Man lebt um zu arbeiten
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist unter dem mittleren Stand. Lob oder Anerkennung wie hier gefragt wird gibt es die ersten 2 Monate, danach bist du eine Nummer.
Vertrauliches sollte man lieber komplett für sich behalten.
Image
Das Image und die Realität liegen für den Arbeitnehmer leider nicht nah beieinander. Nach außen wirkt diese dennoch solide und
zuverlässig.
Work-Life-Balance
Arbeitszeit, ein ganz schwieriges Thema.
Die erfasste Zeit und die tatsächliche Zeit sind nicht im Einklang.
Arbeitszeit (nicht Bezahlung) beginnt beim Kunden (nicht wie gesetzlich die Fahrt dorthin) und sie endet auch beim Kunden (nicht wie gesetzlich beim Ankommen des Startortes).
Somit sind die Arbeitstage meistens 7:30-17:20 Uhr, man bewegt sich somit schon nah an den 10 Stunden täglich.
Gewollt ist zudem , Auftragsannahme bis 16:30 Uhr, welches Privatleben oder Termine teils zerstört. Die Möglichkeit diese Aufträge abzulehnen hat jeder, mit der Konsequenz die nächsten Tage nur im Fahrzeug zu sitzen ohne Geld zu verdienen oder im Büro des Chefs Platz zu nehmen.
Urlaub wird lieber abgelehnt und meist mit Nachdruck eventuell genehmigt.
Die Beantragung darf nur volle Wochen beinhalten, falls du von Mittwoch bis Mittwoch in den Urlaub fliegen möchtet und von Mi-Mi Urlaub beantragst, Pech. Du hast von Montag bis Montag Urlaub zu nehmen oder er wird nicht genehmigt.
Zudem ist gewollt, dass 5 Tage deines Urlaubs für Behördengänge o.a. aufzubewahren sind.
Karriere/Weiterbildung
Diese sind hier möglich, ob auf Anfrage oder Interesse der Firma. Diese kommen auch auf einen zu, um gewisse Bereiche gut abzudecken.
Kollegenzusammenhalt
Viele Monteure arbeiten selbstständig und sind die meiste Zeit alleine unterwegs.
Ausschließlich bei größeren Projekten oder in der Firma sieht man sich, daher ist ein „Zusammenhalt“ schwierig.
Privatleben und Arbeit besser trennen!
Vorgesetztenverhalten
Beispiel: Man erbitte ein Gespräch
Nach Äußerung der Probleme, Wünsche, Kummer o.ä., wird dieses kurz sehr oberflächlich behandelt.
Anschließend wird man mit längst in der Vergangenheit liegenden Fehler welche man evtl. gemacht hat oder aus der Sicht des Chefs gemacht hat, förmlich bombardiert.
Gespräche werden psychologisch gerne ausgenutzt und so gewendet, die Menschlichkeit bleibt diesen Gesprächen sehr fern.
Viele wollen etwas ändern, sehen aber keinen Sinn dies anzusprechen.
Arbeitsbedingungen
In diesem Punkt stimmt soweit alles.
Die Reinigung der Arbeitskleidung wird regelmäßig durchgeführt, fehlt etwas oder benötigt man Ersatz wird dieses zeitnah bestellt oder liegt sogar schon bereit.
Nach kurzer Rücksprache auch selber im Großhandel zu besorgen.
Kommunikation
Regelmäßige Meetings der Monteure gibt es nicht, bevorzugt werden Einzelgespräche (welche man nie positiv verlässt), um Monteure getrennt zu halten. Gemeinsame Interessen wie beispielsweise einer Gewerkschaft könnten aufkommen.
Absprachen mit der Disposition für spontane Termine o.a. funktionieren in der Regel gut.
Gehalt/Benefits
Positives vorweg, das Gehalt kommt meistens pünktlich. Sonderzahlungen bei entsprechendem Verhalten sowie Anwesenheit sind ebenfalls sehr positiv.
Problematisch wird es bei der korrekten Abrechnung (fast jeden Monat), denn es fehlen Aufträge welche nicht bezahlt werden oder storniert werden. Die Begründung gibt es erst auf Nachfrage und nicht nachvollziehbar für den Arbeitnehmer (Beispiel: Reklamation).
Fehlende Aufträge hingegen müssen erneut vom Arbeitnehmer schriftlich aufgelistet werden, welche dann geprüft werden und ggf. bezahlt werden. Dies versinkt meist in Stille.
Zudem gibt es einen Ersatzmann für einen eventuellen Ausfall des Notdienst-Monteur, dieser Ersatzmann enthält für diese Zeit Aber keine Verführung, trotz der dauerhaften Erreichbarkeit.
Gleichberechtigung
Es herrscht regelrechter Nasenfaktor!
Mitarbeiter werden nicht gleich behandelt, für einige gibt es Urlaubstage bei spontaner Übernahme des Notdienstes andere gehen leer aus.
Andere genießen Vorzüge beim Chef andere beißen auf Granit.
Interessante Aufgaben
Die Aufteilung der Arbeitsbelastung wie hier gefragt wird ist schwer einzuschätzen, da man nur durch Kommunikation der Mitarbeiter die Verteilung und Aufgaben des anderen abschätzen und vergleichen kann.
Im groben zufrieden.