Ich kann Haspa Direkt ohne schlechtes Gewissen empfehlen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegialität, offener persönlicher Umgang, in großen Teilen gute Bezahlung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Mutter
Verbesserungsvorschläge
Dafür werde ich nicht bezahlt
Arbeitsatmosphäre
In einem Call Center wird viel geredet, wäre das nicht der Fall, wäre es kein gutes Call Center. Daher ist der Geräuschpegel natürlich hoch. Es sind jedoch Trennwände vorhanden, die den Lärm sicher etwas runterregeln. Die Luft ist oft schlecht, was an der eher nur mäßig funktionierenden Umwälzanlage liegt und das nur wenige Fenster geöffnet werden können. Im vergleich zu anderen Call Centern schneidet HD hier aber nicht schlechter ab. Ansonsten fand ich die Atmosphäre gut. Man hat sich immer gegrüßt und ein Lächeln für den Anderen übrig gehabt.
Image
In meiner Wertschätzung ist HD im Laufe der Jahre stetig gestiegen. Und ich bin mir sicher, dass ging nicht nur mir oder Einzelnen so.
Work-Life-Balance
Wenn ich nicht Vollzeit gearbeitet habe, fast perfekt. Das Gute war, Feierabend ist Feierabend. Danach musste an die Arbeit nicht mehr gedacht werden. Und da auch Teilzeit möglich war, hatte ich genug Zeit für andere Freizeitaktivitäten.
Karriere/Weiterbildung
Nicht wenige Mitarbeiter würden mir zustimmen wenn ich sage, dass es viel zu viele „Führungskräfte“ bei HD gibt. Ich finde im Rahmen der Möglichkeiten tut HD damit eine Menge für Karriere und Weiterbildung. Viele junge Kollegen konnten sich durch ihre Tätigkeiten bei Haspa Direkt eine gute Ausgangsbasis für ihre weitere Zukunft nach dem Studium schaffen. Klar sind die Ressourcen begrenzt und nicht jeder der möchte kann Karriere machen, trotzdem haben auch langjährige Kollegen die zuvor schon abgelehnt wurden, immer wieder die Chance erhalten sich zu beweisen. Und ja, einige Stellen wurden auch neu geschaffen für Kollegen und deren Freunde/innen die jahrelang erfolgreich bei HD gearbeitet haben. Das finde ich jedoch eher positiv als negativ. Zumal es sich nicht um Personen handelte die nichts drauf gehabt haben und nur weil sie gut mit Vorgesetzten XY konnten befördert wurden, die haben auch beruflich/fachlich was geleistet für HD und wurden dann dafür belohnt.
Gehalt/Benefits
In den fast 7 Jahre ist mein Gehalt um knapp 40 % gestiegen. Das sagt glaube ich alles. Hier hat die Geschäftsleitung ihr Wort in sofern gehalten, als das sie sich bei der Mutter für bessere Bezahlung eingesetzt hat. Das es einigen trotzdem nicht langt liegt in der Sache selbst.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Thema Papierverschwendung wurde ja bereits angesprochen. Ansonsten ist Haspa Direkt eine Tochter der Haspa. Die Haspa ist eine Bank/Sparkasse und ein rein kapitalistisches Unternehmen, macht daher nichts wenn es sich davon keinen Profit verspricht. Den Mitarbeitern gegenüber empfand ich HD allerdings stets als sozial. Nur ging es finanziell nur soweit wie die Mutter es erlaubt hat.
Kollegenzusammenhalt
Das Besondere bei HD waren immer die Kollegen und da schließe ich die Führungskräfte mit ein. Ich habe auch diese stets mehr als Kollegen gesehen und nicht so sehr als "Vorgesetzte". Das Miteinander war freundlich und humorvoll, man hatte immer jemanden der einem weitergeholfen hat oder der mal ein offenes Ohr hatte. Jeden Mitarbeiter den ich in der Zeit kennengelernt habe, hat die Kollegialität bei HD sehr gelobt und einige sind auch gerade deswegen so lange im Unternehmen bzw. sind länger geblieben als sie wollten.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Unterschiede
Vorgesetztenverhalten
Davon gibt es viele bei HD, wenn man als normaler Kundenservicebetreuer arbeitet. Ich kann da trotzdem nichts negatives sagen. Ich habe die teilweise schlechten Bewertungen hier gelesen und kann es nur schwer nachvollziehen. Ich wurde immer fair behandelt, bekam immer ein offenes Ohr wenn ich es brauchte, fühlte mich immer gut informiert, wurde immer mit Respekt behandelt. Wie man in den Wald ruft... Ich glaube man muss die Hierachie und Kompetenzverteilung bei HD ein bißchen verstehen. Dann erwarte ich auch von meinem Teamleiter keine Dinge die er vielleicht gerne geben möchte, aber nicht darf/kann und bin hinterher nicht enttäuscht. Die Teamleitung ist die erste Vorgesetztenebene von glaube ich 5, da darf man keine Wunder erwarten. Trotzdem wurden meine Anliegen stets ernst genommen und an die nächst höhere Ebene weitergeleitet, wenn es erforderlich war. Auf der anderen Seite lag HD sicher auch mal mit der Besetzung daneben, aber auch das kann passieren.
Arbeitsbedingungen
Es gab einiges was nicht so toll war, aber vieles war auch gut. Im Vergleich zu anderen Firmen die ich kennengelernt habe, nichts besonderes. Eine neue moderene Ausstattung ist auch nur maximal 6 Monate neu und modern bei der Anzahl an Mitarbeitern, danach wieder wartungsbedürftig. Trotzdem Tische höhenverstellbar, Obst und Wasser kostenlos, ein paar ergonomische Arbeitsplätze. Klar die Arbeitsplätze nicht immer sauber, die Firma die fürs Putzen der Arbeitsplätze zuständig war, hat nicht viel sichtbares geleistet. Und daran hat sich trotz zahlreicher Beschwerden auch nichts geändert. Trotzdem war es ertragbar und im Rahmen, keiner hat sich beschwert wenn man sich ein Tuch genommen hat und seinen Arbeitsplatz erstmal nach eigenen Vorstellungen gereinigt hat. Schön wäre es gewesen wenn man den Arbeitsplatz dann auch so verlassen hätte.
Kommunikation
Es wurde immer viel Kommuniziert
Gleichberechtigung
Was die Grundedürfnisse betrifft herrscht absolut Gleichberechtigung und auch darüber hinaus kann ich nichts negatives sagen. Einziges Manko, im Sommer dürfen Männer nicht in kurzer Hose zur Arbeit, Frauen in Kleidern jedoch schon. Man hätte dann den Frauen eher das Kleid verboten, als den Männern kurze Hosen erlaubt. Da nur telefonischer Kundenkontakt besteht, für mich nicht nachvollziehbar. Da zu meiner Zeit jedoch nur Gentleman bei HD arbeiteten, wurde dann nicht darauf bestanden, dass Frauen keine kurzen Kleider mehr tragen durften, was teilweise auch Vorteile hatte.
Interessante Aufgaben
Muss man relativ betrachten. Klar ist viel Monotonie, aber wenn man Multiskiller ist, ist in der Monotonie auch viel Abwechslung. Zudem gibt es auch eine Menge anderer Aufgaben, zum Beispiel kann man sich in den Betriebsrat wählen lassen, oder Kommunikationscoach werden. ;-)