Ein bedeutsames Unternehmen in Hamburg – auf der Suche nach dem richtigen Weg
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre in meinem Bereich ist seit Jahren geprägt von Unsicherheiten und Machtkämpfen, die aus diversen Restrukturierungen und mangelndem Kommunikationsverhalten seitens der Unternehmensführung resultieren. Zwischen den verschiedenen Ressorts erlebe ich eine "gute" Zusammenarbeit nur teilweise und beinahe ausschließlich auf Arbeitsebene, während Führungskräfte diese Zusammenarbeit durch ihr Verhalten teilweise einschränken.
Mein hohes Maß an intrinsischer Motivation genügt inzwischen nicht mehr, um die Missstände auszublenden.
Kommunikation
Die diversen Veränderungen der letzten Jahre wurden stets schlecht kommuniziert. Da es immer wieder so gemacht wird, wirkt dieses Vorgehen für mich systematisch.
Innerhalb meines Bereiches ist die Kommunikation besser, wobei ich oft damit konfrontiert werde, dass Informationen auf Führungsebene gehalten werden und nicht oder verspätet weitergetragen werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Teamzusammenhalt hat aufgrund der beschriebenen Umstände in den letzten Jahren sehr gelitten.
Work-Life-Balance
Die Firma bietet mir diverse Möglichkeiten, Arbeit und Freizeit in Einklang zu bringen. Auf individuelle Bedürfnisse wird in meinem Umfeld gut eingegangen.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt wie in jedem Unternehmen sehr gute und weniger geeignete Führungskräfte. In meinem Umfeld erlebe ich oft, dass Kolleg*innen sich einen Namen mit Projekten gemacht haben und dann irgendwann befördert werden. Dabei bedeuten erfolgreich durchgeführte Projekte ja nicht automatisch, dass auch das Potenzial für eine gute Führungskraft vorhanden ist. Meine Führungskräfte waren bislang alle viel zu tief in den fachlichen Themen, wodurch meine Eigenverantwortung nicht gestärkt wurde. Mikromanagement ist an der Tagesordnung. Dadurch kommt es häufig zu überlaufenden Kalendern bei den Führungskräften und wenig Zeit für Führung an sich.
Interessante Aufgaben
Die HOCHBAHN bietet ein so umfangreiches Portfolio an spannenden Aufgaben, wie wenige andere Unternehmen. Auch wenn ich aktuell nicht das Gefühl habe, entsprechend meiner eigenen Stärken eingesetzt zu werden, möchte ich hier allgemein betrachtet unbedingt die volle Punktzahl geben.
Arbeitsbedingungen
An meinem Standort sind die Basics erfüllt. Saubere, technisch gut ausgestattete Büros, Teeküchen und meist auch genügend Platz für alle. Einige arbeiten im Desksharing, andere Büros sind noch klassisch zugewiesen – dadurch ist die Auslastung der Büros sehr unterschiedlich, was teilweise zu Unzufriedenheiten führt wenn man gerade zu dritt im Büro sitzt und dann an vier leeren Büros vorbeiläuft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die HOCHBAHN trägt als öffentliches Verkehrsunternehmen einen wesentlichen Anteil zu einem lebenswerten Hamburg bei. Das war und ist einer der Hauptgründe, warum ich Hochbahner bin. Natürlich ist im Einzelnen immer Luft nach oben.
Gehalt/Benefits
Aufgrund der Haustarifverträge ist das Gehalt, wie ich es beurteilen kann, vernünftig. Es gibt auch einige Benefits. Freifahrt in den Verkehrsmitteln des hvv gehört leider nicht dazu. Lediglich die HOCHBAHN-Verkehrsmittel kann ich kostenfrei nutzen.
Image
Die Stimmung ist aktuell sehr mies. Ich glaube, jeder versteht, dass aufgrund von sich ändernden Rahmenbedingungen auch die Unternehmensstruktur hinterfragt wird, um Kosten zu sparen. Dass Veränderungen notwendig sind. Aber die Häufung ist schon heftig. Ich bin mal zur HOCHBAHN gegangen, weil der Name für mich auch für Kontinuität stand. Diese finde ich hier überhaupt nicht vor. Und ich glaube auch nicht dran. Wenn der aktuelle Vorstandssprecher in 1,5 Jahren in den Ruhestand geht, wird wieder alles umstrukturiert werden, da bin ich mir sicher.
Karriere/Weiterbildung
Ich sehe kaum eine Perspektive für mich. Führungskräfte werden immer dieselbe Art von Personen. Ein Weiterbildungsangebot gibt es, oft stehen aber keine Termine für Maßnahmen zur Verfügung oder mit der Führungskraft wurden externe Maßnahmen vereinbart, die dann wieder aufgrund einer organisatorischen Veränderung in der Schublade verschwinden. Irgendwann werde ich auch Müde, immer wieder nachzuhaken.

