Von großen Versprechen zur großen Ernüchterung – kein Ort für langfristige Perspektiven
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass ich die Entscheidung getroffen habe, den Arbeitgeber auf eigenen Wunsch zu verlassen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viele gute und engagierte Mitarbeitende werden einfach gehen gelassen. Es scheint niemandem aufzufallen, dass man damit das Unternehmen langfristig gegen die Wand fährt, weil man an den falschen Personen festhält. Statt Probleme offen anzusprechen oder Lösungen zu suchen, versucht man, unliebsame Mitarbeitende über Aufhebungsvereinbarungen loszuwerden.
Verbesserungsvorschläge
Weniger schöne Worte, mehr echte Taten. Führungskräfte sollten nach Kompetenz und nicht nach Sympathie eingesetzt werden. Offene Kommunikation, Wertschätzung und gleiche Chancen für alle würden vieles verbessern. Außerdem sollten engagierte Mitarbeitende durch Weiterbildungen gefördert statt ausgebremst werden. Wer gute Leistung zeigt, sollte Anerkennung und Entwicklungsmöglichkeiten erhalten – nicht Frust und leere Versprechen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark von Ungleichbehandlung geprägt. Vorgesetzte und Teamleiter zeigen oft wenig fachliche Kompetenz und bevorzugen eindeutig ihre „Lieblinge“. Wer dazugehört, hat ein leichtes Spiel – wer nicht, bekommt das deutlich zu spüren. Fairness und Wertschätzung sucht man hier leider vergeblich.
Image
Das nach außen vermittelte Image passt leider nicht zur Realität. Ein Obstkorb und verkalktes Wasser sollen den Eindruck von Fürsorge und Zusammenhalt erwecken, doch intern sieht es ganz anders aus. Der oft betonte „familiäre Zusammenhalt“ ist eher ein Märchen. Die Marketingabteilung versteht es zwar, ein positives Bild nach außen zu zeichnen – mit der tatsächlichen Arbeitskultur hat das jedoch wenig zu tun.
Work-Life-Balance
Im Vorstellungsgespräch wurde eine gute Work-Life-Balance versprochen, doch in der Realität ist davon nichts zu spüren. Eigene Vorschläge oder Wünsche nach flexibleren Lösungen werden nicht ernst genommen – stattdessen bekommt man nur spöttische oder abwertende Kommentare. Von echter Rücksicht auf private Belange kann hier keine Rede sein.
Karriere/Weiterbildung
Mitarbeitende, die schon lange im Unternehmen sind und sich engagieren, werden in ihrer Entwicklung oft ausgebremst. Begründet wird das mit angeblich fehlenden Qualifikationen. Wer aktiv nach Weiterbildungen oder Zusatzqualifikationen fragt, wird meist nur vertröstet. Eine echte Förderung oder gezielte Personalentwicklung findet kaum statt.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist leider sehr schwach. Viele gönnen einander nichts, und besonders neue Mitarbeitende werden oft von den langjährigen Kollegen ausgenutzt. Während einige sich zurücklehnen, müssen andere die eigentliche Arbeit erledigen. Statt Teamgeist herrschen Neid, Missgunst und ständiges Getuschel hinter dem Rücken der anderer
Vorgesetztenverhalten
Wenn man die Teamleiter bewerten möchte, lässt sich sagen: Fachliche Kompetenz ist hier Mangelware. Würde es Kompetenz im Automaten zu kaufen geben, wären diese längst leergekauft. Zwar verfügt der Lagerleiter über das meiste Know-how – und das merkt man auch – doch viele Teamleiter scheitern in ihren Positionen und werden dafür trotzdem noch belohnt, indem sie in andere, besser bewertete Funktionen wechseln dürfen. Führung nach Leistung oder Eignung findet praktisch nicht statt.
Arbeitsbedingungen
Zwar ist es hier Pflicht, dass jeder Mitarbeiter einen Staplerschein besitzt, doch ob man tatsächlich ein Fahrzeug bekommt, gleicht einem Glücksspiel. Oft stehen zu wenige Geräte zur Verfügung oder man wird gar nicht in Bereichen eingesetzt, in denen der Staplerschein überhaupt benötigt wird. Dadurch entsteht Frust und Unklarheit, wofür manche Qualifikationen überhaupt verlangt werden.
Kommunikation
Zwar findet alle zwei Wochen eine sogenannte Logistik-Runde statt, doch dort wird meist nur das erzählt, was man hören soll – nicht das, was wirklich wichtig wäre. Offene und ehrliche Kommunikation existiert kaum. Statt Teamarbeit herrscht Misstrauen, und Kolleginnen und Kollegen reden eher übereinander als miteinander. Leider scheint dieses Verhalten von den Vorgesetzten sogar geduldet oder gewollt zu sein
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt am absoluten Minimum. Zwar wird behauptet, dass nach Haustarif bezahlt wird, doch in der Realität sind die Unterschiede enorm. Die Vergütung scheint willkürlich festgelegt zu werden und steht oft in keinem Verhältnis zur Qualifikation oder Leistung der Mitarbeiter. Transparenz oder Fairness bei der Bezahlung sucht man hier vergeblich.
Interessante Aufgaben
Interessante oder abwechslungsreiche Aufgaben gibt es kaum. Zwar gäbe es grundsätzlich viele verschiedene Tätigkeiten, und es wäre auch vorgesehen, dass jeder Mitarbeitende verschiedene Aufgaben übernimmt – in der Praxis lässt die Steuerung durch den Leitstand das jedoch nicht zu. Man bekommt immer wieder die gleichen Aufgaben zugeteilt, wodurch keine Weiterentwicklung oder Abwechslung entsteht.


