120 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
120 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
120 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Innerhalb von 21 Stunden erhielt ich eine Ablehnung; ein anschließender Auskunftsantrag gemäß DSGVO deckte widersprüchliche Angaben zwischen dem Anschreiben und den Zeitstempeln im ATS-Protokoll auf.
Ich könnte mir kaum einen besseren Bewerbungsprozess vorstellen.
Von Anfang an war klar wie der Bewerbungsprozess abläuft und nach jedem Interview habe ich schnell Feedback bekommen.
Es gab keine demoralisierenden Tests oder Video-Screenings. Anstatt künstlich eine Prüfungssituation zu erzeugen ging es bei den Interviews um ein gegenseitiges Kennenlernen. Ich hatte während jedes Gesprächs das Gefühl, das ehrliches Interesse an meinen bisherigen Erfahrungen und meiner Motivation besteht. Insbesondere beim Orientierungstag im Hannover Office haben sich 9(!) Führungskräfte die Zeit genommen Fragen zu beantworten und das Unternehmen vorzustellen. Ich hatte die Möglichkeit zukünftige Kolleg*innen kennenzulernen und mir wurde Mittagessen in der Mensa spendiert.
Auch abseits vom Bewerbungsprozess wurde sich Mühe gegeben um Fragen zu klären.
Ein so respektvoller Bewerbungsprozess gibt mir als Bewerber das Gefühl, dass ich mich bei dem Unternehmen langfristig wohlfühlen- und basierend auf individuellen Interessen gefördert werde.
Verbesserungsvorschläge:
Vor dem Orientierungstag wurde ich gebeten dort eine Präsentation zu halten. Am Anfang des Bewerbungsprozesses schien das eher optional. Das würde ich direkter kommunizieren.
Außerdem könnte genauer darauf eingegangen werden in welche Bereiche man während des Traineeprogramms rotieren kann, was realistische Auslandsstationen (Standortgröße, Sicherheit) sind und inwiefern ich da eine Mitsprache habe.
Auch nach langem Überlegen: es fällt mir einfach nichts ein!
Ich habe wirklich noch nie einen so wertschätzenden Umgang, schnelle Reaktionen und Herzlichkeit gepaart mit hoher Professionalität im Bewerbungsprozess erlebt. Spätestens beim Schnuppertag sieht man dann: Das ist einfach Teil der gelebten Unternehmenskultur.
Der Gesamteindruck und die Ausstattung der Firmenzentrale in Hannover sind wirklich gut und es herrschte jederzeit eine freundliche und angenehme Atmosphäre, bei der Kommunikation vorab und vor Ort. Die Antwort (Absage) war jedoch nicht wie versprochen und trübt den Gesamteindruck leider. Mein Problem ist nicht die Absage an sich, sondern die Art und Weise, wie diese überbracht und (nicht) begründet wurde. Es wurde ein persönliches Feedback per Telefon angekündigt, bei dem jedoch nur allgemeine Hinweise für Bewerbungsprozesse (z.B. gute Vorbereitung) genannt wurden. Das ist zwar nett gemeint, aber derartige Hinweise gibt mir auch jede KI innerhalb von einer Minute. Personenbezogenes Feedback zum Bewerbungsprozess war nur positiv, wodurch mir leider der Grund der Absage nicht erklärt wurde. Außerdem wurde der vereinbarte Termin nicht eingehalten, sondern der Anruf kam fast zwei Stunden zu spät. Das Unternehmen an sich mag also gut sein, die Art der Antwort wirkte jedoch etwas unseriös und bot mir zumindest keinen persönlichen Mehrwert für die Zukunft.
Ich beschreibe meine ausgezeichnete Erfahrung hier ausführlich, weil ich mich über so einen Bericht vorher auch gefreut hätte und ich so vielleicht zu gleichbleibend hohen Standards beitragen kann.
