung hat im Job. Zumindest sollte es irgendwo Möglichkeiten geben, noch weiter zu kommen, damit man auch umso mehr einen Anreiz für gute Arbeit hat.

