Ein Arbeitgeber, der sich in letzter Zeit sehr verändert hat - zum Negativen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Damals war es sehr viel. Heute ist es leider nur noch, dass Mobiles Arbeiten angeboten wird und die Kollegen toll sind. Der Rest leider nicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben.
Kommunikation, Wertschätzung, Umgang der Vorgesetzten, Art der Kritik, Ausstattung, GEHALT.
Verbesserungsvorschläge
ÄNDERT EUCH!
Es reicht nicht, Gehalt zu zahlen und Anforderungen zu stellen. Begegnungen auf Augenhöhe und Wertschätzung für Mitarbeiter, die trotz des niedrigen Gehaltes mehr leisten, als im Vertrag steht.
Löst euch von alten Strukturen. Dailys, Weeklys, tausende Meetings und Entscheidungsschleifen - Alles muss vom Besitzer abgenommen werden. Wofür gibt es ein Managment, wenn Entscheidung nur vom Besitzer durchgedrückt werden?
Arbeitsatmosphäre
Lob von Vorgesetzten ist selten und wirkt kaum präsent im Arbeitsalltag. Sowohl die Teamleitung als auch das Management sind stark in operative Prozesse eingebunden, sodass positives Feedback oft in den Hintergrund rückt. Kritik hingegen wird deutlich schneller und häufiger ausgesprochen – insbesondere im Vorfeld der Jahresgespräche scheint sie sich zu verdichten, während Anerkennung kaum Platz findet.
Es wird gewünscht, die Extra-Meile zu gehen. Nach dutzenden Extra-Meilen kann ich sagen, es wird nicht honoriert, sondern einfach erwartet. Mal Samstag etwas machen? Nach der Arbeitszeit was korrigieren? Alles gemacht und kein Dank oder ähnliches bekommen. Stattdessen der doofe Spruch: "Hättest dich ja (in der Zeiterfassung) einloggen können".
Image
Früher war Hardeck in Bochum und Umgebung die erste Adresse für Möbelkäufe. Inzwischen berichten immer mehr Freunde und Bekannte von negativen Erfahrungen: Verzögerte Lieferungen, Probleme mit Reklamationen und mangelhafter Kundenservice sind leider keine Ausnahme mehr. Viele in meinem Umfeld möchten hier künftig keine Möbel mehr kaufen – zu häufig überwiegen die schlechten Erlebnisse und der Vertrauensverlust ist spürbar.
Work-Life-Balance
Das Home-Office wird zwar offiziell angeboten, allerdings schwingt häufig die unausgesprochene Erwartung mit, dort weniger erreichbar zu sein oder Aufgaben könnten liegen bleiben. Diese implizite Skepsis schmälert den eigentlichen Vorteil der Flexibilität. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Arbeitstage grundsätzlich frei eingeteilt werden können und damit eine gewisse Flexibilität gegeben ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Na ja. Mehr Schein als sein.
Karriere/Weiterbildung
Obwohl im Arbeitsvertrag ausdrücklich Weiterbildungsangebote zugesichert werden, gibt es de facto keine konkreten Möglichkeiten zur fachlichen Entwicklung im Unternehmen. Mitarbeitende werden weder fachlich geschult noch ausreichend bei neuen Aufgaben unterstützt. Die Erwartung ist, dass sich jeder selbst Wissen aneignet oder mithilfe von KI kurzfristig Lösungen recherchiert – strukturiertes Onboarding oder gezielte Förderung existiert praktisch nicht.
Langjährige Mitarbeitende werden kaum wertgeschätzt oder gefördert. Beförderungen sind die absolute Ausnahme; in meiner gesamten Zeit im Unternehmen habe ich nur eine einzige erlebt. Ein echtes Konzept zur Personalentwicklung fehlt vollständig.
Kollegenzusammenhalt
Der einzige Grund, warum ich so lange im Unternehmen geblieben bin, ist der außergewöhnlich starke Zusammenhalt im Team. Hier unterstützt jede:r jede:n, Probleme werden offen miteinander diskutiert und Sorgen finden Gehör. Dieses Miteinander schafft das Gefühl, dass wir alle im selben Boot sitzen – und genau das macht die Zusammenarbeit im Kollegenkreis so besonders und wertvoll.
Vorgesetztenverhalten
Die Meetingkultur ist ausgesprochen problematisch und demotivierend. In den Sitzungen werden oft Details endlos und ohne klaren Fokus diskutiert, sodass sich Prozesse immer wieder verzögern und echten Fortschritt verhindert wird. Kaum ist eine Entscheidung gefallen, folgt die nächste Schleife: Entweder genügt das Ergebnis erneut nicht den Vorstellungen des Managements, oder kurzfristige Änderungen sorgen für zusätzliche Nachbearbeitung und Unsicherheit. Konstruktive und klare Umsetzung gelingt so kaum; stattdessen entsteht ein Klima permanenter Kritik.