Timeline:
Tag 0: Bewerbung
Tag 3: Einladung zum 1. Teams-Gespräch
Tag 11: 30-minütiges Teams-Gespräch mit der Programmverantwortlichen aus der HR (sehr nett), Fragen zur Person und keine fachlichen Fragen, Einladung zum 2. Teams-Gespräch
Tag 14: 75-minütiges Teams-Gespräch mit der Programmverantwortlichen sowie einer Abteilungsleiterin/Mathematikerin (auch sehr nett), Informationen zum Programm/den Trainee-Stagen, die verhältnismäßig wenigen Fragen an mich waren erneut eher persönlich als fachlich, Platz für meine Fragen, Einladung zum Schnuppertag
Tag 19: Termin und Agenda für Schnuppertag festgesetzt
Tag 27, Schnuppertag: vormittags 4 Gespräche à 45min mit verschiedenen Abteilungs-/Teamleiter*innen, teils Informationen über die Abteilung, teils persönliche und kleinere fachliche Fragen, teils Smalltalk, sehr viel Platz für meine Fragen; mittags Kantine mit der Programmverantwortlichen und 2 Trainees; nachmittags 30-minütiger Powerpoint-Vortrag auf Englisch über meine Masterarbeit vor der Programmverantwortlichen und zwei Abteilungsleitern/-vertretern mit kurzem Q&A (auch nett)
Tag 31: telefonische Zusage
Tag 41: Arbeitsvertrag angekommen
Feedback:
- Man könnte noch besser vorher kommunizieren, was Bewerber*innen beim nächstfolgenden Gespräch erwartet. Zum Beispiel hielt ich das 2. Teams-Gespräch im Vorhinein nicht nur für eine Informationsveranstaltung, sondern auch für ein fachliches Interview, was es aber nicht war. Vielleicht werden andere Bewerber*innen aber auch mehr gegrillt als ich.
- Man sollte wirklich viele eigene Fragen in die Gespräche beim Schnuppertag mitbringen (oder verdammt gut in klugen Rückfragen sein), da manche Gesprächspartner*innen quasi keine Fragen an einen selbst haben. Jedes meiner 4 Gespräche hätte man auch in 30 Minuten führen können – und vielleicht auch sollen.
- Bei der Hannover Rück duzt man sich heutzutage und das wird Bewerber*innen in den Teams-Gesprächen auch zuteil. Einige der Gesprächspartner*innen am Schnuppertag möchten Bewerber*innen allerdings lieber siezen. Entweder sollten die Abteilungsleiter*innen auf Linie gebracht oder Bewerber*innen vorgewarnt werden; sonst kann's unangenehm werden.
- Insgesamt war der ganze Bewerbungsprozess allerdings nicht nur recht schnell, sondern auch außergewöhnlich persönlich und wertschätzend. Entscheidend ist für letzteres insbesondere der Verzicht auf Persönlichkeits- oder Leistungstests (zumindest in meinem Bewerbungsverfahren), denn kein*e Mathematiker*in sollte sich zu so etwas herablassen müssen.
Kurze Feedback-Frist nach dem Gespräch wäre wünschenswert.
Ein kleiner Hinweis für die Zukunft: Der Bewerbungsprozess hat sich durch interne Veränderungen etwas in die Länge gezogen. Das ist verständlich, aber gerade in solchen Phasen wären kurze Zwischenmeldungen hilfreich – einfach, um den aktuellen Stand besser einordnen zu können. Das hätte den ansonsten sehr positiven Gesamteindruck noch weiter abgerundet.
Weshalb: HannoverRe/ Versicherungen/ Dual, was sind meine Stärken/ Schwächen/ Alltagsgestaltung
guess what....
Wenn man mit einem Bewerber ein mehrstündiges (!) Bewerbungsgespräch führt und sich im Anschluss daran allen Ernstes nicht dazu bemüßigt fühlt, dem Bewerber eine Rückmeldung zu geben, dieser also noch nicht einmal eine (Standard-)Absage erhält, so empfiehlt man sich damit als Arbeitgeber gewiss nicht für andere bzw. künftige Bewerber.
So verdient kununu Geld.