Zwar bleibt die Ansprache der Führungsebene stets auf einem gehobenen Niveau, der Ton ist jedoch konsequent kritisch. Auch auf schriftlichem Weg wird diese Atmosphäre spürbar: Bereits beim Öffnen von E-Mails der Vorgesetzten stellt sich ein ungutes Gefühl ein, verbunden mit der Sorge, erneut Fehler gemacht zu haben oder Erwartungen nicht erfüllt zu haben.
Gleichzeitig werden Anforderungen gestellt, als sei man ein High-Performer mit entsprechendem Gehalt. Sorry, aber für das Gehalt, dass ihr zahlt, bekommt ihr die Arbeit, die dem Gehalt entspricht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen und Infrastruktur sind mittlerweile auf einem enttäuschend niedrigen Niveau. Die Ausstattung mit alternden Monitoren behindert effizientes Arbeiten und entspricht längst nicht mehr den Anforderungen eines modernen Arbeitsplatzes. Hinzu kommen elementare Mängel wie etagenweise geschlossene Toiletten, stetig schlechter werdende Reinigungszyklen und massive Klimaprobleme: Im Sommer gleicht das Büro einem Brutkasten, im Winter ist es häufig zu kalt. Besonders gravierend ist, dass sogar Wasser von der Decke in die Geschäftsräume tropft – ein Zustand, der nicht nur die Produktivität, sondern auch die Zufriedenheit erheblich beeinträchtigt.
Alles in allem wirkt die Arbeitsumgebung zunehmend vernachlässigt und liefert wenig Anreiz für Motivation oder Identifikation mit dem Unternehmen.
Es gibt keine Pflanzen, keine Dekorationen in den Büros (außer man bringt sich selber etwa mit).
Kommunikation
Die Kommunikationskultur ist widersprüchlich und belastend. Auf der einen Seite herrscht ein massives Übermaß an Meetings: endlose Dailys, Weeklys, Abstimmungen und Calls, in denen alles bis ins Detail zerpflückt wird. Entscheidungen werden nicht getroffen, sondern aufgeschoben, weil Management und Geschäftsführung jedes Detail absegnen müssen – ein Nadelöhr, das Prozesse systematisch ausbremst.
Auf der anderen Seite passiert in den Teams viel zu wenig. Aufgaben bleiben unklar, Verantwortlichkeiten verschwimmen, und die Stimmen der Mitarbeitenden werden konsequent übergangen. Fachwissen und Praxiserfahrung spielen kaum eine Rolle, entscheidend ist einzig die Erwartungshaltung der Führungsebene. Das Ergebnis: Frust, Demotivation und eine Arbeitsatmosphäre, die nachhaltigen Schaden anrichtet.
Das Einzige, was dieses Ungleichgewicht auffängt, ist der Kollegenzusammenhalt. Unter den Mitarbeitenden funktioniert die Kommunikation hervorragend – selten habe ich ein so gutes Team erlebt. Ohne diesen Rückhalt wäre die Situation kaum auszuhalten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist im Jahr 2025 leider unterdurchschnittlich und entspricht nicht den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Mit dem Monatsgehalt bleibt wenig Spielraum für Altersvorsorge und eine sorgenfreie Lebensführung. Dies führt mittelfristig zu finanziellen Engpässen und langfristig zu Problemen bei der Rente. Wer Wert auf eine angemessene Bezahlung legt, sollte sich vor einer Bewerbung eingehend über das Gehaltsniveau informieren.
Gleichberechtigung
Es ist das Jahr 2025 und es sitzen 6 weiße Männer im Management. Gleichberechtigung und Diversität sieht anders aus.
Es gibt Frauen als TL, aber gefühlt steckt das Unternehmen noch im Jahre 1980.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenstruktur ist äußerst repetitiv und lässt kaum Raum für neue Ansätze oder Weiterentwicklungen. Innovative Ideen werden in der Regel abgelehnt und finden keinen Platz im Arbeitsalltag. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, in der Eigeninitiative nicht gefördert wird – die Motivation, sich neuen Aufgaben zu widmen oder Impulse einzubringen, bleibt entsprechend gering.
Langweile und Monotonie am Arbeitsplatz sind spürbar und führen zu einem deutlichen Rückgang von Produktivität und Arbeitszufriedenheit. Eine solche Ausrichtung ist langfristig weder für das Unternehmen noch für die Mitarbeitenden förderlich und begünstigt Frust sowie Demotivation.
